Rache für Genf

Während in Teheran ein wutschnaubender Ahmadinedjad durch die Gänge des Wirtschaftministeriums lief und praktisch jedem androhte am Baukran zu enden, flogen im Mossad Hauptquartier in Tel Aviv die Sektkorken durch das Konferenzzimmer. Die Aktion „Jaffamöbel für Mahmoud,“ besser bekannt unter dem Decknamen „Teheraner Pferd“ war ein voller Erfolg.

Heplev hat die Geschichte ja schon zusammen gefasst was aber genau passiert ist, das war ein Geheimnis, bis Band of Brothers in die Hände des ganzen Plans und der Geschichte gekommen ist. Als klar wurde, dass Ahmadinedjad vor der Antirassismuskonferenz in Genf auftreten würde und man sich darüber bewußt war, dass die Rede wie üblich vor Antisemitismus nur so strotzen würde, gab Bibi Netanyahu den Befehl zum Gegenschlag.

Sämtliche Stabs- und Geheimdienstchefs Israels trafen sich daraufhin im Hauptquartier des Mossad und überlegten, wie man Teheran eins auswischen könnte. Ido Nehuschtan, Oberbefehlshaber der israelischen Luftwaffe, schlug vor, dass man aus hochfliegenden Hercules Maschinen Israelfähnchen über Teheran abwerfen könnte und betonte, „dies hat auch einen psychologischen Effekt, würde es Teheran zeigen, dass sie halt nicht unerreichbar sind.“ Ismail Chaldi hingegen dachte an faule Eier. Der Chef des Aman war dafür, dass man den Iran komplett vom Stromnetz abschneidet. Nach weiteren 3 Stunden und unzähligen Vorschlägen flog bei Bibi die Sicherung raus. Mit einem Brüller beendete er die Diskussion und ließ sich Israels besten Mann kommen, Avigdor Meir, die lebende Legende diverser Ministerien sollte einen Plan aushecken, wie man Ahmadinedjad eins auswischen könnte. Meir, der Strippenzieher beim Schlag gegen Syrien 2007, Vermittler beim Protest der Bäckerinnung 1962 und natürlich seine Rolle bei der Beendigung des Streiks der Busfahrer von Haifa 1957 trugen zu seinem legendären Ruhm bei. Meir war zwar schon 96, aber sämtliche Regierungschefs Israels holten sich Rat bei ihm, wenn es mal wieder klemmte.

Bei seinem Eintritt in den Konferenzraum herrschte eine heilige Stille, gleich so, als wäre König David wieder auferstanden und würde den Tempel von Jerusalem betreten. Dov Lipschitz fiel vor Ehrfurcht die Tasse runter, als Meir zetternd an ihm vorbei lief. „Bibi, wenn Du mich wieder wegen irgendeinem Fitzel vom Bingo hast holen lassen, dann versohle ich Dir hier, vor allen Leuten, Deinen Popek.“ Bibi lief leicht rot an und stammelte, „es ist…also, wegen Teheran.“ „Bibi, habe ich Dir nicht schon vor Jahren gesagt, Du sollst in ganzen Sätzen sprechen!“ Dov Lipschitz fiel seinem MP in’s Wort und erklärte Meir die ganze Sache, nahm dann die Vorschläge auf und bat Meir zu überlegen, wie man Teheran eins auswischen könnte.

Meir setzte sich auf einen Stuhl, der ihm von drei Leuten bereit gestellt wurde, bat um eine Tasse Botz, „aber so, wie wir ihn 1946 im Kibbuz getrunken haben,“ steckte sich, trotz Rauchverbot, seine Zigarre an, „als wir damals den Negev fruchtbar gemacht haben, da haben wir mit den Zigarren die Mücken vertrieben, also Klappe halten.“ Setzte sich seine Brille auf, „die hat mir noch David geschenkt, damals 1947“ und las sich die verschiedenen Vorschläge der Anwesenden durch, lies sich dann noch einmal erklären was das für eine Antirassmuskonferenz ist und was Ahmadinedjad wohl sagen wird, kratzte sich lang und ausgiebig am Hinterkopf und sagte dann, „Orangen!“ in den Raum. „Orangen?“ raunten die Umstehenden und sofort darauf begann die Diskussion. „Was meinst Du mit Orangen?“

„Wir schicken Orangen,“ sagte Avigdor Meir mit Nachdruck, „was Mahmoud am wenigsten braucht, das ist israelischer Support, also geben wir ihm das was er am wenigsten braucht wenn er mal wieder Wahlgeschenke macht und schicken ihm einen Gruß aus Jaffa und Jerusalem, schließlich,“ so schloß er,“ steht hier in Eurem Bericht, dass er Orangen an die Bevölkerung verteilen möchte. Da wird der aber schön schauen.“ Danach schlief er ein und wurde erst wieder wach, als man ihn im Seniorenheim abgab. Dort, so heißt es, gewann er viermal hintereinander den Bingowettbewerb.

Im Konferenzraum begannen unterdessen die Planung und der Codename „Teheraner Pferd“ wurde kreiert. Teheraner Pferd, oder Jaffamöbel sollte wie folgt ablaufen: Das Wirtschaftsministerium sollte eine Produktion Orangen aufkaufen, diese sollten vom Frachtterminal in Tel Aviv mit zivilen Maschinen nach Frankfurt, Amsterdam und London geflogen werden. Dort sollte die Fracht mit Kisten versehen werden „Made in Spain“ und dann Richtung Peking gehen. In Peking, so sah es der Plan vor, hätten die Chinesen nichts eiligeres zu tun als die Kisten, nebst den Orangenlabels zu fälschen  und diese dann, wie von Teheran bestellt, in den Iran fliegen. Dann begann die logistische Meisterleistung. Piloten der IAF übernahmen Maschinen der Lufthansa, flogen mit diesen zu den angegebenen Zielpunkten -über dem Mittelmeer unterflog man den Radar und konnte zeitweise vom Cockpit aus die Delphine füttern-, auf den Flughäfen standen Auslandsagenten des Mossad bereit, die bereits im Vorfeld eine Anzahl hilfskräftiger rekrutiert hatten. -In Deutschland konnte man z.B. Gemeinnützige über die ARGEN Frankfurt, Darmstadt und Offenbach anheuern. –

Pünktlich landeten die Maschinen und wurden in Windeseile ausgeladen. Danach übernahm dann ein Mittelsmann eines chinesischen Handelshauses die Waren und ließ diese mit einer tadschikischen Airline nach Peking fliegen. Dort schnappte die Falle zu, denn die Chinesen hatten, wie schon im Vorfeld geplant, nicht die Absicht die Orangen in Peking zu verkaufen, sondern luden diese in eigens vorgesehene Kisten um. Die Labels auf den Orangen entfernte man, weil es sich um hebräische Aufkleber handelte und ersetzte diese durch gefälschte englischsprachige. Im Prinzip stand auf den Labeln zwar der gleiche Text, aber da man in Peking nicht viel damit anfangen konnte dachte man, „Product of Jaffa“ wäre ein Stadt in Spanien. Also lief alles so wie in Tel Aviv geplant und der Rest ist bekannt.

Demnächst möchte man Aufkleber mit den Slogan,“ I love Israel,“ „Proud Israel,“ „Israel 4 ever“ und „Zionism is good, Mahmoud is bad“ in Teheran, via Peking, verteilen lassen. Die Planungen laufen schon auf Hochtouren.

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3 Gedanken zu “Rache für Genf

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