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Wenn die Kürschner pleite gehen

Februar 11, 2010

dann kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass es ein paar geistige Riesen gibt, die Israel die Schuld geben werden.

Gesetzentwurf zum völligen Verbot von Pelzimporten

Der israelische Ministerialausschuss für Gesetzgebung hat sich am Sonntag einstimmig für eine Ausweitung des Verbots von Pelzhandel in Israel ausgesprochen. Der Gesetzentwurf der Abgeordneten Ronit Tirosh (Kadima), der den Handel mit Hunde- und Katzenpelzen verbietet, soll nun für Pelze von allen Tierarten gelten. Pelze, die für die traditionelle Kleidung ultra-orthodoxer Juden, wie Shtreimel (Pelzmützen), benötigt werden, sind von der geplanten Regelung ausgenommen.


Ronit Tirosh

Ein umfassendes Verbot würde es den Zollbehörden erleichtern, die Einfuhr von Pelzen zu unterbinden, da die Beamten dann nicht mehr zwischen einzelnen Tierarten unterscheiden müssten.

Der Ergänzungsantrag muss nun noch vom Ausschuss für Erziehung, Kultur und Sport bewilligt werden und eine zweite und dritte Lesung in der Knesset durchlaufen.

Die berühmte französische Filmschauspielerin und Tierschutzaktivistin Brigitte Bardot hat die israelische Gesetzesinitiative in einem offenen Brief gepriesen: „Es hat mich sehr gefreut zu hören, dass Israel beabsichtigt, den Import und Handel von Pelzen zu verbieten. Die Pelze gehören den Tieren, und es kann nicht sein, dass man sie ihnen entreißt, nur um aus ihnen Mäntel, Taschen und überflüssige Modeaccessoires herzustellen“, so die 75jährige. „Alle Achtung und Tausend Dank an jeden, der sich für dieses Thema eingesetzt hat, und insbesondere an Ronit Tirosh, Zvulon Orlev, Gilad Erdan und Shalom Shimhon“. Israel stelle, so Bardot, ein „wunderbares Beispiel für Menschlichkeit und Sensibilität“ dar.

(Yedioth Ahronot, 09./10.02.10)

Dazu passt es dann noch hervorragend, wie die Faust auf’s Auge, das ausgerechnet die islamo-, xeno- und homophobe Brigitte Bardot die Initiative in einem offenen Brief gepriesen hat. Das ist die Frau, die mit Jean-Marie Le Pen befreundet und mit Bernard d’Ormale (führendes Mitglied der Front National) verheiratet ist. Da dürften Frau Wagenknecht und ihre wackeren Mitstreiterinnen wohl rotieren wie die Brummkreisel.

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5 Kommentare leave one →
  1. Februar 24, 2010 1:29 pm

    Warum sollen eigentlich Tierhaeute, wo noch Haare dran sind, pfui sein, waehrend Tierhaeute ohne Haare, aka Leder, kein Problem darstellen?

    Natuerlich gibt es geschuetzte Tierarten, mit deren Pelzen ebensowenig gehandelt werden darf wie mit anderen ihrer Koerperteile.

    Ansonsten sehe ich keine Rechtfertigung fuer ein Pelzverbot.

    • taylor1944 permalink
      Februar 24, 2010 9:16 pm

      Hallo Ruth,

      bin zur Zeit noch in Süddeutschland, deswegen nur eine kurze Antwort.
      Ich finde das Verbot gut, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich generell gegen das Pelz tragen bin. Ein Biber rasiert uns ja auch nicht die Haare, um sich daraus ein Mützchen zu machen. Und er killt uns auch nicht vorher. Vor ein paar hundert Jahren mag das noch anders gewesen sein, aber Heutzutage gibt es funktionelle und hübsche Kleidung.

      Die Tiere die für den Pelz ihr Leben lassen landen auf Kadaverhaufen und werden sonst nicht weiter verarbeitet, während Kühe, Schweine, Ziegen und Pferde ja auf den Tellern landen.

      Gruß
      Taylor

  2. März 29, 2010 3:48 pm

    ich sehe das ähnlich. nen elefanten nur wegen seiner stoßzähne zu killen ist murks. nen rind vollständig zu verwerten ist ok.

  3. April 11, 2010 1:07 pm

    rta, Taylor

    Den Unterschied zwischen Elefanten und Rindern sehe ich darin, dass Rinder als Nutztiere vom Menschen gezuechtet werden, afrikanische Elefanten dagegen nicht.

    Ich finde Verbote dann nicht gut, wenn anderen Menschen damit meine Wertvorstellungen aufgezwungen werden sollen. Wenn sich Nerzhaltung auch ohne Tierquaelerei fuer den Halter rentiert, warum duerfen dann diejenigen Menschen, die unbedingt einen Nerzmantel oder eine Stola haben wollenn, ihr Geld nicht dafuer ausgeben? Wenn die Toetung der Nerze den Anforderungen des Tierschutzes entspricht, welche Rolle spielt es dann, ob ausser dem Pelz noch irgendetwas verwertet wird? Im uebrigen wuerde ich davon ausgehen, dass der Halter das groesste Interesse daran hat, den Kadaver moeglichst zu verwerten. Aller Wahrscheinlichkeit nach landet nur sehr wenig auf dem Kadaverhaufen. Tierfutter muss ja auch hergestellt werden, nicht wahr?

    Was den Biber angeht: Mensch und Tier sind in unserer Welt nicht gleichberechtigt. Wenn jemand das fuer Unrecht haelt, stellt es ihm frei, den Konsum aller tierischen Produkte zu boykottieren. Zwischen verschiedenen Tierprodukten moralische Unterschiede zu machen, halte ich fuer schwierig.

  4. Oktober 7, 2011 2:50 pm

    Nun ja. Pelz ist eine prima Sache, die so auch bislang unkopiert ist. Wenn es richtig kalt wird, geht halt nichts über Pelz. Und Pelz ist originär eine Überschussproduktion der Taigas und Waldgebiete im Norden, in denen zu wenig Bevölkerung oder zu wenig Sonnentage herrschen, um Ackerbau zu ermöglichen. Da ist Pelz eine sinnvolle Art der Naturernte, kurzum, der Jagd.
    Wenn nun Nerze gezüchtet werden, um halbbekleideten Neureichen ein wohliges Gefühl um den Hals zu machen, soll das so sein, wenn entsprechende Tierschutzgesetze eingehalten werden wie sie für Truthähne und Schafe auch existieren. Das zu verbieten ist so lange Unfug, als andere höhere Säugetiere an andere höhere Säugetiere verfüttert werden, deren einziger Zweck der eines milden Antidepressivum ist.

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