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Behauptungen und Tatsachen

Januar 5, 2009

„Das die Menschen nichts zu essen haben, gab’s noch nie.“

Internationale Hilfsorganisationen haben wegen der Notlage der Bevölkerung im Gazastreifen Alarm geschlagen. Angesichts der Zunahme an zivilen Opfern rief das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Israel und die Hamas eindringlich zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. „Wir appellieren an beide Konfliktparteien, das Internationale Humanitäre Völkerrecht zu beachten und die Zivilbevölkerung zu schonen“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters. Einrichtungen wie Krankenhäuser, Moscheen und Schulen müssten geschützt werden.

Nach Angaben des Roten Kreuzes werden aber auch immer mehr Krankenhäuser durch die Angriffe beschädigt. Es fehle zudem an Medikamenten und Betäubungsmitteln, und selbst an Leichensäcken und Tüchern, um die Toten zu bedecken. Das Gesundheitssystem im Gazastreifen ist nach UN-Angaben „vollkommen überfordert“. Die Krankenhäuser in der Stadt Gaza sind aufgrund der unterbrochenen Stromversorgung auf Generatoren angewiesen, die ebenfalls vor dem Zusammenbruch stehen. Zudem mangelt es in den Krankenhäusern an Medikamenten und medizinischem Gerät.

Die Ernährungslage der Menschen im Gazastreifen ist laut Amnesty International (ai) so schlecht wie nie zuvor seit der israelischen Besetzung 1967. Reis, Zucker und Brot sind demnach kaum noch zu bekommen. Vor Geschäften bilden sich lange Schlangen von Wartenden. Die allgemeine Situation habe sich seit zwei Jahren kontinuierlich verschlechtert, „aber dass die Menschen nichts zu essen haben, das gab es noch nie“, so die ai-Nahostexpertin Donatella Rovera.

schreibt die Tagesschau und so sieht’s aus:

Humanitäre Hilfslieferungen nach Gaza gehen weiter

Während die Militäroperation gegen die Terrororganisation Hamas andauert, ermöglicht Israel weiter humanitäre Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen. In der vergangenen Woche sind 10 000 Tonnen mit Hilfsgütern von Israel aus nach Gaza transferiert worden.Eine humanitäre Krise gibt es dort insofern nicht.

Heute ist der Übergang Kerem Shalom für die Durchfahrt von 80 Lastwagen mit Medikamenten, medizinischem Equipment und Lebensmitteln nach Gaza geöffnet worden. Dabei handelt es sich u. a. um Spenden aus Griechenland, Jordanien und Ägypten.

Über den Terminal bei Nahal Oz sollen heute etwa 200 000 Liter Treibstoff für das Kraftwerk in Gaza und anderen humanitären Bedarf fließen. Das Depot war in der vergangenen Woche aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Der Übergang Erez wurde für die Ausreise von etwa 2000 Personen mit ausländischen Pässen und die Einreise eines Ärzte-Teams des Roten Kreuzes geöffnet. Die ausländischen Staatsbürger aus Norwegen, Deutschland, den Philippinen, Polen, Rumänien, Spanien, Malta, Frankreich, Griechenland und Österreich können über die Allenby-Brücke nach Jordanien ausreisen.

Das Rote Kreuz hat mitgeteilt, dass es in Koordination mit den israelischen Behörden gelungen sei, den sicheren Transfer von Krankenwagen und einer Feuerwehrmannschaft zu organisieren. Auch Techniker, die die im Rahmen der Militäroperation beschädigten Wasser- und Stromleitungen im nördlichen Gaza-Streifen reparieren, sind begleitet worden.

Israels Außenministerin Tzipi Livni hat sich am Sonntag mit den Leitern der humanitären Hilfsorganisationen getroffen und sie über die Einrichtung einer speziellen Koordinationsstelle des Außenministeriums in Kenntnis gesetzt, das mit humanitären Anfragen umgehen und beim Lösen bestehender Probleme helfen soll. Die Vertreter der internationalen Organisationen begrüßten diesen Schritt und die Kooperation mit den israelischen Behörden.

Livni sagte in diesem Rahmen: „Leider werden die Krankenhäuser im Gaza-Streifen von der Hamas als Operationsbasen des Terrors missbraucht. Die Hamas operiert von innerhalb der Zivilbevölkerung aus und nutzt sie für ihre brutalen Zwecke. Daher ist sie verantwortlich für die Situation im Gaza-Streifen.

Anders als die Hamas betreibt Israel eine von Tag zu Tag größere humanitäre Aktion, um der Bevölkerung Gazas angemessene Lebensbedingungen zu verschaffen. Israel führt einen Krieg gegen den Terror, nicht gegen die Menschen in Gaza, und es sind die Extremisten, die die Sorge der internationalen Organisationen und der internationalen Gemeinschaft ausschlachten, um Israel zur Einstellung der Militäroperation zu drängen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 04./.05.01.09)

Humanitäre Bemühungen werden trotz Raketenbeschuss weitergeführt

Die Lieferung von Hilfsgütern an die Zivilbevölkerung des Gazastreifens ist eine der ersten Prioritäten der politischen und militärischen Entscheidungsträger in Israel. Dies machen sowohl öffentliche Aussagen als auch praktische Taten deutlich. So wurden unter Anderem 20 Bewohner des Gazastreifens zu medizinischer Behandlung nach Israel evakuiert, darunter auch zwei verletzte Kinder. Auch große Mengen Hilfsgüter wurden in der vergangenen Woche in den Gazastreifen geliefert.

Die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und Staaten, die Hilfsgüter spenden, ist hervorragend und verläuft reibungslos. Mehr als 400 Lkw und damit mehr als 10 000 Tonnen medizinische Versorgungsgüter und Nahrungsmittel wurden in der vergangenen Woche über den Grenzübergang Kerem Shalom in den Gazastreifen geliefert. Derzeit werden damit mehr Güter in den Gazastreifen geliefert als während der fünf Monate der von der Hamas gebrochenen Waffenruhe.

Die Menge der übermittelten Güter ist abhängig von der Menge, die Hilfsorganisationen liefern können, und der Fähigkeit der Palästinenser, diese Güter abzufertigen. Grundsätzlich werden von israelischer Seite alle Hilfsgüter, deren Übermittlung beantragt wird, akzeptiert. Die Hilfsgüter wurden unter anderem von Jordanien, der Türkei, Ägypten und zahlreichen internationalen Organisationen gespendet.

Auf Bitten der Regierungen von Russland, Belarus, Moldau, Ukraine, Kasachstan, Norwegen, der Türkei und der Vereinigten Staaten von Amerika wurden am 2. Januar 2009 226 Ausländer und Inhaber doppelter Staatsangehörigkeiten aus dem Gazastreifen evakuiert.

(Verteidigungsministerium,  02.01.09)

Updates zur humanitären Hilfe unter: http://www.aid2gaza.blogspot.com/

Und um so was geht es:

Hamas versteckt sich in Krankenhäusern

Eine reformistische Tageszeitung in Iran kritisiert die Hamas, das Leben von Zivilisten, unter ihnen Kindern, zu riskieren, indem sie ihre Kräfte in Kindergärten und Krankenhäusern versteckt. Dies berichtete am 1. Januar die palästinensische Tageszeitung Al-Ayam. Die palästinensische Tageszeitung fügte hinzu, dass die iranische Regierung die Büros der Zeitung im Gegenzug geschlossen hat.

Der Bericht aus Al-Ayam vom 1. Januar 2009:
Schlagzeile: Iran schließt reformistische Zeitung für Publikation eines kritischen Hamas-Berichts

Die iranische Nachrichtenagentur „Irna“ berichtete gestern, dass das iranische Kulturministerium die reformistische Tageszeitung „Karjo Zaran“ geschlossen hat, da sie einen Bereicht veröffentlicht hatte, der Kritik an der Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) beinhaltete.

Am 30. Dezember publizierte die Zeitung einen Bericht einer reformistischen Studentenorganisation, die die Hamas kritisierte, Menschenleben zu riskieren, unter ihnen Kinder, indem die Hamas sich in Kindergärten und Krankenhäusern versteckt. Dieser Bericht wurde publiziert während die iranische Regierung eine geschlossene Haltung gegen Israel vertritt und Teheran von Demonstrationen gegen Israel überschüttet ist.
(PalestinianMediaWatch, 01.01.09)

Fortgesetzte Humanitäre Hilfe12 Palästinenser aus dem Gaza Streifen zur Behandlung in israelischen Krankenhäusern

Lieferung von 2500 Tonnen humanitärer Hilfsgüter in den Gaza-Streifen

Am 31. Dezember 2008 kamen 12 Palästinenser nach Israel, um sich dort in Krankenhäusern behandeln zu lassen. Unter ihnen befinden sich auch zwei Kinder, die bei den Militäroperationen verletzt wurden. Bei den meisten Personen handelt es sich um chronisch Kranke, die zur Behandlung nach Israel kommen, die ihnen im Gaza-Streifen nicht zur Verfügung steht.

Darüber hinaus führt Israel, trotz des anhaltenden Raketenbeschusses, seine humanitären Bemühungen in Koordination mit internationalen Organisationen, der Palästinensischen Behörde und zahlreichen Spendern fort. 93 Lastwagen, mit schätzungsweise 2500 Tonnen humanitären Hilfsmitteln, medizinischen Geräten und Medikamenten wurden durch den Kerem Shalom Fracht-Terminal überbracht. Das Welternährungsprogramm hat Israel informiert, dass es die Lieferung von Lebensmitteln nicht wieder aufnehmen wird, da ihre Lagerhäuser gut gefüllt sind und über ausreichend Lebensmittel für etwa zwei Wochen verfügen.
Gestern sind 60 LKW mit ca. 1360 Tonnen Hilfslieferungen und medizinischen Hilfsgütern durch Kerem Shalom gefahren, heute werden ca. 72 LKW kalkuliert.

Seit Beginn der Operation „Cast Lead“ wurden rund 7500 Hilfstonnen auf Anfrage von Internationalen Organisationen, der Palästinensischen Behörde und verschiedenen Regierungen geliefert. Die Unterstützung weiterer Lieferungen, die in den nächsten Tagen erwartet werden, ist in Vorbereitung.
(MFA, 01.01.09)

1 Million Israelis unter Raketenbeschuss

Wohnungen nach einem Raketeneinschlag in Ashdod

Mit der neuen Reichweite der Gradraketen und Kassams bis Ashdod und Beer Sheva leben 1 Million Israelis unter der direkten Bedrohung durch Raketeneinschläge. Damit erreichen die Raketen nun Regionen, die bisher außerhalb der Raketenreichweite lagen.

4 Raketen schlagen im Minutentakt in Ashqelon ein

Palästinensische Terroristen haben am Donnerstag morgen vier aufeinander folgende Raketen auf Ashqelon im nördlichen Negev abgefeuert. Drei der Raketen schlugen in Wohngebieten ein, die mehrere Menschen durch Schrapnellsplitter verletzten.

Insgesamt sind fünfzig Raketen in Südisrael eingeschlagen, eine davon traf ein achtstöckiges Wohnhaus in Ashdod, 40 km vom Gaza-Streifen entfernt. Das Haus musste evakuiert werden. (Siehe Foto oben)

AM Livni besichtigt die in Trümmer geschossene Schule in Beer Sheva

Der Raketenhagel hält indes ebenfalls weiter an.
Video zur Lage in Sderot: http://de.youtube.com/watch?v=B5b1aeMky90

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2 Kommentare leave one →
  1. Januar 6, 2009 9:29 pm

    Gestern hat Karsten Kühntopp (ARD/Deutsche Welle, du kennst den Mann sicher) behauptet, dass die IDF wissentlich ein Haus beschossen hätte, in dem eine Familie eine Trauerfeier wegen eines Sanitäters abgehalten habe, der auch von der IDF (natürlich auch wissentlich) getötet worden sei.

    Dabei stützt Kühntopp sich lediglich auf Aussagen der Palästinenser. Kein Gegencheck – nichts.

    Und auf der Deutschen Welle lief gestern ein Interview, das mit einem Araber im Irak (!) geführt wurde. Als einzige Quelle wurde Al-Jazeera herangezogen. Auch wieder kein Gegencheck. Es wurde also nur auf das Bezug genommen, was der Mann auf Al-Jazeera gesehen hatte und daraus ein “Fakt” gemacht.

    Hinterhältiger geht’s kaum noch.

    Wir haben zum Gebaren der Meden schon immer Stellung bezogen, so auch diesmal:

    http://castollux.blogspot.com/2009/01/big-lies-coming-soon.html

    • taylor1944 permalink
      Januar 6, 2009 10:20 pm

      Hähä, wer kennt Kühntopp den Chefideologen ähh Nahostkorrespondenten nicht? Er schaut ein bisschen bei Al Manar zwischen Tee und Internetcafe rein, liest sich ein bisschen in die Medien und verfasst dann seine Kommentare, natürlich alles sehr objektiv und neutral….honi soit qui mal y pense. Mich ärgert dass ich dafür noch Gebühren zahlen muß. Wenn ich Propaganda will, dann schaue ich via Satellit Al-Djazeera, oder lasse mich von TV Cuba, oder Hugos Gemeinschaftsprojekt berieseln.
      Obwohl, ohne meine Dailysoap im ägyptischen Fernsehen wäre mein Leben nicht perfekt und ich frage mich immer noch….., ist der Teppichhändler Faruk nun ein Heiratsschwindler oder nicht. Seine angehende Schwiegermutter glaubt das zumindest, aber man weiß ja nie. Vielleicht ist die angebliche Frau aber wirklich nur Faruks Schwester, ….hmmmmh.

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