Jubelperser

oder „pfeifen wir im dunklen Wald“

Das es Blitzbirnen gibt, die heute noch Mussolinis, Hitlers, oder Francos Geburtstag feiern und wie im Falle Spaniens, zum Mausoleum des Caudillos pilgern und bittere Krokodilstränen vergießen, dass der große Franco nicht mehr ist -der nebenbei bemerkt eine Stimme wie ein Kastrat hatte und so gar nicht Caudillohaft rüberkam- weiß ein jeder, der in einer ehemaligen Diktatur aufgewachsen ist. In Deutschland gibt es diese geistigen Vollwaisen die jedem Altnazi hinterher hecheln, in Italien habe ich mal einen Marsch der ewiggestrigen aus der Nähe betrachten dürfen und in Spanien werden die Mumien schon belächelt, die sich das Valle de los Caidos raufschleppen, denn auch wenn die spanische Regierung 2007 jegliche Sympathiekundgebungen verboten hat, so sieht man noch genügend alte Greise.

Im Falle des Iran und seinem verrotteten Mullahregimes, gibt es leider nicht nur im Iran selber immer noch eine breite Unterstützung -30 Jahre lassen sich nicht leugnen-, nein auch im Ausland haben sich wackere (lol) Menschen der Verteidigung dieses Regimes verschrieben und werden nicht müde das Regime auch noch zu glorifizieren. Statt das sie sich, wie es sich für einen aufrechten Kämpfer eigentlich gehören würde, als Bassidsch den Menschen entgegenstellen, die endlich Freiheit haben wollen, sitzen sie mit ihren kruden Gedanken im Westen vor ihrem Computer mit zionistischer Technik, genießen die Freiheiten die ihnen die westliche Demokratie gewährt und die sie den Menschen im Iran versagen möchten und beißen dabei vor Wut in die Tastatur, dass die Opposition im Iran eine breite Zustimmung im Ausland findet.

Mit wahrhaft martialischen Namen ausgestattet, begeben sie sich auf den Internetdjihad und verteidigen „ihren Iran“ als ginge es um den Garten Eden. Bei WordPress spukt schon seit längerer Zeit ein Vertreter dieser wirklich selten dämlichen Spezies rum und nennt sich martialisch „Islamicrevolutionservice“. Was ich als Völlig hirnverbrannte ohne Substanz übersetzen würde. Von der Weltrevolution träumen sie da, vom Sieg der islamischen Revolution über den Rest der Welt und im Falle der Ereignisse im Iran kämpft man tapfer virtuell bis zum Endsieg. Da werden die wildesten Verschwörungen konstruiert und man versucht den Schulterschluß des Proletariats mit der kämpfenden Arbeiterschaft. Irgendwie wirkt das ganze, wenn man sich die Bilder anschaut, wie eine schlechte Realsatire, aber der, oder die Betreiber fühlen sich in der heiligen Pflicht gegen alles Subversive anzutreten. Mich erinnert das an die letzten Tage 1945, als Phantomarmeen über diverse Karten hin- und hergeschoben wurden, um den Endsieg möglich zu machen. Man kann nur hoffen, dass WordPress ein Einsehen hat und den Jungs den Ausgang zeigt. Danach können sie ein Ticket heim in den Iran bekommen. Dort warten genügend Menschen die diesen Rotzlöffeln zeigen, wo Bartels den Most holt.

Eine andere Koryphäe der absoluten Dummheit, praktisch Brain in a Nutshell, ist mein ganz persönlicher Liebling Willi Langthaler aus Wien und seine esoterische Sektierergruppe AIK. Ich dachte ja immer, dass die den Friedhof der Namenlosen bereichern wollten, aber anscheinend habe ich da irgendwas mißverstanden. Bisher erfreuen sie sich bester Gesundheit, was ich natürlich sehr begrüße, denn wenn ich Willis Traktate lese, dann bekomme ich immer einen Lachkrampf. Nachdem er sich schon bedingungslos an des Führers Seite äääh an des Mullahs Seite stellte und in epischer Breite die Wahlen im Iran kommentierte, ist er, wie seine rechten und pseudolinken Gesinnungsgenossen, auffallend still zur gegenwärtigen Situation.

Hoffnung keimte bei mir, als ich was zur Wahlfälschung las und dachte schon der Willi wäre in einem österreichischen Wallfahrtsort eingekehrt, oder einer der Babenberger hätte ihm mit einem Morgenstern einen Lichtblick verschafft, als er in Heiligenstift unterwegs war, aber als ich dann genauer suchte, da wurde mir klar, dass der Willi die Demokratie im Libanon bitterlich beweinte. Akribisch versucht er nachzuweisen, dass ja eigentlich die Hizb’ullah gewonnen hat. Schließlich hat er seine eigenen Umfragen  zwischen Ottakring und Maria Hilfer durchgeführt und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Wiener an sich und der Libanese im Allgemeinen, einen Wahlsieg der Hizb’ullah getippt haben. Nun weiß ich nicht, ob hier nicht Wahlfälschung vorliegt und der Willi jedem Wiener Sandler zwischen den Bezirken a Eitrige, a Bugl un‘ a Hüls’n versprochen hat, um auf das Wahlergebnis zu kommen -im 12. hätten sie ihm mit einem kräftig freundlichen  „geh Scheissen! Stehbrunzer/Hustinettenbär“ einen Tritt in den Hintern verpasst. Oder in Favoriten geschaut ob man mit einem AIKler von der Brücke aus wirklich die Brotfabrik treffen kann, aber da hat er sich nicht hingetraut- damit er eine Wahlfälschung beweisen kann. Sein G’spusi würde der Willi ja nie in einen Schleier hüllen und immerhin bringt seine Frau ja die Marie heim, während der Willi als Dauerstudent und Dauer Mutterschaftsurlauber seine wirren Pamphlete im Internet veröffentlicht. Zwischen Pampers und Mütterberatung bei der Caritas.

Aber für den Libanon und den Iran, da hat der Willi schon so seine Ansichten, weil die nicht nur gegen die USA und Israel sind, sondern so ganz toll die Menschen unterdrücken, ok im Libanon jetzt nicht, aber da arbeitet er dran. Ich bin mal im 17. auf der Maria Hilfer an einem SM Studio vorbeigefahren, vielleicht finden sich ja ein paar Mildtätige Menschen aus Wien, die dem Willi da mal einen Event finanzieren. Der wilde Hassan Nasrallah, oder ein Mahmouddouble mit Strapse. Vielleicht wäre er danach etwas entspannter. Aber nicht vergessen Willi, Kind vorher im Hort abgeben.

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