Ausblicke für 2010

Januar 2010

Bei den Wahlen in den Autonomiegebieten gehen Benyamin Netanyahu und der Likud als stärkste Kraft hervor. Die Fatah um Mahmoud Abbas landet abgeschlagen auf Platz 2. Beobachter rätseln darüber wie es kommen kann, dass Abbas auf Platz zwei landete, obwohl Likud doch gar nicht auf dem Wahlzettel stand. Die Hamas hingegen witterte eine großangelegte Verschwörung und weigerte sich die Wahlen zu akzeptieren. Ismail Haniya erklärte; „Wir werden die Wahl eines zionistischen Krebsgeschwür ebensowenig anerkennen wie wir einen Wahlsieg der Fatah anerkannt hätten.“ Der Internetaktivist, Freizeitkünstler und Hobby Rentner Erhard A. aus D. warnte auf seinem Internetportal die Palästinenser in der Westbank und drohte mit Schließung seines Portals, sollte die Wahl nicht annuliert werden. „So macht das doch alles keinen Sinn mehr! Und bitte, bevor ich mein Portal jetzt endgültig schließe, kaufen Sie doch endlich mal die Internetangebote die ich verlinkt habe! Sie können mir das Geld auch per Post schicken.“

Februar 2010

Die autonome Republik „East-Palaestine“ wird als Sonderwirtschaftszone gegründet. Erster Ministerpräsident wird Mahmoud Abbas von der Anfang Februar gegründeten Partei Likudznik. „Ohne mich, geht’s nicht!“ Mit diesem Spruch löste er Fatah auf und trat schnell in den Likud ein, damit, wie er betonte, „die Palästinenser auch weiterhin ihre Vaterfigur haben.“ Uri Avnery wurde Hausmeister im David Ben Gurion Gedächtniscenter in Ramallah. Yossi Shulef Wirtschaftsminister. Die Jugend in Tel Aviv ist ganz verrückt nach Kefijes, so dass nach kurzer Zeit die Wirtschaft brummt. -Im März beschlagnahmt der Zoll in Tel Aviv gefälschte Kefijes „Made in China“

15.02.2010: In zähen Verhandlungen einigen sich die Bundesregierung und General Motors über einen Rettungsplan. General Motors übernimmt somit 50% an der Bundesrepublik Deutschland und verpflichtet sich einen Teil der Staatsverschuldung zu übernehmen. -Wirtschaftshilfen aus Usbekistan wurden zugesagt- BMW, VW und Daimler Benz teilen sich die restlichen 50%. Neuer Bundeskanzler wird Norbert Reithofer, sein Stellvertreter wird Martin Winterkorn.

März 2010

Vor der Firmenzentrale in Berlin, ehemals Kanzleramt, wird die neue Flagge feierlich enthüllt. Sie ist in einem geschmackvollen Blau/Weiß gehalten mit gelben Applikationen und einem magentafarbenen Punkt.

März 2010: Im Gaza kommt es zu unglaublichen Szenen: Tausende von Einwohnern verlassen das Land Richtung Westbank. Die Hamas ist nicht mehr Herr der Lage. An einigen Gebäuden in Gaza-City findet man den sinnigen Satz: „Ismail, vergiss nicht das Licht zu löschen!Salam, Deine Sklaven!“

April 2010

Der Monat ist der kälteste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Verschreckte Bürger aus Husum rufen beim Forstamt an und melden Eisbären und Pinguine im Vorgarten. Der erste Rheinmarathon wird gestartet und beginnt in Weil am Rhein und endet in Utrecht. Sieger bei den Männern über die knapp 1200 Km vereiste Strecke wird der Neunzehnjährige Kees van H., Käseträger aus Venloo. Bei den Damen siegt die Zeiundsiebzigjährige Grete B. aus Kusel. Wetterforscher stehen vor einem Rätsel. Das IPCC foderte in einer Eilmeldung die Politiker dazu auf Maßnahmen zu ergreifen, damit die Temparatur um mindestens 2 Grad nach oben geht. Nach einem Schneeeinbruch in der Sahara planen die sogenannten Saharastaaten den Bau von Skiliften, sowie die Erschließung eines Skigebietes. Vertreter reisen nach Aspen/Colorado, Ischgl und Garmisch Patenkirchen um sich Informationen vor Ort zu verschaffen.

Mai 2010

Die letzten Einwohner Gazas verlassen das Land. Dabei handelt es sich ausschließlich um Hamas und ein paar Jubler. Nachdem sich der Libanon, Syrien, Iraq, Ägypten, Saudi Arabien und Tschad geweigert haben die Flüchtlinge aufzunehmen und sie an der Grenze zu Europa gescheitert sind, ist der Iran die letzte Möglichkeit.

Juni 2010

Die erste iranische Staatspräsidentin, Nasrin Amirsedghi, verweigert die Aufnahme der letzten 15000 Gazabewohner. Völlig entkräftet werden diese von UN-Mitarbeitern in einem Zeltlager nahe dem Südpol versorgt, wohin es diese letzten Standhaften verschlagen hat. Der Internetaktivist und verhinderte Nobelpreisgewinner Erhard A. aus D. wendet sich angewidert von seinem einstmaligen Objekt der Begierde ab. Verbittert schreibt er auf seinem Portal: „Die Palästinenser waren für mich die letzte Hoffnung in einer Israelfreien Welt leben zu können. Und was machen diese Leute? Sie geben einfach auf! Für mich war das nun der letzte Eintrag in diesem Portal, es lohnt sich einfach nicht mehr weiter über die Menschenrechtsverbrechen der Israelis an diesem, so einstmals stolzen Volk zu berichten. Der Quisling Haniya hat uns alle verraten.  Übrigens, wenn Sie auf die Links klicken, die von mir verlinkten Shoppingportale bieten jetzt große Rabbataktionen. 6 Bücher von Ellen Rohlfs und Uri Avnery für den Preis von Einem! Bitte kaufen Sie! Falls Sie spenden möchten, ich komme auch gerne bei Ihnen vorbei.“ Der Semit wird eingestellt, der Verleger Abi M. aus F. wird zuletzt in der Nähe der U-Bahnstation Kreml-Süd in Moskau, von einer Reisegruppe aus Berlin entdeckt. Henryk M. B., der Gewinner des Preisrätsels auf der Achse des Guten durch Moskau führt, steckt ihm ein paar Kopeken zu.

Die Betriebssportmannschaft des Automobilkonzerns Deutschland wird zum ersten Mal in der Geschichte Fußballweltmeister. Schütze des Siegtores ist der Fließbandmitarbeiter Ahmed K. aus Wolfsburg. Die Fußballverbände protestieren.

Juli 2010

Die Kältewelle hält an. Millionen Amerikaner pilgern Richtung Südpol nachdem Al Gore erklärt hat, die Katastrophe fände am Südpol statt. Südlich von Falkland erklären die ersten 13 Gründungsväter die Gründung der Vereinigten Staaten von Südland.

August 2010

Die ersten Migranten wandern ein. Es handelt sich dabei um den verbliebenen Rest der ehemals so stolzen Hamas.

Der Gaza ist jetzt Menschenleer. Da, wo vor knapp einem Jahr noch das Leben tobte und täglich Feuerwerk in Richtung Israel statt fand, nistet eine Kolonie von Seeelefanten. Das erste Israelisch-Palästinensische Joint Venture Unternehmen baut auf dem Gelände der ehemaligen Residenz von Haniya eine Fabrik zur Herstellung von Mobiltelephonen. Die SHULAMITH Company erreicht Spitzenwerte an den Technologiebörsen. Für gläubige Muslime haben die Entwickler ein unverzichtbares Schmankerl eingebaut. Egal wo man sich befindet, das Mobilphone weist immer nach Mekka.

September 2010

Deutschland boomt! Der Staatskonzern Deutschland wird zum Vorbild in Europa. Die Gewinne übersteigen die Ausgaben um ein Dreifaches, so dass in Frankreich und Italien ähnliche Joint Ventures angedacht werden. Der Papst warnt mehrfach vor den Folgen dieser Entwicklung, wird aber vom Aufsichtsrat der Vatikan AG überstimmt. Die erste Massenproduktion von Heiligen ist versandfertig. Der jüngste Coup der Marketingabteilung im Vatikan, Kondome in den Geschmacksrichtungen „Adam und Eva.“

Oktober 2010

Die Mitarbeiter des IPCC klopfen in Gaza an. Sie sind auf der dringenden Suche nach einer neuen Beschäftigung, nachdem man sie mit einem Fußtritt aus den warmen Büros hinaus befördert hat. Der Personalchef der SHULAMITH Company weist sie mit der Begründung ab: „Für Wahrsager haben wir leider keine Stellenangebote.“ Auf dem Rummelplatz und im Naherholungsgebiet für die Mitarbeiter der SHULAMITH schaffen sie es eine neue Beschäftigung zu finden. Die IPCC Tarotkarten GmbH wird die erste gewerkschaftlich organisierte Interessenvertretung für Wahrsager, Kartenleger, Astrologen und Schamanen. Zugangsvoraussetzung ist ein Abschluß in Klimaforschung.

November 2010

T.A.P.S. ist die erste Ghosthuntergruppe die aus ihrem neuen Domizil am Südpol live an Helloween ermittelt.

Jürgen Todenhöfer verschwindet spurlos. Nachdem die Taliban von afghanischen Einwohnern aus dem Land gejagt wurden und Afghanistan mittlerweile Weltweit führend in der Herstellung von Schmuckstücken aus Halbedelsteinen ist, war Todenhöfer über das Schicksal der Taliban so erschüttert, dass er sich in das afghanisch-pakistanische Gernzgebiet aufmachte um die letzten Taliban unter Artenschutz zu stellen. Gerüchte besagen dass Todenhöfer Hausmeister in der letzten verbliebenen Koranschule in Pakistan ist.

Der Iraq richtet die ersten Miss World Wahlen in Baghdad aus. Dies wurde möglich, da die Entwicklung im Nahen- und Mittleren Osten den Terroristen den Boden entzogen hat. In einem Resozialisierungsprogramm in der Nähe von Basra lernen die einstmals so stolzen „Widerständler,“ töpfern, häkeln, stricken und vernünftige Emails schreiben. Der ehemalige Terrorist Mahmoud A. erklärte stolz im iraqischen Fernsehen wie froh er jetzt darüber ist, dass er endlich seine erste Mail alleine schreiben konnte. „Es war ein langer Weg, bei Allah, aber ich bin so froh, dass ich nächsten Monat zusammen mit meinem Mitbruder ein Schreibbüro eröffnen werde. Mahmoud’s Writingoffice. Klingt toll, nicht? Da müssen alle Zuschauer kommen. Es gibt Falafel und Humus, Tanz und Gesang.“ Den Satz, „wer nicht kommt, der wird als Verräter erschossen,“ wurde von der Presse rausgeschnitten. Die Zeiten sind ja vorbei.

Dezember 2010

In einem Altersheim für ehemalige Politologen und Reisejournalisten streiten die beiden Einwohner Alfred G. und Peter S. L. darüber, wer am Bau der Pyramiden beteiligt war. P.S.L. beharrt darauf, dass er als Erster vom Bau der Pyramide in Gizeh berichtet hat und auch als erster mit Moishe das Rote Meer durchquerte. Alfred G. kann nur die letzte Trumpfkarte ziehen und bezeichnet sich als „der Architekt Europas“ und das schon vor 2000 Jahren. Nach einem Tumult den die Beiden auslösen, schickt sie der Leiter des Seniorenstifts, Nicola S., ein ehemaliger Präsident, ohne Nachtisch auf ihr Zimmer.

Jürgen Todenhöfer taucht wieder auf: Völlig entkräftet finden Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Islamabad Jürgen Todenhöfer vor dem Tor. Nachdem man seine merkwürdige Kleidung verbrannt und ihn desinfiziert hat, gibt er seine erste Pressekonferenz. „Er sei entäuscht,“ so ließ er verlauten, „Zaid, über den er extra ein Buch geschrieben hätte, wäre jetzt Mitglied einer Boyband und singt auf Hochzeiten im indischen Punjab schmalzige Liebeslieder.“ „Das Leben habe für ihn keinen Sinn mehr,“ mit diesen Worten schloss er die Konferenz. Über die Zukunft sagte er, dass er jetzt als Asket nach Indien gehen würde, weil man da noch solche Leute wie ihn schätzt. „Ein Bettlaken, ein Schälchen Reis, mehr brauche ich nicht und die Leute freuen sich dort noch.“

24.12.2010: Das erste Christlich-Islamisch-Jüdisch-Buddhistisch-Hinduistische Fest wird gefeiert. Da man sich nicht auf einen Namen einigen konnte und mal wieder ein Konflikt drohen könnte, einigte man sich auf den kurzen und schmissigen Namen „Gnarf.“ Der Weihnachtsmann heißt jetzt Gnarfmann, seine Helfer Gnarfwichtel und er selbst trägt eine Kombination aus Orientalisch-Westlicher Kleidung. Statt Mütze ist Turban angesagt.

Mal schauen wie 2010 wirklich wird. Ich wünsche allen LeserInnen ruhige Festtage und nach Möglichkeit wenig Magengrimmen. Ein Schnaps nach der Weihnachtsgans kann manchmal Wunder wirken.  In diesem Sinne viel Spaß und wenig Stress! Und für den geschätzten F.D.R. es tut mir leid, das ich so garstig war.


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3 Gedanken zu “Ausblicke für 2010

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn! « abseits vom mainstream – heplev

    • Vielen Dank!
      Auch Dir einen guten Rutsch in’s Neue Jahr. Feuerwerk wird es hier keines geben, da es im Moment wie aus Eimern schüttet, was allerdings auch sein Gutes hat: Da haben die Besoffenen massive Probleme die Zündschnüre anzuzünden.

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