The Plough and the Stars

Am 24. April 1916 begann der sogenannte Easter Rising (Osteraufstand) in Dublin und endete am 29. April 1916 nachdem die britische Armee rund 16.000 Mann aufgeboten hat, um die Unruhen, wie britische Zeitungen schrieben, zu beenden.

Von den 1.250 Volunteers -andere sprechen von 3000-3500- auf irischer Seite starben 82 Mann. ca. 1600 wurden verletzt und von den Anführern wurden am 12. Mai 16 exekutiert, unter anderem James Conolly. Auf britischer Seite starben 157 Mann und 318 wurden verletzt. 220 unbeteiligte Zivilisten verloren ihr Leben während des Aufstandes und 600 wurden verletzt.  Nach 5 Tagen war das ganze vorbei und die irischen Politiker, die auf eine Lösung am Verhandlungstisch drängten, völlig düpiert. Der irischen Sache wurde kurzzeitig ein Riesenschaden zugefügt, da viele Intelektuelle in den USA versuchten für die irische Sache zu werben und auch in London aktiv waren. Vor allem kam es zu einem Jahrelangen Krieg gegen Groß Britannien, unterbrochen nur von den Verhandlungen 1918 auf Druck der US-Administration. Von 1919-1921 folgte der Anglo-Irische Krieg um die Unabhängigkeit.

Hätte man auf den Osteraufstand verzichtet, wäre die Unabhängigkeit wahrscheinlich früher gekommen und hätte weniger Opfer gefordert. Vor allem zeigte der Osteraufstand was passiert, wenn mehrere Gruppen zusammen kommen und sich im Grunde genommen, außer über das Ziel, über alles andere mehr als Uneinig sind. Eoin McNeill, Stabschef der Irish Volunteers, war damals gegen einen bewaffneten Aufstand, weil er dem wenig Chancen einräumte und dachte, als man ihn auf die Seite zog, dass der Zug zum Postamt von Dublin dazu gedacht war, eine Protestnote zu verlesen, um so die Bürger Dublins zum Ungehorsam aufzurufen. Er war zwar  wie Collins, Conolly, oder deValera der Meinung, dass die Briten in den Schützengräben Flanderns genügend zu tun hätten und somit die Regierung in London mehr als geschwächt wäre, um Unruhen in Irland zu unterbinden, aber einen offenen Kampf lehnte er ab. Auch Collins war der meinung, allerdings erst im Laufe der Kämpfe, dass es völliger Schwachsinn war, was dort veranstaltet wurde, denn die irische Armee, um die Bezeichnung aufzugreifen, war nicht nur völlig unzureichend bewaffnet, sondern auf Grund ihrer „offenen Kampfhaltung“ ein gefundenes Fressen für die nicht nur besser ausgerüstete, sondern auch besser trainierte britische Armee, deren Soldaten nicht wie die Irish Volunteers aus Hobbysoldaten bestanden, die sich in irischen Parks trafen, sondern aus Soldaten die nicht nur in den Kasernen, sondern auch auf diversen Schlachtfeldern Erfahrung sammeln konnten.

Nun gab es Bobby Sands damals noch nicht, aber der Wahlspruch „Tiocfaidh ár lá“ -Our Time will come- hätte das Ganze verhindern können. Mit dem Osteraufstand von 1916 allerdings wurde eine Legende geschaffen von der viele Iren zehren.

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4 Gedanken zu “The Plough and the Stars

  1. Treffende Analyse des Easter Rising. Die ganze Sache war ein Fehler, eignet sich aber als jährliches patriotisches Highlight.

    Wurde auch super vertont 😉

  2. Pingback: Young Cassidy : Young Cassidy

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