Mostly Autumn

Eigentlich suchte ich nach alten Aufnahmen von Genesis, besonders nach der CD „Genesis Live“ von 1973. Ich habe zwar das Album im Schrank -1975 mühsam mit Taschengeld und Werbezettel verteilen verteilt-, aber wie das so im Laufe von über 30 Jahren ist, es doch schon leicht angeschrabbelt, obwohl ich es wie meinen Augapfel gehütet habe, nachdem ich die erste LP damals leichtsinnigerweise  verliehen und nie wieder bekommen hatte.

Wer damals Genesis hörte der galt irgendwie als Außenseiter, denn das was Peter Gabriel und Co.  so machten gehörte halt nicht zu dem, was man normalerweise von den Radiosendern bekam. Wenn man Glück hatte, dann spielte Mal Sondock abseits vom Glamrock der damaligen Zeit auch mal Genesis auf WDR2, oder der Musikladen hatte ein Herz für das Nischenpublikum. -Hier hörte ich übrigens auch zum ersten und einzigen Mal Steeleye Span mit „All Around My Hat“– Ansonsten blieb halt nur der Weg in den Plattenladen und die Hoffnung auf ein gut sortiertes Angebot.

Auf der Suche bin ich dann über Marilion auf Mostly Autumn gestoßen, da der ehemalige Frontman Fish mit der Sängerin liiert war. Mostly Autumn gehören zur Prog-Rock-Szene, wobei für mich die Begriffe immer ein bisschen schwammig sind. Die Band macht gute Musik angelehnt an die Siebziger Jahre als ein Lied nicht nach 3 Minuten endete, sondern die Gruppen in Sieben oder Acht Minuten eine komplette Geschichte erzählen konnten, oder ihre Alben komplette Handlungsstränge aufwiesen und den Zuhörer in eine musikalische Geschichte entführten. Mostly Autumn fällt, für mich zumindest, in diese Kategorie. Der Gesang und die Instrumente sind perfekt aufeinander abgestimmt, teils ein bisschen schwermütig aber durchaus hörenswert. Sehr melodiös und trotz des schwermütig anzuhörenden Bandnamen läßt einen die Musik nicht in Schwermut verfallen.

Heroes never die erinnert ein bisschen an die frühen Jahre von Genesis mit Peter Gabriel und passt irgendwie zur Jahreszeit. Auch Helms Deep geht ein bisschen in diese Richtung, wobei ich es eher unter „New Folk“ einordnen würde.  Fading Colours weicht dagegen völlig ab und ich habe so das Gefühl, als hätte man wohl bei War of the Worlds genauer hingehört.

Wer für seine Liebsten etwas zu Weihnachten sucht, oder sich selbst eine Freude machen möchte, Mostly Autumn wäre ein Tip und die Band wärmstens empfohlen.

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