Kool Kibbuz

Oder Marat in Berlin. Spree-Aviv.de beschreibt jüdisches Leben in der Hauptstadt. Teilweise melancholisch, teilweise lustig und immer mit einem Augenzwinkern.

„Marat the Israeli“ ist ein schönes Beispiel dafür was passiert, wenn ein Sabre aus Tel Aviv sich in das kalte Berlin verirrt.

Vorurteile haben Völker auch über sich selbst. Marat aus Tel-Aviv ist zum ersten Mal in Berlin. Und bestätigt prompt sein eigenes Klischee – Israelis trinken Prügelkaffee, stehen auf Trance-Dance und baggern blonde Frauen an. Bleibt nur eine Frage: Wo geht es hier eigentlich zum Strand?

Aber da habe ich noch was

1986 machte ich die Bekanntschaft mit einer Reisegruppe aus Israel und dachte nur, „Oh mein G“tt, wenn das  das auserwählte Volk darstellt, dann muß G“tt eine seltsame Art von Humor besitzen,“ vor allem als der Bus abfuhr und zwei Reiseteilnehmer panisch durch die Halle liefen, rausstürzten und wild gestikulierend „Hatsilu“ riefen, um den Bus zum stoppen zu bewegen. Der Reiseleiter war nämlich noch chaotischer und kam plötzlich wild gestikulierend in die Halle, forderte alle Teilnehmer zum sofortigen Aufbruch auf und stürzte dann, wieder gestikulierend, in den Bus. Dagegen war die zeitgleich anwesende südkoreanische Reisegruppe wie ein Abbild preußischer Tugend. Die Reiseleiter hatten eine Armbinde, gaben knappe Kommandos, öfters mit Zuhilfenahme einer Trillerpfeife und hatten ihre Leute perfekt organisiert. Das allerdings sah aus wie Kabarett.

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3 Gedanken zu “Kool Kibbuz

  1. “Oh mein G”tt, wenn das das auserwählte Volk darstellt, dann muß G”tt eine seltsame Art von Humor besitzen,”

    Yep. Möglichst viel balagan in möglichst kurzer Zeit machen. Wenn das eine olympische Disziplin wäre, Israel hätte Gold sicher 😉

    • Yep. Möglichst viel balagan in möglichst kurzer Zeit machen. Wenn das eine olympische Disziplin wäre, Israel hätte Gold sicher

      Stimmt, obwohl ich vorher, als ich in Israel war, zwar schon den Eindruck hatte, „zu Gast bei Südländern“ zu sein und das man sich nicht auf eine grüne Fußgängerampel verlassen kann, das war ich ja schon aus Rom gewöhnt. Aber das war schon recht beeindruckend.

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