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Falkland

Mai 17, 2009

Wer erinnert sich noch an den Falklandkrieg? Immerhin dauerte die Schlacht um „ein paar eisige Felsen“, wie Ronald Reagan es nannte, vom 02. April 1982 bis zum 20. Juni 1982 und brachte in der Folge eine Diktatur zum Einsturz. Außerdem zeigte der Konflikt nicht nur, dass selbst Staaten, die vermeintlich auf der gleichen Seite standen -auch wenn Argentinien eine der blutigsten Diktaturen Südamerikas war-, schließlich waren beide Verbündete der USA, wahrscheinlich bis zum äußersten gegangen wären und auch über einen atomaren Schlag nachdachten.

Die Malvinas/Falklands sind eine Einöde im tiefsten Südatlantik und wer Bilder, oder Filme über die Inseln gesehen hat, der war damals -und ist es wahrscheinlich Heute noch- froh, dass er dort nicht leben mußte. Ich würde dort wahrscheinlich auf der Stelle erfrieren. Für Argentinien allerdings sind diese Inseln nicht nur eine Prestigefrage, sondern tief und fest verankert im Bewußtsein. Diese Erfahrung durfte ich damals machen, als ich sowohl mit einem Argentinier, als auch mit einem Engländer zu tun hatte. Beide pflegten bis zu dem Konflikt einen kollegialen Umgang, als allerdings die Feindseeligkeiten begannen gingen sie sich aus dem Weg. Herrschte beim argentinischen Kollegen Anfangs noch so etwas wie Nationalstolz über die anfänglichen Erfolge, so waren am Ende beide froh, dass die Kämpfe beendet waren, starben während der Kampfhandlungen etwa 1200 junge Männer. Gelernt habe ich in diesem Konflikt, dass man, wenn man sich mit etwas beschäftigt, mehrere Seiten hören und lesen sollte und sich in die Materie vertieft, bevor man sich ein Urteil bilden kann. Mein argentinischer Bekannter gab mir ein Buch über Argentinien und erzählte mir über die Flora und Fauna, sowie die Gechichte des Landes. Er erzählte mir, dass die Malvinas 1766 an Spanien fielen und im Zuge der Unabhängigkeit an Argentinien. Der englische Bekannte lieh mir mehrere Bücher über die englische Geschichte und auch Militärhistorie. Lange befanden sich die Malvinas nicht in argentinischer Hand, denn 1833 besetzten die Briten wieder kurzerhand die Inseln und richteten kurz darauf eine Kolonialverwaltung ein.

Im ersten Weltkrieg trafen bitische und deutsche Kreuzerverbände vor der Insel zusammen und lieferten sich eine der größten Seeschlachten dort.  Dann wurde es ruhig um die Inseln.

1976 wurde Argentinien wieder von einer Militärdiktatur regiert, deren Machthaber mit jeglicher Brutalität und Gewalt gegen ihre Gegner vorgingen und man wahrtscheinlich nie erfahren wird, wieviel Menschen Opfer geworden  sind, da es in Argentinien für Regierungen immer noch schwierig ist Kommissionen einzurichten, die sich der Aufklärung verschrieben haben. Denn auch wenn die Alten sterben, die Strukturen innerhalb des Militärs sind noch vorhanden.

Um von der Innenpolitik abzulenken, verfielen die Machthaber darauf an die nationalen Gefühle zu appellieren. Inflation und der Druck, sowie die Isolation, von außen, ließen die Machthaber auf verschiedene Pläne kommen. 1978 präsentierten sich die argentinischen Machthaber während der WM von ihrer besten Seite und bereitwillig ließ sich FIFA vom faschistischen Regime für deren Zwecke mißbrauchen. Allerdings hielt die PR nicht lange an und kurz nach der WM plante man einen Angriff auf Chile, um damit territoriale Streitigkeiten ein für alle mal aus der Welt zu schaffen.

Den Machthabern in Buenos Aires wäre es damit gelungen innenpolitisch von  Inflation, Arbeitslosigkeit und exzessiven Menschenrechtsverletzungen abzulenken. So wollte man am 22. 12. 1978 mit dem Angriff auf Chile beginnen, wurde aber, auf Vermittlung des damaligen Papstes Johannes Paul II., gezwungen sich mit Chile an einen Tisch zu setzen und die Pläne wurden von der argentinischen Führung verworfen. Anfang der 80er Jahre verstärkte sich der Druck auf die Junta und General Galtieri putschte sich gegen den Juntachef Viola an die Macht. Um das Vertrauen des Volkes zu gewinnen, setzte Galtieri von Anfang an auf die nationale Karte und damit auf den Dorn im Fleisch der argentinischen Geschichte, die Malvinas. Kurz nach dem Putsch ließ er Pläne für eine Invasion auf den Malvinas entwickeln und vorantreiben.

Groß Britannien war zu dem Zeitpunkt auf einen Krieg nicht vorbereitet. Nicht nur die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zwangen London zu Sparkursen, was besonders die Rüstung spürte, auch die Entwicklung in der Politik nach dem zweiten Weltkrieg ließen Downing Street an einem Krieg eher zweifeln. In den ehemaligen Kolonien hatte man sich nach dem zweiten Weltkrieg allenfalls mit Polizeiaktionen begnügt, wie zum Beispiel in Kenia, ansonsten entließ man nacheinenander die Kolonien in die Unabhängigkeit und konzentrierte sich eher auf eine mögliche Auseinandersetzung mit dem Warschauer Pakt im Rahmen der NATO. Das ganze Konzept wurde darauf ausgelegt, so dass man sich über ein paar Felsen wenig Gedanken machte. Als Ende der 70er Jahre Geheimdienstberichte des MI6 eintrafen, dass die argentinische Junta Kriegsgelüste hegen würde, nahm man die Berichte zwar zur Kenntnis, da aber nichts weiter passierte vergaß man die Berichte wieder und zog, aus finanziellen Gründen die meisten Einheiten von den Falklands ab. Vor allem überlegte man sich in London, ob man nicht gänzlich seine Politik ändern sollte und im Falle der Falklands, den Bürgern die englische Staatsangehörigkeit ganz entzieht und diese, wie Australien, als eigenständigen Staat betrachtet, der dem Staatenbund zugehörig ist, aber keinen Anspruch auf England besitzt.

Argentinien wähnte sich schon als Sieger, obwohl man noch nicht mal einen Fuß auf die Insel gesetzt hatte und durch die Wahl Thatchers 3 Jahre zuvor war man der Meinung, dass man leichtes Spiel hätte, denn man hielt Margaret Thatcher für ungeeignet darauf zu reagieren, schließlich, so die Meinung Galtieris wäre sie nur eine Frau und würde schon kuschen. das also waren die Faktoren die dazu führten, dass die Argentinier am Morgen des 2ten April 1982 gegen kurz nach 5 eine Invasion der Insel begannen. Nun war zwar die englische Truppe aus 80 Marines und 15 Angehörigen der HMS Endurance den Invasionsstreitkräften unterlegen, trotzdem gelang es den Briten durch eine geschickte Verteidigung den Argentiniern nicht nur empfindliche Verluste zuzufügen, sie schafften es auch die anrückenden Truppen eine zeitlang am Strand zu halten. -Was zeigt, dass es von Vorteil ist, wenn man Berufssoldaten und keine Wehrpflichtarmee hat-

Die Einnahme von Port Stanley wurde in Buenos Aires wie der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1978 gefeiert und die Plaza Mayor war voll bis zum letzten Winkel. Im Überschwang der Gefühle war so mancher bereit, der Junta auch die Menschenrechtsverletzungen zu verzeihen. In London allerdings erinnerte der Verlust Port Stanleys an Dünkirchen 1940, Birma usw. Allerdings hatte die britische Führung, im Gegensatz zum zweiten Weltkrieg kein Konzept was man hätte als schnelle Reaktion anwenden können. Was man allerdings hatte, das war eine eiserne Lady, die sich nicht mit dem Verlust zufrieden geben wollte und den Verteidigungsminister dazu zwang, dass dieser sich ein Konzept überlegen sollte. Für England ging es nicht um einen Gesichtsverlust wegen ein paar Inseln, für England ging es um mehr, um die Glaubwürdigkeit in der Welt. So wurde von den englischen Militärs ein Planspiel umgeändert, dass eigentlich die Eroberung Norwegens durch die Sovietunion vorsah, sowie die Gegenmaßnahmen der NATO um die Rückeroberung Norwegens durchzuführen.

Ab dem 5. April 1982 lief die größte Militäroperation seit dem 2ten Weltkrieg auf Hochtouren, um die Falklands zurück zu erobern. Großbritannien konnte sich dabei nicht, wie im 2ten Weltkrieg, oder dem Suezkrieg, auf Verbündete verlassen, sondern war auf sich allein gestellt. Ab Ende April  war die britische Armee einsatzfähig und am 01. Mai erfolgte die Operation Black Buck, als Avro Vulcan Bomber einen Angriff auf Port Stanley flogen und damit eher einen psychologischen, als einen strategischen Sieg davon trugen. Sie zeigten damit, dass es britischen Flugzeugen möglich war, auch argentinische Städte zu erreichen. Das argentinische Luftkommando begann daraufhin die Luftverbände neu zu ordnen, damit eine Verteidigung argentinischer Städte gewährleistet sein würde.

Im Verlauf war das kein Vorteil, selbst wenn auf Wikipedia behauptet wird, dass Argentinien schon zu Beginn des Krieges die Luftherrschaft über die Falklands aufgeben mußte, so stimmt das nicht, wie der Seekrieg zwischen Argentinien und England zeigen sollte. Die englischen Streitkräfte hatten einen psychologischen Vorteil, besonders nach der Versenkung der Belgrano am 2ten Mai 1982, aber das Ziel die Lufthoheit zu bekommen, um damit Landeoperationen zu unterstützen hatte man nicht und das ist eigentlich das primäre Ziel der Landoperationen, die Möglichkeit eigene Truppen aus der Luft zu unterstützen und den Widerstand am Boden zu brechen.

Zwei Tage nach der Versenkung der Belgrano gelang es der argentinischen Luftwaffe die HMS Sheffield entscheidend zu treffen, so dass diese am 10. Mai sank. Die Sheffield sollte auch nicht das einzige Schiff bleiben, dass in der Folge versenkt wurde. Insgesamt verlor man 7 Schiffe durch die argentinische Luftwaffe, darunter zwei Zerstörer und zwei Fregatten. Und auch wenn Argentinien einen hohen Verlust an Flugzeugen hatte, so gelang es im Verlauf doch den Gegner empfindlich zu treffen. Allerdings und das war das entscheidende, waren die britischen Truppen besser ausgebildet, da man über eine Berufsarmee verfügte und dieser Armee auch alles zur Verfügung stellte was diese brauchten.

Die Soldaten auf argentinischer Seite waren zu über 90% Wehrpflichtige die noch nie einen Kampfeinsatz mitgemacht hatten. Außerdem waren sie auf den Falklands völlig vom Mutterland abgeschnitten und hatten so gut wie nichts. Damals habe ich in englischen und spanischen Zeitungen gelesen, dass man sich durch Einbrüche bei der Zivilbevölkerung mit Nahrung versorgt hat und die Ausrüstung für einen Krieg in so einer Umgebung auch absolut nicht geeignet war. Die Jungs waren tapfer, aber es war völlig idiotisch was sie dort machten und nachdem die Briten Bodentruppen landen konnten, hauptsächlich Fallschirmjäger, Marines, sowie Einheiten der Welsh Guards, ergaben sich die argentinischen Soldaten reihenweise. Teilweise waren sie mannschaftsmäßig in der Überzahl.

Am 15. Juni nahmen Einheiten der Welsh Guards Port Stanley nach großen Verlusten bei der Anlandung ein und die Kampfhandlungen endeten dann schließlich am 20. Juni durch die Kapitulation der Argentinier. Auf englischer Seite verloren 255 Soldaten ihr Leben, 264 brachten sich danach um, weil sie alles nicht verarbeiten konnten. Auf argentinischer Seite starben ca. 650 -andere Quellen berichten von knapp 1800- Soldaten und ca, 450 starben danach durch Suizid. England überlegte ernsthaft den Einsatz von Atomwaffen gegen argentinische Städte, sollte es den britischen Streitkräften nicht bis Ende Juni gelingen den Krieg zu beenden.

Nach dem Krieg schlug die anfängliche Euphorie in Argentinien in Ablehnung um und Teile des Militärs zwangen zusammen mit Bürgerrechtlern die Junta zur Abdankung, denn das Malvinasabenteuer, wie argentinische Zeitungen schrieben, hatte den argentinischen Staat in den absoluten Staatsbankrott getrieben und argentinische Militärs waren der Meinung, es wäre gut, wenn man sich aus der Politik zurückzieht und sich eine demokratische Regierung blamiert -was ja nicht der Fall war, trotz der Krisen-. Argentinien hat es geschafft sich demokratisch zu legitimieren und die Malvinas werden wahrscheinlich auf ewig im Postleitzahlenverzeichnis Argentiniens bleiben.

Margaret Thatcher bewies mit dem Falklandkrieg, dass sie genausogut wie ein Mann regieren konnte und durch ihre Härte und Unerbittlichkeit gelang ihr die liberale Revolution in England, sowie der wirtschaftlichen Aufschwung, vor allem stieg Groß Britannien international im Ansehen.

1987 habe ich einen Artikel in einer englischen Zeitung zum Falklandkrieg gelesen. Der Autor vertrat darin die Ansicht, dass, hätte es den Krieg nicht gegeben und den Sieg der britischen Streitkräfte, Margaret Thatcher wohl danach von den Wählern hinweggefegt worden wäre und sie ihren Kurs nie hätte so durchführen können, wie sie es im Laufe der Jahre gemacht hat.

Von daher war der Falklandkrieg einer der bedeutendsten Kriege des 20ten Jahrhunderts, auch wenn man ihm nicht so viel Bedeutung zumessen möchte und ihn eher als regionalen Konflikt sieht. Mir sind die Bilder vom Falklandkrieg, brennenden Schiffen und völlig verschüchterten, halb erfrorenen  jungen argentinischen Soldaten, noch sehr geläufig. Vor allem waren es für mich schwierige Wochen, da der Umgang mit zwei Bekannten, die ich sehr mochte, recht schwierig waren.

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2 Kommentare leave one →
  1. Peter permalink
    Mai 18, 2009 8:39 am

    Die Niederlage der Argentinier darauf zurück zu führen, dass es sich um eine Wehrpflichtigenarmee handelte ist falsch. Viele Faktoren bleiben dabei unberücksichtigt. Einmal das unterschiedliche Selbstverständnis in der Führung, die man in der damaligen argentinischen Armee nur als feudal bezeichnen kann. Der Standesunterschied, typisch für südländische Mentalität, führte zu einem schlechten Verhältnis zwischen Offizieren und Unteroffizieren und Mannschaften. Die Ausrüstung entsprach südamerikanischem Standard und bis auf wenige Ausnahmen nicht dem der NATO. Schlechte Ausbildung gibt es auch in Berufsarmeen. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch die britische Armee keine Kriegserfahrung. Eine europäische Wehrpflichtarmee hätten die Briten nicht besiegt.

    • taylor1944 permalink
      Mai 18, 2009 10:09 pm

      @ Peter

      Die Niederlage der Argentinier darauf zurück zu führen, dass es sich um eine Wehrpflichtigenarmee handelte ist falsch.

      Es war einer der Gründe. Die Armee war schlecht ausgebildet und es wurden Einheiten eingesetzt, die aus dem Norden des Landes stammten, aber über keinerlei Erfahrung mit dem kalten Klima hatten. Außerdem klappte der Nachschub hinten und vorne nicht.

      Viele Faktoren bleiben dabei unberücksichtigt. Einmal das unterschiedliche Selbstverständnis in der Führung, die man in der damaligen argentinischen Armee nur als feudal bezeichnen kann.

      Das mag für manche südamerikanische Armee gelten, allerdings nicht für die Argentinische. Die Armee stand loyal hinter ihren Generälen. Man sah sich als Bewahrer der Traditionen und hat dann ja auch geputscht. Bis 1983 war Argentinien völlig instabil und sowohl Videla, als auch Galtieri haben auf die nationale Komponente gesetzt, um von den Problemen -Inflation von über 400% und Menschenrechtsverletzungen, sowie den Protesten- abzulenken. Mir sind die Bilder noch gut in Erinnerung, als die Argentinier im Taumel der Gefühle über die Straßen rannten.

      Der Standesunterschied, typisch für südländische Mentalität, führte zu einem schlechten Verhältnis zwischen Offizieren und Unteroffizieren und Mannschaften.

      Dafür waren sie recht erfolgreich, weil sowohl Videla, als auch Galtieri die Einheit Argentiniens gegen den Feind von außen beschworen haben.

      Die Ausrüstung entsprach südamerikanischem Standard und bis auf wenige Ausnahmen nicht dem der NATO.

      Tut mir leid, aber das ist Blödsinn. Die argentinische Armee litt zwar unter den Sanktionen und die Luftwaffe war dementsprechend auf einem schlechten Level. Ansonsten war das argentinische Militär, dank europäischer Hilfe auf einem ziemlich guten Stand. Das Sturmgewehr war von FN und wurde auch von den Briten benutzt. Die Haubitzen waren aus italienischer Produktion. Die Panzer zur Landung waren sogar sehr neu. Trotz der Mängel in der Luftwaffe erwies sich diese als sehr effektiv, auch wenn hohe Verluste zu beklagen waren. Und auch die Ausrüstung war den Briten ebenbürtig.

      Schlechte Ausbildung gibt es auch in Berufsarmeen. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch die britische Armee keine Kriegserfahrung.

      Nun ist die Ausbildung in einer Berufsarmee eine andere. Man kann vielleicht die Tzahal noch mit einer Berufsarmee vergleichen. Und die britischen Streitkräfte, besonders das, was dort eingesetzt wurde, wurde auf sämtlichen Schauplätzen trainiert. Die mögen zwar keine Kampferfahrung in dem Sinne gehabt haben, waren aber trotzdem auf einem physisch besseren Stand, zumal ja überwiegend Paratroopers und SAS Einheiten eingesetzt wurden. Und die hatten gegen die Spezialeinheiten der Argentinier auch keine leichte Aufgabe.

      Eine europäische Wehrpflichtarmee hätten die Briten nicht besiegt.

      Bezweifelt das jemand? Obwohl es mit Sicherheit Wehrpflichtarmeen gab, die auch die Briten besiegt hätten. Z.B. die französische Armee, die Sovietarmee, oder die spanische mit ihren Wehrpflichtigen, die in spanisch Marrokko ihren Dienst leisteten. Aber darum geht es nicht. Es ging mir zum einen darum auf diesen Konflikt hinzuweisen, von dem viele nichts mehr wissen und zum anderen darum, dass der Krieg, gerade für England, Thatchers Kurs unterstützte. Zum 25. Jubiläum gab es auf BBC eine Doku zu dem Thema, dass Margaret Thatcher kurz vor dem Zerfall war und Falkland eine Wende in ihrer Politik darstellte und dass für die argentinische Junta die Malvinas den Supergau darstellten. Das Volk in Argentinien und auch die Armee selber spülten die Machthaber hinweg, weil die Malvinas praktisch der letzte Tropfen zum Staatsbankrott waren. Ausgebadet haben das „diese Wehrpflichtigen“ die von einem Größenwahnsinnigen, der mit der nationalen Karte punkten wollte, quasi auf ein Himmelfahrtskommando geschickt wurden. Wer die Filme, Berichte und Bilder von damals gesehen hat, der vergißt das so schnell nicht.
      Und für mich war es, wie ich schon erwähnte, eine schwierige Zeit, weil ich den argentinischen und auch den englischen Kollegen sehr mochte und praktisch zwischen den Stühlen saß.
      Für mich war es ein ödes Kaff, für die Beiden eine Frage der Identität.

      Empfehlenswert dazu ist das Buch von Gordon Smith, welches sich mit den Kontrahenten aus militärischer Sicht beschäftigt. Dann das hier BBC über den Krieg

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