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In eigener Sache

Januar 9, 2009

Israels gefallene Soldaten

Seit Beginn der Militäroperation im Gaza-Streifen sind bereits neuen Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) getötet worden. 19 Soldaten wurden verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um:

Dvir Emanuelof, 22, aus Giv’at Ze’ev


Dagan Wartman, 32, aus Ma’ale Michmash


Nitai Stern, 21, aus Jerusalem


Yousef Muadi, 19, aus Haifa


Yehonatan Netanel, 27, aus Kedumim


Alexander Mashvitzky, 21, aus Beer Sheva


Roi Rosner, 27, aus Holon


Amit Robinson, 20, aus dem Kibbutz Magal


Omer Rabinovitch, 23, aus Arad


(Außenministerium des Staates Israel, 09.01.09)

Das sind alles junge Männer die ihr ganz Leben noch vor sich hatten. Weder Israel, noch diese Jungs haben diesen Scheißkrieg gewollt den die Hamas Israel an die Backe genagelt hat. Diese Jungs waren vor ein paar Wochen noch irgendwo in einer Disco, in einem Cafe, einer Bar, oder machten Pläne für ihre Zukunft. Junge Männer die rumalberten, vielleicht mit ihrer Freundin Pläne schmiedeten und sich mit von ihren Eltern, Verwandten und Freunden verabschiedet haben. Wenn man jung ist denkt man nicht an Morgen, man lebt im hier und jetzt. Das „Morgen“ werden diese Buben nicht mehr erleben. Eltern, Verwandte und Freunde bleiben zurück in Trauer. Kein fröhliches Lachen mehr, kein joviales „Ach Mama,“ einfach nur Leere und Fassungslosigkeit.

Und selbst für mich, der in dem Bereich tätig ist, ist es schwer, weil ich die Jungs nicht gekannt habe, aber das Alter sehe und weil ich weiß wie schwer es ist von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen.

Sollte also wieder einer der „Menschenrechstfreunde“ das Bedürfnis verspüren und mir den Hemdärmel vollrotzen wollen über seine „armen Palästinenser,“ Völkermord, Genozid, Schwarz/Weiß, Nazivergleichen und was weiß ich, dann soll er einfach mal scheißen gehen und seine Moral dahin stecken wo die Sonne nicht hinscheint. Das gilt auch für diejenigen die fast einen Herzkasper kriegen vor Freude, dass die Israelis den Muslimen jetzt endlich mal den Garaus machen.

Auf beiden Seiten sterben Menschen und es gibt tatsächlich völlig grenzdebile Subjekte die allen Ernstes glauben Hamas und Konsorten wären friedfertige Fellachen die im Süden des Gazastrips ihre Ziegen hüten und nur durch die Juden so fanatisiert worden sind, dass sie nicht nur die Bürger in Israel auslöschen wollen, sondern bereit sind auch noch ihre Bevölkerung mit in den Tod zu reißen.

Geht demnächst einfach brausen und behaltet Eure Moralvorstellungen für Euch.

Meine Gedanken sind bei diesen jungen Männern, ihren Familien und ihren Freunden und es tut mir so endlos leid, dass sie wegen einer fanatisierten Bande ihr Leben lassen mußten.

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9 Kommentare leave one →
  1. Januar 9, 2009 11:56 pm

    Ich dachte es gäbe da noch so ein zwei Regel wie
    Du sollst nicht töten
    irre ich mich oder ist diese Regel nicht bindend für alle drei Religionen des Buches ? Es sind auf beiden Seiten zuviel Tote. So oder so hat doch die Hamas nicht den geringsten Anhauch einer Chance gegen die militärische Überlegenheit Israels.
    Es gehören immer zwei Parteien zu einem Streit.
    Die haben aber Angefangen hat mehr das Niveau eines fünfjährigen, oder sind Sie jetzt auf dem Level ein Zahn für einen Zahn und ein Auge für ein Auge angekommen.

    Gruß Bastel

  2. taylor1944 permalink
    Januar 10, 2009 12:56 am

    Sie haben wirklich kein Ahnung was Sie so von sich geben.

    Sie haben von Hamas keine Ahnung, Sie haben vom Nahen Osten keine Ahnung und so langsam habe ich das Gefühl, dass Sie einfach nur ihrem Antisemitismus freien Lauf lassen wollen, was ja ok ist, aber dafür ist mein Blog nicht die richtige Adresse, da wenden Sie sich doch am besten an die NPD, da können Sie dann so richtig Ihr Herz ausschütten und mit Ihren Bastels basteln, die lieben das….ehrlich…..Heim und herd, da sind die ganz wild drauf und da können Sie dann so richtig einen los machen.

    Wir haben den Krieg nicht begonnen, aber da Sie ja so wahnsinnig viel Ahnung vom Nahen Osten haben bin ich doch wirklich sehr gespannt auf die profunde Kenntnis Ihrerseits. Vorab lesen Sie einfach den Talmud im Original, hebräisch sprechen Sie ja fließend, den Koran im Original (da kommen Ihre 10 Gebote nicht vor), aber auch den beherrschen Sie mit Sicherheit besser als wir und bestimmt können Sie auch die 3 Religionen des Buches benennen und mir vor allem „das Buch“ nennen auf das Sie sich berufen.

    Und was den Rest betrifft da sollten Sie besser recherschieren, au weiah, da schmerztt mir schon der Zahn, aber immer nur zu, jeder blamiert sich so gut er kann.

  3. Januar 10, 2009 4:12 am

    Danielle hat schon im ersten Satz einen Fehler gemacht:

    Sie (er) schreibt: „Du sollst nicht töten“.

    ——————

    Das ist aber falsch, weil sie sich auf die „Vulgata“, die lateinische Bibelübersetzung, und zum anderen auf die griechische Bibelübersetzung beruft, die in die Lutherbibel eingeflossen ist.

    Ich bin lutherischer Theologe und weiß wovon ich spreche:

    In der hebräischen Übersetzung heißt es: „Du sollst nicht morden“.

    Und das ist ein fundamentaler Unterschied zu „Du sollst nicht töten“.

    Abgesehen davon, dass Danielle dann (besoffen?) weiterstammelt, bringt sie noch die Idiotie von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“; auch so eine blöde primitive Formulierung von Christen, die sich nie die Mühe genmacht haben, ihre Bibel wirklich zu verstehen und wirklich in Gewissensnöte kommen bzw. an ihrer „Klugheit“ zu verzweifeln.

    Ich kann dem Leser (der Leserein) ja nicht per se attestieren, dass sie (er) weiß, was „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ bedeutet, und dass es ein halachisches Prinzip bedeutet (http://www.hagalil.com/judentum/rabbiner/bollag.htm), nämlich, dass man eine finanzielle Entschädigung leistet; man nennt das auch Talionsgesetz, oder anders gesagt, Ausgleichsgesetz, das nicht, aber auch gar nichts mit Blutrache zu tun hat.

    Wenn Frau (Herr) Danielle (verbohrter und eindimensional denkender) Christ ist und uns nicht glaubt, dann sollte sie (er) mal die Seite der EKD besuchen. Die hat dazu (sehr lobenswert) einiges richtig gestellt; und das ist mitunter ein Grund, warum ich noch lutherischer Christ bin:

    Zitat EKD:

    „Ein wichtiges Beispiel dafür [für christliche Vorurteile; mein Einschub] ist bis heute das sogenannte Talionsgesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Es gilt zwar im allgemeinen öffentlichen Bewusstsein und vor allem in der Sprache der Medien als typisch „alttestamentarisches“ Rachegesetz. Man braucht aber nur etwa die Fassung in 2.Mose 21,24f in ihrem Zusammenhang zu lesen, um zu sehen, dass schon alttestamentlich Körperverletzungen rechtlich gerade nicht durch entsprechende Verletzungen des Täters geahndet wurden, sondern durch angemessene Ausgleichszahlungen an die geschädigte Seite (2.Mose 21,18f.22).

    Die jüdische Auslegung hat es dementsprechend als Regelung dafür verstanden, dass die Strafe für ein Verbrechen dem Schaden und den beteiligten Personen angemessen sein soll. Hiermit legt das Alte Testament – ganz im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung – die Grundlage für ein Rechtssystem, in dem Verhältnismäßigkeit und Gerechtigkeit gewährleistet sind.

    So ist im Talmud zu lesen (Bab. Tal. Baba qama 83b): „Wer seinen Nächsten verletzt, hat fünf Zahlungen zu leisten: Schadenersatz, Schmerzensgeld, Kurkosten, Versäumnisgeld und Beschämungsgeld.“ Dieses aus der Mischna stammende Wort wird in der Gemara weiter diskutiert, jetzt auch konkret an der Frage, wie „Auge um Auge“ zu verstehen sei:

    „Es wird gelehrt: R. Dostaj b. Jehuda sagte: Auge um Auge, eine Geldentschädgígung. Du sagst eine Geldentschädigung, vielleicht ist dem nicht so, sondern wirklich das Auge? Ich will dir sagen, wie könnte man in dem Falle, wenn das Auge des einen groß und das Auge des anderen klein ist, aufrecht erhalten [die Worte] Auge um Auge? Wolltest du erwidern, in einem solchen Falle nehme man von ihm eine Geldentschädigung, so sagt ja die Tora: einerlei Recht soll für euch gelten, das Recht soll für euch alle gleichmäßig sein.“ So wird in der Gemara in mehreren Schritten das Talionsgebot diskutiert, immer wieder mit dem Ergebnis: es geht um eine angemessene Erstattung des Schadens.

    Hier der Link:

    http://www.ekd.de/EKD-Texte/christen_juden_2000_c-j4.html

    Ich denke, das muss auch Danielle mittlerweile klar werden, wenn sie (er) ein wenig in sich geht….;

    Andernfalls ist Hopfen und Malz verloren, wie wir in Bayern sagen.

  4. Januar 10, 2009 11:37 am

    danielle sagt:
    Januar 9, 2009 um 11:56

    Ich dachte es gäbe da noch so ein zwei Regel wie
    Du sollst nicht töten
    irre ich mich oder ist diese Regel nicht bindend für alle drei Religionen des Buches ? Es sind auf beiden Seiten zuviel Tote. So oder so hat doch die Hamas nicht den geringsten Anhauch einer Chance gegen die militärische Überlegenheit Israels.
    Es gehören immer zwei Parteien zu einem Streit.
    Die haben aber Angefangen hat mehr das Niveau eines fünfjährigen, oder sind Sie jetzt auf dem Level ein Zahn für einen Zahn und ein Auge für ein Auge angekommen.

    Gruß Bastel

    —————–

    Was i‘ oben ausgeführt hab‘ müsst‘ eigentlich reichen.

    Hasch des kapiert?

    Aber im Oberstüberl scheinst net so recht zu fuktionieren, oder?

    Jetzt sag dir was als g’standenerr Bayer:

    Schleich‘ di…

    Auf deine Beiträge kön‘ mer verzichten.

    Wen du es jetzt no nix kapiert hasch, dann wahrscheinix nie mehr.-

    Pfüadi!

    ———–
    P.S.: Ich kann natürlich auch Hochdeutsch….; aber bei Dir is a andere Sprach ‚abracht. Also servus noi amoi.

  5. netzklempnerin permalink
    Januar 10, 2009 8:49 pm

    Einfach nur ein super Blogbeitrag!

    Und dann auch noch gleich danielle, die rechthaberisch und pseudo-besorgt ihren Mist von sich gibt.

    Gibs zu, die war bestellt.

    • taylor1944 permalink
      Januar 10, 2009 11:29 pm

      Hallo Netzklempnerin,

      leider gibt es der Danielle’s viele in Deutschland. Ich habe eben auch wieder so einen Blog gelesen. Was mich immer wieder wundert, woher haben die Leute eigentlich ihre Informationen? Oder ist es einfach nur so, dass sie ihre Ressentiments bestätigt sehen möchten und selektiv alles an Informationen ausblenden was nicht in ihr Weltbild passt.
      Selbst Al-Djazeera ist in der Lage und läßt auf seinem englischen Programm von Zeit zu Zeit durchblicken, was sie von der Hamas halten und man kann Al-Djazeera nicht vorwerfen Pro-Israelisch zu sein.

      Was nun diese Danielle betrifft, nein, ich bin zwar schon ein Drecksack, aber die habe ich wirklich nicht bestellt. Die war anscheinend so angefressen, dass man ihrem Astrologiefuzzi angegangen ist und meinte sie müßte uns jetzt mal den Nahostkonflikt erklären.

  6. Hohenstaufen permalink
    Januar 11, 2009 7:52 pm

    Wenn ich sehe, dass diese israelischen Soldaten von Terroristen, die so einen Unsinn fabrizieren
    http://www.welt.de/politik/article2039142/Hamas_TV_sendet_ungehindert_Hass_nach_Europa.html

    getötet werden, ist die Trauer um die Getöteten noch größer.

  7. Januar 12, 2009 6:53 am

    Faszinierend, was hier abgeht. Da beleuchtet jemand die Tatsache, dass auch zu einem Nahostkonflikt immer zwei Seiten gehören, von denen keine uneingeschränkt gut oder böse ist, und wird dafür als Antisemit, Neonazi, Dummkopf usw. beschimpft. Die Kritik an der falschen Bibelübersetzung war berechtigt, aber sonst? Vielleicht sollten sich die radikalen Israelsympathisanten vielleicht mal an die eigene Nase fassen – aber so etwas zu sagen ist wahrscheinlich auch schon antisemitisch.

    Zum Blogpost zwei Anmerkungen:
    1. Erstaunlich, dass um neun israelische Soldaten derart getrauert wird, die unschuldigen Zivilistenopfer der Palästinenser (und dass die vorhanden sind ist ein unumstößliches Faktum) aber offenbar nur Kollateralschaden sind, der im – berechtigten – Kampf gegen die Hamas in Kauf zu nehmen ist.
    2. Die Trauer um die Soldaten wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die zweijährige Militärpflicht für israelische Männer zu kritisieren, denn im Gegensatz zu einem Berufssoldaten muss ein zur Landesverteidigung Gezwungener wirklich nicht damit rechnen, den nächsten Tag nicht mehr erleben zu können; oder besser: sollte es nicht müssen.

    Ich bin eigentlich auch auf der Seite Israels, aber Leute wie die hier kommentierenden (und die gibt’s auch überall anders) machen es mir wirklich schwer. Diese Indifferenziertheit, mit der an das Thema herangegangen wird, ist wirklich lähmend und vollkommen unangebracht – und genauso wie das „Mörder!“-Geschrei der Hamas-Freunde unerträglich ist, ist es das „Antisemit“-Gebrülle der Gegenseite.

    • taylor1944 permalink
      Januar 12, 2009 5:55 pm

      Faszinierend, was hier abgeht. Da beleuchtet jemand die Tatsache, dass auch zu einem Nahostkonflikt immer zwei Seiten gehören, von denen keine uneingeschränkt gut oder böse ist, und wird dafür als Antisemit, Neonazi, Dummkopf usw. beschimpft.

      Falsch, hättest du sämtliche Kommentare von Danielle gelesen, wäre dir aufgefallen, dass es Danielle mitnichten darum ging beide Seiten zu benennen. Es ging ihr nicht einmal um die Einwohner im Gaza, sondern um „die Bösen Israelis.“ Da ich mich seit gut 30 Jahren mit Israel und dem Nahen Osten beschäftige reicht es irgendwann auch, wenn man sich entweder ständig rechtfertigen muß, verbal angegriffen wird, oder ständig die gleichen Stereotype hört die für mich dann irgendwann nur den Schluß zulassen, dass die Leute dort gar nicht interessieren, sondern man seinem Unmut über einen Staat und seinen Bürgern Luft macht. Auf der Achse des Guten schrieb jemand, dass niemand auf die Straßen ging, als Hamas die Fatah mit Gewalt aus dem aus dem Gaza vertrieb und die Kämpfe zwischen den Beiden existieren schon seit 2005. Ebenso geht niemand auf die Straße, bei einem Bürgerkrieg im Kongo, oder Menschenrechtsverletzungen in China (da schreit auch keiner nach einem Boycott).
      Ich finde das ehrlich gesagt eine recht seltsame Einstellung, wenn man sich als Humanist bezeichnet, dies aber offensichtlich nur auf einen Punkt konzentriert.

      Vielleicht sollten sich die radikalen Israelsympathisanten vielleicht mal an die eigene Nase fassen – aber so etwas zu sagen ist wahrscheinlich auch schon antisemitisch.

      Wieso, brüllen die „Tod den Palästinensern“? Verbrennen die Palästinafahnen, oder bewerfen diese mit Steinen? Unterstellen die den Palästinensern Völkermord? Und wieso sollte es antisemitisch sein, wenn man uninformiert ist?

      1. Erstaunlich, dass um neun israelische Soldaten derart getrauert wird, die unschuldigen Zivilistenopfer der Palästinenser (und dass die vorhanden sind ist ein unumstößliches Faktum) aber offenbar nur Kollateralschaden sind, der im – berechtigten – Kampf gegen die Hamas in Kauf zu nehmen ist.

      Nun gibt es schon genügend Blogs in denen marktschreierisch die arabischen Opfer im Gaza präsentiert werden. Und wenn du richtig gelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen, dass ich beide Seiten genannt habe, mir sind allerdings die Israelis ein ganzes Stück näher. -Mal ne Frage: Wieso stellst du berechtigt ein? Zweifelst du etwa?
      Meine Oma sagte immer, „nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“ Vernünftige Stimmen in den Autonomiegebieten hört man recht wenig, weil die entweder im Exil leben, schon unter Arafat eliminiert wurden, oder sich ihrem Schicksal ergeben haben. Die Propagandamaschienerie lief ja schon vor den Wahlen -mit dem Wahlsieger Hamas- auf Hochtouren, die Leute hätten also gewarnt sein müssen. Wie die hohen Opferzahlen zu Stande gekommen müßtet du eigentlich wissen. Natürlich ist es schlimm, aber ich kenne Konflikte deren Opfer mir mehr leid tun, weil sich nämlich niemand für die interessiert. Im Kongo sind rund 250.000 Menschen auf der Flucht, sind die weniger wert, weil sie schwarz sind? Oder weil es Leute gibt, die sich am Nahen Osten und am vermeintlichen Schicksal der Araber im Gaza mehr aufgeilen auf Grund irgendeines Traumas? Übrigens ist Israel eines der Länder die sich am stärksten Humanitär im Kongo engagieren. Und was ist mit den Menschen die in ihren Nußschalen im Mittelmeer umkommen? Sind die weniger wert?
      Wenn ich jetzt anfange die ganzen Konflikte aufzuzählen, dann komme ich aus dem ganzen Blut nicht mehr raus, zählen die nicht? Oder muß man einen Bodycount starten, damit man für sich die vermeintliche Moral in Anspruch nehmen kann. Da kann ich dir sagen, es gibt Gegenden in denen kamen in weniger Tagen mehr Menschen um, als in den Autonomiegebieten in 40 Jahren.

      Die Trauer um die Soldaten wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die zweijährige Militärpflicht für israelische Männer zu kritisieren, denn im Gegensatz zu einem Berufssoldaten muss ein zur Landesverteidigung Gezwungener wirklich nicht damit rechnen, den nächsten Tag nicht mehr erleben zu können; oder besser: sollte es nicht müssen.

      Nun beträgt die Wehrpflicht in Israel für Männer 36 Monate, für Frauen 24 Monate und es gibt Gruppen die von der Wehrpflicht ausgenommen sind -man könnte jetzt von Rassismus sprechen-. Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Österreich wird ja auch nicht für seine Wehrpflicht kritisiert, oder habe ich da jetzt was verpaßt? Die meisten Opfer der Tzahal sind Wehrpflichtige oder Reservisten, dein Argument ist also Quatsch. Und in einem Krieg fallen immer Soldaten. Nur, Israel hat diesen Krieg ja nicht begonnen und darfst mir glauben, sollten die Pragmatiker in den Autonomiegebieten die Oberhand gewinnen und es irgendwann mal wirklich zu einer Zweistaatenlösung kommen, wird Israel wahrscheinlich eine Berufsarmee überlegen, allerdings ist Israel ein kleines Land mit 7,5 Mio. Einwohnern. 1948 starben im Unabhängigkeitskrieg 1% der männlichen Bevölkerung. Für ein kleines Land wie Israel bedeuten Verluste in dieser Höhe eine Katastrophe und selbst wenn die Militärtechnik in Israel alle Anstrenungen unternimmt um das Leben der Soldaten zu schützen, wird es immer Opfer geben, so lange nicht die Einsicht auf palästinensischer Seite einkehrt, dass ein Frieden effektiver ist.
      Und du darfst mir glauben, in 30 Jahren habe ich nur ganz wenige Palästinser getroffen die meine Frage beantworten konnten, warum sie es in 60 Jahren nicht geschafft haben ihren Staat zu gründen. Die meisten hatten alle möglichen Ausflüchte und Schuldigen parat.

      Was nun Kritik betrifft, auch Deutschland hat Opfer zu beklagen, eigentlich müßte ich dann erst einmal, da ich hier lebe, die Wehrpflicht in Deutschland kritisieren.
      Auch so ein Punkt dass es für einige offensichtlich leichter ist mit dem Finger auf Israel zu zeigen, statt die eigenen Probleme zu lösen.

      Ich bin eigentlich auch auf der Seite Israels, aber Leute wie die hier kommentierenden (und die gibt’s auch überall anders) machen es mir wirklich schwer.

      Und wie ist es „uneigentlich?“ Warum machen „wir“ es dir schwer? „Wir“ sind keine homogene Masse und natürlich gibt es Leute die eine ganz andere Sichtweise haben. Aber niemand wird dazu gezwungen hier zu lesen, oder die Sichtweise zu übernehmen. Wenn ein, oder zwei anfangen nachzudenken, -dazu ist dieser Blog eigentlich gedacht, dass ich versuche aufzuzeigen was Israel macht- und selber sagt, „oh das wußte ich nicht, da sieht es ja ganz anders aus“ und seinen Kompaß neu justiert, dann habe ich schon viel erreicht. Und das mir manchmal auch die Pferde durchgehen liegt in meiner Erfahrung die ich mittlerweile gemacht habe. Und bevor du mir eine einseitige Sichtweise unterstellen möchtest, antworte ich ganz präventiv, ich kenne auch die andere Seite und ich kenne die Menschenrechstverletzungen die niemand benennen möchte. Ich kenne auch die arabische Mentalität mittlerweile und kann darüber teilweise nur den Kopf schütteln, aber ich nehme nicht alle Araber, ebenso wie Muslime, in Sippenhaft.

      Diese Indifferenziertheit, mit der an das Thema herangegangen wird, ist wirklich lähmend und vollkommen unangebracht – und genauso wie das “Mörder!”-Geschrei der Hamas-Freunde unerträglich ist, ist es das “Antisemit”-Gebrülle der Gegenseite.

      Nun, es steht dir frei, hier nicht zu lesen, oder war es dir nur ein Bedürfnis hier zu kommentieren, weil dir die Meinung nicht paßt?
      Man hat mich und diesen Blog ja auch schon als primitiv bezeichnet, weil ich Leute nicht mag, die pauschal am liebsten alle Muslime aus dem Land jagen möchten. Die sind mir genauso zuwider wie diejenigen die glauben, einseitiges Anklagen von Israel, egal was das Land macht oder nicht macht, wäre legitime Israelkritik, als gäbe es keine anderen Probleme.

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