Vive la République, vive la France!

Am 14. Juli 1789 begann, mit dem Sturm auf die Bastille, die französische Revolution. Liberté, Égalité, Fraternité war ein Motto der Revolutionäe, allerdings endete die Revolution unter Robespierre und den Jakobinern in endlosen Strömen von Blut, weil es immer Menschen gibt die Gleicher sein wollen als die anderen.  Erst unter Napoleon III. wurde der Spruch zum Motto der Revolution erklärt und 1958 in der französischen Verfassung verankert. Viel hat sich seitdem getan und nicht nur gutes aus dem Westen. Napoleon I. überzog ganz Europa mit Krieg und die Zahl der Toten aus den Koalitionskriegen dürften bei ca. 1 Mio. Menschen liegen. Allein der Rückzug aus Russland kostete rund 300.000 Soldaten der Koalitionsstreitkräfte das Leben, nachdem Napoleon vor Moskau gescheitert war. Erst in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 wurde der „Spuk Napoleons“ wie manche Zeitgenossen schrieben endgültig zerstört. Europa wurde auf dem Wiener Kongress zwar vorher neu geordnet, aber Napoleon hinterließ nicht nur Krieg. Ihn darauf runterzubrechen wäre zu kurz gegriffen. Viele Ideen Napoleons überstanden die Zeit, so zum Beispiel der Code Civil (auch Code Napoleon). Und die französische Revolution, sowie die Napoleonische Zeit dürften die Initialzündung für einige Bestrebungen gewesen sein, das Joch des Fürstentum und Adels abzuschütteln. Anders als in Frankreich endeten die Bestrebungen im deutschen Flickenteppich allerdings in Blut und Tränen.

Danach allerdings wurde Frankreich das Ziel deutscher Großmannssucht. So im Krieg 1870/71 als Frankreich praktisch als Leim für die Zusammenführung der deutschen Königs- und Fürstentümer herhalten mußte und letztendlich mit französischem Blut das deutsche Kaiserreich 1871 im Spiegelsaal von Versaille begründet wurde. 1914 wurde Frankreich wieder das Ziel deutscher Großmannssucht und 1940 war es dann die deutsche Herrenrasse, die Frankreich überfiel und grausame 4 Jahre lang im Griff hatte und unzählige Opfer forderte. Trotz allem waren es gerade französische Politiker die nicht nur die Aussöhnung vorantrieben, sondern auch den europäischen Gedanken lebten. So war es in den zwanziger Jahren Aristide Briand, der zusammen mit Gustav Stresemann an einer neuen und friedlichen Welt arbeitete. Nach dem zweiten Weltkrieg war es der unvergleichliche Robert Schuman der zusammen mit Jean Monnet als Gründungsvater der europäischen Union gilt und somit den Grundstein für ein friedliches Europa und ein friedliches Miteinander legte.

Frankreichs Geschichte ist sehr vielfältig und man kann behaupten, dass Frankreich trotz aller Unzulänglichkeiten und Fehler eine wahrlich Europäische Nation ist. Eine Grande Nation eben.

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