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D-Day

Juni 5, 2009

Am Abend des 05. Juni 1944 bestiegen 6700 Soldaten der 101. Luftlandedivision unter dem Kommando von Major General Maxwell Davenport Taylor ihre C-47 Maschinen.  Zeitgleich gingen die Soldaten der 6. Britischen Luftlandedision und die 82. amerikanische Luftlandedivision in ihre Lastensegler, bzw. C-47 Maschinen.

Unter dem Codenamen Operation Neptun:  Operation Tonga (6. Britische Luftlandedivision), Chicago (101.) und Detroit (82.), sollten folgende Ziele erreicht werden: Die 6. Luftlandeeinheit hatte den Auftrag, die Region zwischen Orne und Dives einzunehmen, diesen Raum zu halten und  eine linke Flanke für die Landungstruppen zu bilden. Daneben sollten einige Brücken gesprengt werden, um einen Nachschub für die deutschen Truppen zu verhindern und die Orne-Caen-Kanal brücken einnehmen und gegen anrückende deutsche Truppen zu verteidigen. Ein weiterer Auftrag war die Zerstörung der Küstenbatterie Merville. Die amerikanischen Truppen sollten im Hinterland der Landungszone abspringen und sich Richtung Strand vorarbeiten, damit die amerikanischen Einheiten so schnell wie möglich vom Strand wegkommen würden. Eine weitere Aufgabe war die Sicherung der Flanken, sowie das zerstören der Küstenbatterien.

Gegen 23:00 Uhr starteten die Flugzeuge und Lastenseegler richtung französische Küste. Kurz nach Mitternacht sprangen die ersten britischen Fallschirmjäger ab und die Lastensegler segelten Richtung Orne-Caen Kanal. Kurz nach der Landung stürmten die Paratrooperaus ihren Maschinen und stießen bei ihrem Überraschungsangriff auf wenig Gegenwehr, so dass die gesetzten Ziele in relativ kurzer Zeit erreicht werden konnten. Bis zum Abend des 6. Juni konnten sich die Männer gegen deutsche Angreifer verteidigen und ihre Stellungen halten. Weniger Glück hatten die Männer der 101. und 82. Luftlandedivision. Schlechtes Wetter, unmarkierte Landezonen, unübersichtliches Gelände und schweres einsetzendes Flakfeuer zwangen die Piloten dazu, das grüne Licht früher einzuschalten, damit die Paratrooper abspringen konnten. Und das mit fatalen Folgen. Die Soldaten wurden über eine weiträumige Fläche verteilt. Viele Soldaten wurden noch vom Boden aus erschossen, einige landeten in in den überschwemmten Feldern und ertranken, da sie mit ihrer schweren Ausrüstung nicht schwimmen konnten.  Von anfänglich 6700 Mann, hatten am Abend ca. 2500 Soldaten der 101. die vorgesehenen Landezonen zum sammeln erreicht. M.D. Taylor war der erste US-General im zweiten Weltkrieg der seinen Fuß auf französischen Boden setzte.

Die 82. Luftlandedivision unter dem Kommando von Lieutenant General James M. Gavin sollte in der Nähe von Sainte-Mère-Église ihre Stellungen einnehmen. Auch hier kam es zu Problemen und Teile der Division wurden über die Landezone hinweg auf die Stadt zugetrieben. Da es vorher noch zu Angriffen durch die alliierte Luftwaffe, sowie Abwürfen von Ruperts waren die deutschen Verteidigungskräfte gewarnt. In die Löscharbeiten an der Kirche von Sainte-Mère-Église, schwebten die Mitglieder der 82. und wurden, noch am Schirm hängend vom Boden aus unter Feuer genommen. Traurige Berühmtheit erlangten die Privates John Steele und Ken Russel, die jeweils rechts und links mit ihren Fallschirmen an den Erkern des Kirchturms hängen blieben. Nur durch den beherzten Einsatz eines Kameraden, der, schwer verwundet, einen deutschen Soldaten erschoss, als dieser gerade auf die Beiden zielte, blieben beide am Leben. Den Resten der 82. gelang es dann gegen Morgen des 6. Juni die Stadt vollständig zu erobern und zu sichern.

Militärisch war Operation Neptun kein voller Erfolg, auch wenn einige Ziele erreicht wurden, so war der Ausfall der 101. Luftlandedivision eine schwere Hürde bei der Operation Overlord. Neptun hatte auch gezeigt, wie wichtig eine exakte Planung ist. Außerdem hatte Neptun bewiesen, dass Luftlandeoperationen im Rücken des Feindes ein wichtiges Elelement der modernen Kriegsführung sind. Mußten die Truppen im 1. Weltkrieg mühsam herangeführt werden, so konnten nun größere Truppenverbände durch die Luft transportiert und an ihrem Einsatzort abgesetzt werden. Für die Nachrückenden Verbände ein unschätzbarer Vorteil, da man seine Streitkräfte besser und effektiver einsetzen kann.

Men of D-Day

Operation Neptun

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