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Weltreisende (Teil Eins)

Oktober 7, 2009

Durch Zufall spielte man BoB zwei einmalige Dokumente zu. Wir haben natürlich weder Kosten noch Mühen gescheut und die Tagebucheinträge eines gewissen Herrn M. A. aus Th. in IR von der weltweit anerkannten Übersetzerin Frau K. A. übersetzen lassen. Es bietet einen einmaligen Einblick über die Reisevorbereitungen des Herrn A. , sowie seine Eindrücke über eine nicht näher bezeichnete Stadt in den USA, sowie eine Übersetzung seiner Rede vor einer nicht näher bezeichneten Versammlung von Männern und Frauen. Es könnten vermutlich die Bilderberger sein, oder eine Abordnung des YMCA, sowie der Schwulen- und Lesbenvereinigung des Landes. Näheres dazu ist leider nicht bekannt, da Frau A. darauf bestanden hat die Quellen für ihr neues Buch „der Mahdi aus dem Iran, Teherans Hoffnung für die Bombe Strom aus der Steckdose, sowie Frieden für den Nahen Osten, die einzig wahren Reden“ zu benutzen.

Das zweite Dokument sind Tagebucheinträge eines Herrn M. G. aus LY -Aufenthaltsort sind in Tel Aviv und Langley bekannt-. Bei diesem Herren handelt es sich wohl um einen älteren Politiker der über die Widrigkeiten seiner Reisevorbereitung berichtet.  Sehr aufschlussreich ist die Passage über die Schwierigkeiten ein 3000 Mann Zelt in einen Airbus zu verfrachten. Aber lesen Sie selbst:

Tagebuchaufzeichnungen von M. aus der Wüste:

Liebes Tagebuch, es ist schon recht lange her, dass ich meine Gedanken notiert habe. Ich glaube das muß kurz vor der Veröffentlichungen meines grünen Buches, oder kurz nach demStaatsputsch raschen Neuwahlen gewesen sein. Wie Du sicher weißt, ach woher, ich habe den letzten ja erschießen lassen, also wie ich Dir jetzt berichte, bin ich letzte Woche in die weite Welt geflogen. Nicht zu diesem Suppenkasper nach Rom, sondern viel weiter zu diesen imperialistischen Hurensöhnen meinen neuen Freunden nach New York. Ja liebes Tagebuch, ich weiß auch nicht wieso, aber plötzlich knubbeln sich alle um mich und finden mich unheimlich sympathisch. Ein bisschen exzentrisch vielleicht, aber man ist so bemüht um mich und meine Meinung,. dass man mich unbedingt hat einladen wollen. Ich wollte ja eigentlich nicht, Du weißt ja mein Rheuma und wollte eigentlich lieber in meinem Zelt in der Wüste und meinen 32  Geliebten Leibwächterinnen bleiben. Aber dieser Ban Ki Moon hat fast geweint am Telephon und gemeint ich müsse unbedingt kommen, so dass ich mich in meiner großen Güte hab breit schlagen lassen. Ich habe sogar alle extralegalen Hinrichtungen mysteriösen Todesfälle verschieben lassen, denn den Spaß möchte ich mir ja nicht nehmen lassen, Du weißt ja, an mir ist ein zweiter Sherlock Holmes verloren gegangen. Außerdem hat man mich früher immer als Terro Terrer als Kotzbrocken bezeichnet und dieser Reagan hat ja sogar versucht mich mit einer Bombe zu erschlagen. Dabei war ich damals schon als Friedensstifter und Missionar unterwegs. Wer, wenn nicht ich, hat soviele verschiedene Gruppen an einen Tisch geholt und ermutigt kritisch zu sein. Und wenn man sich ungerecht behandelt fühlt auch mal über die Strenge zu schlagen. Das war ich doch.  Ach was hat man mich damals in Madrid als Wohltäter bejubelt. Dieser Franco, ja der wußte noch richtig die Wände wackeln zu lassen. Na ja, die Zeiten sind vorbei.

Bevor ich abschweife will ich wieder auf mich, also auf meine Reise zurück. Die Vorbereitungen waren ja schon eine Katastrophe. Kannst Du Dir vorstellen, dass mein Zelt beinahe nicht in diesen verdammten Airbus gepasst hat? Ich mußte, nachdem mir dieser Kasper am Flughafen sagte das mit dem Zelt ginge nicht, ihn standrechtlich erschießen lassen, was mir in der Seele weh getan hat. Schließlich kannte ich schon seinen Vater und habe den mal 1973 getroffen. Gut mitten zwischen die Augen, aber wir waren praktisch „So“ miteinander. Und jetzt das mit seinem Sohn….na ja, ok. Also hat man es, also der neue Flughafenchef, dann doch geschafft das Zelt so zu falten, dass es in den Laderaum passte, nebst meiner gesamten Reiseausstattung von Louis Vuitton. Wäre ja auch noch schöner gewesen wenn nicht mal Platz für 123 Schrankkoffer gewesen wäre. Wir hatten  zwar etwas Übergewicht, aber wozu brauche ich einen Außenminister.

In New York wurde ich dann am Flughafen überschwenglich von Ban Ki Moon und ein paar anderen empfangen, während diese imperialistischen Knechte am Zoll die Faxen machten. Die hatten Glück, dass wir nicht daheim waren, die Wüste wäre nämlich groß genug für die. Dann erklärte mir dieser Lakai von Hoteldirektor, dass es unmöglich sei mein Zelt in der Präsidentensuite aufzubauen. Selbst die Drohung von Schlägen und Tritten der freundliche Hinweis mit dem Ochsenziemer direkt auf seinen Kopf ließ ihn nicht zur Einsicht kommen. Also mußten Hassan und Habibi das Zelt wieder zum Flughafen bringen und nach ein paar Schlägen und Fußtritten gegenüber dem Flughafenpersonal wurde das Zelt wieder eingeladen. Die Knechte dieses US-Imperialistischen Unrechtsregime fanden das gar nicht so toll und sperrten die Beiden kurzerhand ein. Da kannst Du mal sehen, die Amerikaner haben überhaupt kein Verständnis für unsere Kultur, ein völlig intolerantes Volk, wie diese dreckigen Schweizer. Aber die werden demnächst ja auch aufgelöst und dann ist Schluss.

Ach mein Zelt fehlte mir so, ich konnte vor Migräne gar nicht richtig schlafen. Irgendwann hatte ich mich dann aber in den Schlaf geweint und wachte am nächsten Morgen völlig gerädert auf. Ich habe dann, direkt nach dem Aufstehen, eine Resolution geschrieben. Darin forderte ich die Abschaffung dieser Zeitzonen, clever nicht? Danach habe ich mich dann von meinen Leibwächterinnen frisch machen lassen und auch der kleine Mr. M. wurde ausgiebig gereinigt. Als ich fertig war, so nach zwei Minuten, wurde ich dann fein abgetrocknet und zog meine Galauniform, die des Kaisers von Afrika von meinen Gnaden, an.

Wir sind, bevor es zur UNO ging, noch ein bisschen shoppen gegangen -so nennt man das da-. Für die Kinder habe ich das halbe Tiffanys gekauft und man kann sich gar nicht vorstellen wie wirkungsvoll eine Reitpeitsche bei Rabattverhandlungen ist. Ich habe den ganzen Plunder fast umsonst bekommen. Das nenne ich mal Service- und Dienstleistung. Respekt, man kann über die Amerikaner sagen was man will, aber die verstehen ihr Handwerk und den Kunden. Wir waren dann noch am Timessquare, ich muß sagen der Ghadafi-Boulevard ist prächtiger und ich habe den kompletten Mc Donalds gekauft, weil wir ein leichtes Hungergefühl hatten. Der gehört mir jetzt, samt Personal, aber leider darf ich mit denen nicht machen was ich will. Verstehe ich zwar nicht so ganz, weil ich daheim ja auch machen kann was ich will, aber die sehen das nicht so gerne.  Naja, dann sehen die mal wie Gutherzig ich sein kann.

Überhaupt, ich will ja jetzt nicht angeben, aber New York ist doch ziemlich klein, gut die Häuser mögen ein kleines bisschen höher sein als die Muamar el Ghadafi Moshee in Tripolis, aber so im Großen und Ganzen ist unsere Wüste größer. Ich verstehe überhaupt nicht wie man da so einen Wirbel drum machen kann, oder gar Lobeshymnen verfassen. Mir ist das eh alles zu hektisch da. Ich bevorzuge ja eher das ruhige und beschauliche. Das trippeln eines Skorpions auf dem Wüstensand, so wie den Stich und den nachfolgenden Schrei seines Opfers. Hier jagt alle Naselang ein Krankenwagen, Polizei oder Feuerwehr durch die Stadt. Furchtbar und die New Yorker so arrogant. Zum Glück war ja dann am Abend meine große Rede vor der UNO.

Was soll ich Dir da berichten liebes Tagebuch. Es war ein Triumph! Man hat mich da so unheimlich gefeiert, das gab es nicht mal bei Yassir Arafat. Gut, es haben einige den Saal verlassen als ich zu meiner Rede ansetzte, aber die, die geblieben sind, waren begeistert und ich kann nicht umhin, dass ich mir von Zeit zu Zeit eine Träne aus dem Auge wischen mußte. Du weißt ja, ich bin emotional doch etwas sentimental gestrickt. Der Vertreter von Gabun hat mir so lang die Hand geschüttelt und mir vor Begeisterung immer wieder auf die Schulter geklopft, dass meine rechte Seite danach völlig taub war. Dabei habe ich doch nur ausgesprochen was alle denken, also meine Wahrheit, die ich auch damals im Grünen Buch geschrieben hatte. Danach habe ich dann mein Avatar in das Rednerpult geritzt, “ MC Muamar and the 1000 Kingdoms of Zulunation were here. We’re all Zulu!“

Meine Rede hier noch mal in der Kurzfassung:

„Sehr geehrte Arschlöcher, liebe Neger!

Es ist schon eine Frechheit, dass ausgerechnet ich, der größte lebende Staatsmann nicht im UNO-Sicherheitsrat sitze. Dabei bin gerade ich derjenige, der wohl mehr von internationalem Terrorismus versteht, als der derzeitige Sicheitsratsvorsitzende dessen Namen mir jetzt nicht einfällt. Von daher sollte dieser Terror-Rat auch von einem Terroristen geführt werden, also von mir und sich dann dementsprechend unterordnen. In Lybien haben wir das Sprichwort, „Du kannst einem Kritiker nur einmal zwischen die Augen schießen, deswegen ist es besser ihn zu vierteilen, dann hat man länger was davon.“ Sie dagegen haben nicht mal meine wirklich konstruktiven Vorschläge in die Menschenrechtscharta aufgenommen, was ich zutiefst empörend finde. Die Charta ist eine Schande für die gesamte Menschheit unterhalb Lybiens, enthält sie ihnen doch das Recht vor durch mich, den einzig legitimen Vertreter afrikanischer Interessen sprechen zu dürfen.

Aber was will man auch von einer Vertretung erwarten, die zu 90% aus zionistischen Abkömmlingen besteht und der Rest aus zionistischen Agenten in Diensten eines zionistischen Staates. Wenn der zionistische Staat mit dem Finger schnippt, dann werden ganze Völker überfallen und ausgebeutet. Öltechnisch, wie Palästina. Sollte das nicht machbar sein, dann erschafft man in UN-Laboratorien, die ich hier selber gesehen habe, den Schweingrippenvirus und läßt diesen auf arabische Staaten los. Nur Allah hat verhindert, dass es zu keiner Katastrophe kam, weil es bei uns keine Schweine gibt. Wir haben nämlich ganz erfolgreich die Juden aus dem Land getrieben und dulden keine Kirchen.

Nicht Lee Harvey Oswald war der Mörder von J.F.K. sondern der zionistische Mossad hat diesen ehrenwerten Mann beseitigen lassen, weil er den israelischen Interessen in Vietnam und der arabischen Halbinsel im Weg stand. Die nachfolgenden Präsidenten haben sich in einen langen und verlustreichen Krieg um vietnamesisches Öl in’s Unglück stürzen lassen und mehr Opfer gefordert als der angebliche zweite Weltkrieg den, und das ist kein Geheimnis, die Imperialisten begonnen haben. Überhaupt haben die Kriege dieser UNO Vollversammlung mehr Opfer gefordert als der gesamte zweite Weltkrieg. Die Kolonien wurden ausgeblutet und von der UNO toleriert und mehr als 12 Millionen Lybier wurden durch die Italiener zwischen 1921 und 1941 brutal ermordet. Aber wir haben, genauso wie die Kolonien nie eine Entschädigung seitens der UNO erhalten. Die 1000 Königreiche in Afrika gingen leer aus und Lybien ganz besonders. So spucke ich auf die Deutschen als sie damals vor lachen unter dem Tisch lagen, als ich Entschädigung für die Kriegsschäden des Deutschen Afrikakorps verlangt habe. Schmidt dieser Drecksack hat mir damals ausrichten lassen, wo nix ist, kann man auch nichts kaputt machen. Ebenso diese britischen und französischen Hundesöhne die mir mitteilten, schließlich sei Lybien ja von den Italienern befreit worden, während der damalige Ministerpräsident Italiens bedauernd seine Hosentaschen nach außen krempelte und sagte, „wir haben nix, alles leer.“ An Italien konnten wir Rache nehmen und besitzen 70% des italienischen Staates, aber wir wollen mehr. Ich fordere im Namen Afrikas, dessen selbsternannter Vertreter und Sprecher ich bin, 7,77 Trilliarden Trillionen Dollar Entschädigung, bin aber auch mit 7,77 Billionen zufrieden und verspreche, ich gehe hier nicht weg, als bis nicht die Kohle auf dem Tisch, oder meinem schweizer Bankkonto, die mir sowieso bald gehört, liegt. Ich habe ja schon vorsorglich einen Antrag auf Auflösung dieses kleinen Fliegenschiss gestellt und werde als nächstes einen Antrag auf Auflösung der UNO, sowie einen kompletten Umzug nach Tripolis stellen, da New York, was den Terrorismus betrifft nicht sicher ist und ich Angst habe, dass mich ein Dodge mit zionistischen Kennzeichen überrollen könnte.“

Du siehst liebes Tagebuch, eine völlig harmlose Rede. Danach habe ich ja auch den amerikanischen Präsidenten lobend erwähnt der ja fast schon einer von uns ist.

So, jetzt ist gleich Mittag mein neuer Freund Hugo will zusammen mit Mahmud zum Mittagessen kommen. Danach muß ich noch die Pläne für die Neugestaltung der Schweiz machen, falls mein Antrag durchkommt und danach dann der übliche Arbeitsalltag. Hinrichtungen, getürkte Prozesse gegen Ausländer usw. Soll ja niemand sagen Lybien achte nicht die Menschenrechte.

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