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Größenwahn?

Juli 14, 2008

Gerade finde ich auf der Achse des Guten einen Hinweis von David Harnasch auf eine geplante Demonstration in Berlin und Stuttgart.

Was mich immer wieder wundert, ist die große Zahl dummer Menschen die nicht nur im Westen beheimatet sind, sondern auch noch das Internet nutzen, um ihre Dummheit zu publizieren. Nicht nur der Aufruf zu einer Demonstration, sondern auch sofort der Hinweis auf die Bankdaten, damit diese Weltverbesserer sich das ganze auch noch vergolden lassen können.

Bei dem Aufruf zur Demo handelt es sich nicht um Althippies, die noch von den guten alten Haschpfeifen in Kabul träumen, als der Hippietrail sich quer durch den Orient Richtung Indien bewegte, sondern um Leute, die in ihrer moralischen Betroffenheit schon so beduselt sind, das sie glauben, die ganze Welt müßte so ticken wie sie und Menschrechtsverletzungen wären doch gar nicht so schlimm, sondern müßten unter dem Aspekt gesehen werden, dass die Kulturen halt unterschiedlich sind. Und, so wahrscheinlich die verquaste Denkweise, wer weiß denn schon, ob die Mädchen und Frauen in Afghanistan unter den Taliban nicht glücklicher waren? Während sie für sich alle Rechte einer Demokratie in Anspruch nehmen, einschließlich das Grundrecht, nicht nur mit ihrer Anwesenheit die Toleranz der Anderen bis zur Schmerzgrenze auszureizen und ständig Demos in’s Leben zu rufen, sollen alle Menschen, die nicht soviel Glück haben, sich gefälligst in ihr Schicksal fügen. Wer weiß wozu das gut ist.

Unter dem Titel, „Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan“ treten sie den Beweis an, dass sie nichts gelernt haben und ihnen die Menschen dort herzlich egal sind. Sie möchten sich einfach nur profilieren und nutzen dazu jede Gelegenheit, besonders wenn sie ihre Unkenntnis mit einem „Antimilitarismus“ legitimieren möchten. Da fragt niemand nach, weil man Krieg im Allgemeinen eh schlecht für die Gesundheit hält.

Allein das Halbwissen, dass sie für ihre Propaganda nutzen -anders läßt sich das nicht beschreiben- ist schon beeindruckend.

Mit dem sieben Jahre andauernden Krieg in Afghanistan wurde keines der vorgeblichen Ziele erreicht. Im Gegenteil: Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag.

Und deshalb glaubt man allen Ernstes, wenn man nur Afghanistan sich selber überläßt, dann tritt dort Friede, Freude, Eierkuchen ein. Eine schöne Friedhofsruhe würde einkehren, wenn die Koalitionsstreitkräfte ab- und die Taliban wieder einziehen. Dann würden zwar immer noch Gewalt, Terror und Drogen den Alltag prägen, aber die Medien würden darüber nicht mehr berichten und alles wäre wieder in Ordnung, denn was man nicht weiss, macht einen nicht heiß. Nun bestreitet niemand das sich die Lage in Afghanistan verschlechtert hat, aber offensichtlich vergessen einige, dass dieses Land fast 30 Jahre Bürgerkrieg erlebt hat. Viele Menschen kennen überhaupt nichts anderes. Hinzu kommen die unterschiedlichen Ethnien, die in Afghanistan leben und lernen miteinander zu leben. Trotz der Lage in Afghanistan schrieb die Welthungerhilfe im letzten Jahr, Die Menschen vor Ort wollen Sicherheit, Entwicklung und in Frieden selbstbestimmt leben. Es ist gerade jetzt von großer Bedeutung, sie in diesem Bestreben mit allen Mitteln zu unterstützen. Viele unserer Projektmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und zeigen, dass die Menschen eine gesellschaftliche und politische Veränderung wollen. In einigen Regionen ist der Wiederaufbau weit fortgeschritten, in anderen wird er durch Gewalt und politische Unsicherheit immer wieder zurückgeworfen. Aber die Menschen geben nicht auf, dies ist der größte Hoffnungsschimmer.“ Und man kann die Welthungerhilfe nicht verdächtigen, dass sie mit der NATO unter einer Decke steckt, oder mit der Regierung in Kabul gemeinsame Sache macht.

In den meisten Regionen Afghanistans herrschen Warlords und Drogenbarone. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Menschenrechte werden weiterhin mit Füßen getreten. Die Alphabetisierungsrate ist seit dem Einmarsch gesunken. Täglich sterben in Afghanistan 600 Kinder unter fünf Jahren. Alle 29 Minuten stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Die durchschnittliche Lebenserwartung ging zurück.

Nicht nur, dass hier völlig verallgemeinert wird, würde ein Abzug Chaos und keinen Frieden hinterlassen. Man fragt sich ernsthaft, auf welchem Planeten die Leute der Zukunftswerkstatt leben. Sie würden einen Teufel tun und vor Ort tätig werden. Menschenrechte werden auch in anderen Teilen der Welt mit Füßen getreten, aber das interessiert die selbsternannten Moralhüter nicht, denn dort sind ja keine westlichen Staaten involviert. Die Alphabetisierungsrate ist, auch wenn anderes behauptet wird, nicht gesunken, sondern gestiegen. Die Leute sollten sich vielleicht erst einmal informieren, bevor sie Behauptungen aufstellen und nicht den Mangel an geeigneten Schulen mit der Alphabetisierung gleichsetzen. Unter den Taliban wurden die meisten Schulen zerstört. Zugang zur Bildung, besonders für Frauen, war faktisch nicht vorhanden. Alles wurde dem Islam untergeordnet und die Taliban duldeten ausschließlich Religionsschulen die dem Zweck dienten, die Bevölkerung zu verblöden. Was die Kindersteblichkeit betrifft, ist es blanker Zynismus der Organisatoren derart unredlich zu argumentieren und die Kindersterblichkeit den Koalitionsstreitkräften in die Schuhe zu schieben. Täglich sterben 29.000 Kinder Weltweit, dabei sterben die meisten Kinder in Afrika. Die Kindersterblichkeit in Afghanistan ist um 25% gesunken, trotzdem sind 257.000 Kinder pro Jahr zuviel. Dazu müßte man eigentlich wissen, dass die meisten Hebammen und Kinderpflegepersonal Frauen waren, die unter den Taliban gezwungen wurden ihren Beruf aufzugeben. Viele sind in das Ausland geflohen und kehren nur spärlich zurück. Im Moment dürfte die Kindersterblichkeit  bei 157,43 liegen, während sie 2002 noch bei 257 lag. Die medizinische Lage hat sich gebessert, ist aber nicht befriedigend. Unter den Taliban allerdings lag die Sterblichkeit allgemein höher, da Krankenhäuser und Ärzte sich rigoros unterordnen mußten und Frauen z.B. von einem Mann nicht behandelt werden durften. Darauf stand die Todesstrafe. Alle 29 Minuten stirbt auch keine Frau bei der Geburt, das ist pure Propaganda. Die Lage ist zwar Ernst, aber dank solcher Initiativen bessert sie sich. Auch was die Lebenserwartung betrifft, war diese in Afghanistan in den letzten Jahren schon nicht hoch, was nichts mit der NATO zu tun hat. Um es mit der Bundesregierung zu sagen, Uns ist bewusst, dass die Zerstörungen eines Vierteljahrhunderts Krieg und Bürgerkrieg nicht innerhalb kürzester Zeit geheilt werden. Der Wiederaufbau verlangt einen langen Atem.

Für uns ist Deutschlands Beteiligung an diesem grausamen Krieg nicht akzeptabel. Die Besatzung, die gegenwärtige massive Kriegführung sowie die vorgesehene Verstärkung der US-Armee und der Bundeswehr drohen den Krieg zu verlängern und das Land weiter zu destabilisieren.

Deshalb kann es auch nur Frieden geben, wenn die Taliban kommen und die Bevölkerung mit Stumpf und Stil ausrotten. Was im Dritten Reich nicht geklappt hat, könnten Steinzeitislamisten doch irgendwie effektiver umsetzen. „Der Krieg“ hat mehr als 25 Jahre gedauert und das Land stabilisiert sich in einigen Teilen. Das ist zwar nicht genug, aber mehr als diese Dummschwätzer jemals erreichen würden.

Deutschland würde noch enger in die Kriegführungsstrategie der NATO und damit der USA verstrickt. Diese zielt ab auf die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens und Zentralasiens zur Durchsetzung machtpolitischer und wirtschaftlicher Interessen.

Die dunkle Macht im Hintergrund. Nicht die Illuminaten, oder die Zionisten, sondern die USA als Hort der NWO. In der Tat scharren die amerikanischen Unternehmen schon mit den Hufen, damit sie Stück für Stück die Gebirge abtragen können und die Kohle fördern. Dazu dann noch ein paar Schürfrechte für Halbedelsteine. Und die Deutschen mittendrin, quasi als Renfield der Moderne, während alle anderen leer ausgehen. Demokratie als Droge. So toll waren nicht mal die römischen und griechischen Tragödien.

Obwohl die Bundesregierung die zivile Aufbauhilfe zu ihrem Schwerpunkt für Afghanistan erklärt hat, wird für den Krieg ein Vielfaches der Mittel ausgegeben, die für den zivilen Wiederaufbau zur Verfügung gestellt werden. Der Verdacht liegt nahe, dass die „zivile“ Komponente des Bundeswehreinsatzes zur Rechtfertigung des Krieges instrumentalisiert wird.

Es ist natürlich viel bequemer vom heimischen Wohnzimmer aus Weltverschwörungstheorien zu entwerfen. Bis 2010 wird die Bundesregierung Eine Milliarde Euro ausschließlich für den zivilen Ausbau in Afghanistan bereit stellen. Die Erfahrung hat aber auch gezeigt, dass ohne militärischen Schutz ein Aufbau nicht möglich ist. Und es ist interessant zu erfahren, was die Afghanen eigentlich denken. Die große Mehrheit im Nordosten des Landes ist der Meinung, dass sich ihre Sicherheitslage in den vergangenen Jahren verbessert hat. Dies ist ein Ergebnis der ersten repräsentativen Umfrage, die ein Team der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit einer privaten einheimischen Organisation im vergangenen Jahr im Nordosten vorgenommen hat, also dort, wo vor allem die Deutschen im Einsatz sind. Unter den Taliban war es den meisten Hilfsorganisationen fast unmöglich humanitäre Hilfe zu leisten. Das allerdings interessiert wahrscheinlich nur wenig, oder ist gar nicht bekannt.

Wiederaufbau, Demokratie und eine soziale Entwicklung können erst gelingen, wenn der Krieg beendet und die fremden Truppen abgezogen sind. Die frei werdenden Mittel müssen für humanitäre Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen genutzt werden.

Hier zeigt sich, wie blöd manche Menschen sind die allen Ernstes glauben, dass alles vom Himmel fällt. Das Land würde sofort im Chaos versinken, so die Einschätzung von Experten. Die Regierung in Kabul würde sich vielleicht eine Woche halten, dann würden die Taliban, die im Moment zahlreich dezimiert werden, so stark sein, dass sie den Weg nach Kabul suchen würden. Die Nordallianz würde einen großen Teil räumen und sich im Norden wieder verschanzen. Die Bevölkerung wäre den Taliban schutzlos ausgeliefert. Die Leute haben überhaupt keine Ahnung. Wenn sie ein Experimentierfeld für ihre wahnwitzigen Ideen suchen, warum gehen sie dann nicht nach Somalia? Ah verstehe, zu gefährlich dort und Bundeswehr ist auch nicht da, ja da ist es natürlich nicht so leicht praktische Erfahrung zu sammeln die man sich theoretisch in Nächtelangen SimCity Sessions angegeignet hat.

Wir fordern von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, keiner Verlängerung oder Erweiterung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan zuzustimmen. Hören Sie auf, den Friedenswillen der Bürgerinnen und Bürger weiter zu missachten!

Welchen Friedenswillen? Sollen sich die doch die Köpfe einschlagen, was geht es den Friedensbewegten an. Ok, damals waren die auch lieber rot als tot. Und Heute möchten sie auf einer nationalen Scholle durch die Zeit treiben. Was geht mich die Welt an, hauptsache es brennt der Ofen.

Wir unterstützen alle Soldatinnen und Soldaten, die von ihrem Grundrecht auf Verweigerung des Kriegseinsatzes Gebrauch machen.

Davon habe ich einige kennen gelernt. Die wollten irgendwas sicheres haben und gingen damals als Berufssoldaten zur Bundeswehr weil man nicht davon ausgehen konnte, dass es zu einem Krieg kommen würde. Das einzig Unangenehme damals war das ständige Umziehen. Heute Berchtesgaden, morgen Stützpunkt in den Niederlanden.

Der Abzug der Bundeswehr würde die USA und andere Kriegsparteien unter Druck setzen, ihre Truppen ebenfalls abzuziehen. Dadurch erhielte der Frieden eine echte Chance.

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Das ist ja schon Größenwahn zu glauben, dass die Bundeswehr mit ihren gerade einmal 3000 Soldaten so wichtig ist, dass die Anderen Staaten so beeindruckt wären, das sie direkt abziehen. Weder beteiligen sich deutsche Einheiten, außer dem KSK, an militärischen Operationen im Süden, noch würde ein Abzug einen Druck erzeugen. Im Gegenteil würde ein Abzug die Lage im Norden beeinträchtigen und müßte durch zusätzliche Soldaten stabilisiert werden, was für die USA wahrscheinlich nur ein geringes Problem wäre 3000 Soldaten abzustellen. Man glaubt wohl die Truppenstärke der USA wären vergleichbar mit Luxemburg. Ich frage mich außerdem, welcher Frieden eine Chance erhalten soll, wenn die Truppen abziehen? Das Land hat 25 Jahre Bürgerkrieg hinter sich.

Wir wollen Frieden für Afghanistan. Dafür rufen wir in den nächsten Wochen und Monaten zu vielfältigen örtlichen und regionalen Aktionen auf: Zu Demonstrationen, Mahnwachen, Diskussionsrunden, Informationsveranstaltungen, Gesprächen mit Abgeordneten, Flugblattaktionen und Zeitungsanzeigen. Für den 20. September 2008 rufen wir zur bundesweiten Demonstration nach Berlin und Stuttgart auf.

Was diese Leute wollen ist keinen Frieden für Afghanistan, die interessieren sie überhaupt nicht. Sie wollen eine moralische Legitimation ihrer angeblichen Überlegenheit. Aus dem zweiten Weltkrieg haben sie nichts, aber auch gar nicht gelernt. Sie vertreten eine verkommene Moralvorstellung die darauf basiert, dass andere Länder zusehen sollen, wie sie zurecht kommen. Sie fühlen sich gestört durch die Berichterstattung und unterstellen anderen, in diesem Fall der Bundesregierung und den USA, dass diese eine Neue Weltordnung im Sinn haben, die ihnen möglicherweise ein Stück der Sozialhilfe kosten könnten, wenn afghanische Flüchtlinge auch weiterhin in der Bundesrepublik bleiben. Sie sehen eine Gefahr darin, dass durch eine globalisierte Welt, in der Afghanistan und das afghanische Volk möglicherweise eine wirtschaftliche Entwicklung nehmen könnten, ihre armseeligen Moralvorstellungen über den Haufen gekippt werden.

Frieden in Afghanistan bedeutet für sie

1- Vollständiges Verbot für Frauen, außerhalb ihres Hauses zu arbeiten, welches auch auf Lehrerinnen, Ingenieurinnen und die meisten weiblichen Professionellen angewendet wird. Nur sehr wenigen Medizinerinnen und Krankenschwestern ist es erlaubt, in einigen Kabuler Krankenhäusern zu arbeiten.

2- Vollständiges Verbot für Frauen, irgendeine Aktivität außerhalb ihres Hauses ohne Begleitung eines Mahram (naher männlicher Verwandter wie Vater, Bruder oder Ehemann) durchzuführen.

3- Verbot für Frauen, mit männlichem Verkaufspersonal zu verhandeln.

4- Verbot für Frauen, sich von männlichen Ärzten behandeln zu lassen.

5- Verbot für Frauen, an Schulen, Universitäten und anderen Bildungsinstituten zu studieren (die Taliban haben Mädchenschulen in religiöse Seminare umgewandelt).

6- Forderung an die Frauen, einen langen Schleier (Burka) zu tragen, der sie vom Kopf bis zu den Zehen einhüllt.

7- Auspeitschen, Schlagen und verbale Misshandlung von Frauen, die nicht in Einklang mit der talibanischen Kleiderordnung gekleidet sind oder nicht von einem Mahram begleitet werden.

8- Öffentliches Auspeitschen von Frauen, wenn ihre Fussgelenke nicht bedeckt sind.

9- Öffentliches Steinigen von Frauen, die angeklagt sind, außerehelichen Sex gehabt zu haben. (Eine Anzahl von Liebhabern sind unter dieser Norm zu Tode gesteinigt worden). 10- Verbot, Kosmetik zu benutzen. (Vielen Frauen wurden die Finger mit lackierten Nägeln abgeschnitten).

11- Verbot für Frauen, mit Männern, die nicht Mahram sind, zu sprechen oder ihnen die Hand zu geben.

12- Verbot für Frauen, laut zu lachen. (Kein Fremder soll die Stimme der Frau hören).

13- Verbot für Frauen, Absatzschuhe zu tragen, welche Beim Gehen Geräusche produzieren könnten. (Ein Mann darf die Schritte einer Frau nicht hören.)

14- Verbot für Frauen, ohne einen Mahram ein Taxi zu benutzen.

15- Verbot des Auftritts von Frauen in Radio, Fernsehen und jeder Art von Kommunikationsmedien.

16- Verbot für Frauen, Sport zu treiben oder einen Sportclub zu betreten.

17- Verbot für Frauen, sogar in Begleitung ihres Mahrams, Fahrrad oder Motorrad zu fahren.

18- Verbot für Frauen, farbenfrohe Kleidung zu tragen. Nach der Taliban-Terminologie handelt es sich hierbei um „sexuell anziehende Farben“.

19- Verbot für Frauen, sich zu festlichen Anlässen oder für Erholungszwecke zusammen zu finden.

20- Verbot für Frauen, an Flüssen oder an öffentlichen Plätzen Wäsche zu waschen.

21- Umbenennung von Plätzen, die das Wort „Frauen“ im Namen haben. Der „Frauengarten“ wurde beispielsweise in „Frühlingsgarten“ umbenannt.

22- Verbot für Frauen, sich auf den Balkonen ihrer Wohnungen oder Häuser aufzuhalten.

23- Zwanghaftes Bemalen aller Fenster, damit die Frauen von draußen nicht zu sehen sind.

24- Verbot für männliche Schneider, bei Frauen Maß zu nehmen oder Frauenkleider zu nähen.

25- Verbot von öffentlichen Bädern für Frauen.

26- Verbot für Männer und Frauen, im selben Bus zu reisen. Öffentliche Busse müssen nun mit der Aufschrift „Nur für Männer/Nur für Frauen“ gekennzeichnet sein.

27- Verbot, weite Hosen zu tragen, sogar unter der Burka.

28- Verbot, Frauen zu fotografieren oder zu filmen.

29- Verbot, Bilder von Frauen in Zeitungen und Büchern abzudrucken, oder sie in Häusern oder Läden aufzuhängen.

Neben den Verboten für Frauen, die oben geschildert wurden, haben die Taliban:

– sowohl Männern als auch Frauen verboten, Musik zu hören.

– allen verboten, Filme, Fernsehen und Videos anzuschauen.

– verboten, das traditionelle Neujahrsfest (Nowroz) am 21. März zu feiern. Die Taliban haben diesen Feiertag als „unislamisch“ deklariert.

– den Internationalen Tag der Arbeit (1. Mai) abgeschafft, weil er als „kommunistischer“ Feiertag angesehen wird.

– allen Menschen mit nichtislamischen Namen befohlen, sie gegen islamische Namen zu wechseln.

– der afghanischen Jugend einen Haarschnitt aufgezwungen.

– den Männern befohlen, islamische Kleidung und eine Kappe zu tragen.

– den Männern befohlen, ihren Bart nicht zu rasieren oder zu schneiden, so dass er wächst, bis er aus einer Faust unter dem Kinn herausragt.

– allen befohlen, fünf Mal pro Tag die Moscheen zum Gebet aufzusuchen.

– verboten, Tauben zu halten oder mit Vögeln zu spielen, weil sie das als „unislamisch“ ansehen. Diejenigen, die dieses Gesetz missachten, werden eingekerkert und die Vögel werden getötet. Das Steigenlassen von Drachen ist auch untersagt.

– allen Sportzuschauern befohlen, beim Anfeuern „Allah-o-Akbar“ (Gott ist groß) zu rufen und mit Händeklatschen zu begleiten.

– bestimmte Spiele, unter anderen Drachensteigen, verboten, die von den Taliban als „unislamisch“ verrufen sind.

– Jeder, der im Besitz von verbotener Literatur ist, wird exekutiert.

– Jeder, der vom Islam zu einer anderen Religion übertritt, wird exekutiert.

– Alle männlichen Studenten müssen einen Turban tragen. Sie sagen, „Kein Turban, keine Bildung“.

– Nichtmuslimische Minderheiten müssen sich einen gelben Stoffflecken an die Kleidung heften, um sich von der muslimischen Mehrheit zu unterscheiden. Genauso, wie es die Nazis mit den Juden gemacht haben.

Quelle Rawa. Infos zu Afghanistan

Ps.: Spendet die Werkstatt eigentlich die Einnahmen einer Hilfsorganisation? Oder wird das Geld an einer Würstchenbude auf den Kopf gehauen.


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2 Kommentare leave one →
  1. Netzklempnerin permalink
    Juli 16, 2008 3:54 pm

    Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!

    Wieviele Joints muss man am Stück rauchen, um eine derartig verzerrte Realitätswahrnehmung hinzubekommen wie diese Möchtegern-Weltverbesserer?

    Und was würde es eigentlich für die „Friedensbewegung“ bedeuten, wenn der Drogenhandel in Afghanistan zum Erliegen kommt, und kein „schwarzer Afghane“ mehr zu bekommen ist?

    Werden wir dann vielleicht endlich mit so einem weltfremden Quatsch verschont?

    Fragen über Fragen.

  2. Juli 17, 2008 12:00 am

    Diese Figuren wollen „Frieden um jeden Preis“, aber diesen Preis sollen dann schön die anderen, in dem Falle also die Afghanen, zahlen. Aber dass diverse Friedensbewegungen und/oder Ökoorganisationen zum größten Teil aus Vollidioten und ein paar Absahnern bestehen, ist schon länger klar.

    Guter Artikel!

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