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Selbstdarsteller

Januar 4, 2009

Nachdem Spirit of Entebbe, Castollux und der Lindwurm einem offensichtlich völlig Verwirrten ihre Referenz erwiesen und auf den Spinner auch noch hingewiesen haben, schlug er zusammen mit seiner Gangbang zurück und installierte  fix ein neues Blog, damit seine Freunde mal eben kund tun können, was sie so von Kritik halten.

Mal abgesehen davon dass die Aktion schon einen Straftatbestand erfüllt, in dem er ungefragt die Mailadressen der Blogbetreiber veröffentlicht, läßt die Aktion recht tief in die Seele einiger Teilnehmer blicken. Den Blogbetreiber kenne ich zwar nicht, aber allein ein Blick auf seine Website und in seine Blogs reichen mir schon zum Verdacht, dass er anscheinend an einer Psychose leidet und er die Folgen seines Handelns gar nicht abschätzen kann. Schon bedauernswert.

Ganz interessant fand ich aber den Herrn Davidsson bei seiner „ich hab‘ nich‘ mehr alle Tassen im Schrank“ Aktion. Ich finde ja Leute putzig, die ihren ganzen Sermon ablassen was sie für tolle Hechte sind, als würde das irgendwas an ihrem Zustand ändern:  „Elias Davidsson wurde in Palästina geboren, lebte ab 1962 in Island und seit Juli 2008 in Deutschland. Er komponiert seit früher Kindheit, hat Klavier und Komposition in Köln, Freiburg und Basel studiert. Seine Werke werden in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Island aufgeführt. Er spielt Klavier, Akkordeon und Lithophon. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Klavierlehrer, Musikpädagoge und Chorleiter komponierte Davidsson zahlreiche Stücke für seine Schüler und Chöre. Mittlerweile sind weit über 20 Sammlungen für Klavier, Streichinstrumente und Holzblasinstrumente für Kinder im Eigenverlag (Tonar-og-steinar) erschienen. Seine Werke sind weit in Europa verbreitet, besonders aber in der Schweiz, in Deutschland, Holland, Dänemark und Island. Elias Davidsson setzt sich auch intensiv für die Menschenrechte ein.“

Kurz gesagt, Davidsson ist nach eigener Auffassung ein begnadetes Genie gleichzusetzen mit Mozart, Beethoven und Vivaldi. Nur kennt ihn halt niemand. Und das ist schon mal sein erstes Problem. Um dem Minderwertigkeitskomplex zu entkommen bläst er sich zum Riesen auf. So wie Kleinwüchsige sich entweder Schuhe kaufen mit denen sie größer erscheinen, oder schrille Kleidung tragen, so überhöht Davidsson seine Werke die wahrscheinlich 200 Personen in Europa überhaupt kennen. Und natürlich setzt sich Davidsson für die Menschenrechte ein, wenn schon, denn schon. Ich habe dann mal geschaut welche Menschenrechte gemeint sind, konnte aber wenig bis gar nichts finden. Komisch, wer so berühmt ist der sollte doch irgendwo, außer mit verschwurbelten Theorien über den 11.09 und Mumbai auf einschlägigen Seiten Erwähnung finden? Aber nichts ist.

Davidsson ist eine traurige Gestalt die gerne was sein möchte und da es sonst nichts gibt, außer man wird zum Serienkiller und schreibt Bekennerbriefe an die Bildzeitung, erfindet man halt was. Am Besten wird man zum Juden und stellt sich gegen das Judentum, Israel und allem wovon man keine Ahnung hat. Dann zumindest bekommt man ein Quantum Aufmerksamkeit.

Sein „offener Brief“ an die Kanzlerin ist dermaßen diffus, dass ich eher den Eindruck habe, hier will sich jemand wichtig machen.

Meine verstorbenen Eltern waren anständige Juden. Sie wurden aus ihrer Heimat Deutschland von den „christlichen“ Nazis vertrieben, weil sie nicht dem „Herrenvolk“ der Stunde angehörten.

Was für eine Einleitung. Gab es auch unanständige Juden? Im übrigen war die Mitgliedschaft in der NSDAP nicht auf die Religion beschränkt und seine Eltern wurden wohl kaum von christlichen Nazis vertrieben.

Ich wurde in Palästina geboren. Unsere lieben Nachbarn in Jerusalem wurden von den „jüdischen“ Nazis aus ihrer Heimat vertrieben, weil sie auch nicht dem „Herrenvolk“ der Stunde angehörten.

Quatsch. Er kennt nicht mal die Geschichte Jerusalems und phantasiert sich hier was zusammen, da sträuben sich mir die Nackenhaare. Fakt ist, dass Jerusalem seit 1949 unter jordanischer Verwaltung stand. Da er, wie er behauptet, in Jerusalem aufgewachsen ist müßte er das wissen. Und er müßte auch wissen, dass die Juden aus muslimischen Stadtteilen vertrieben wurden und die Bezirke danach strikt getrennt waren. Mein Vater war Pankower und wußte sehr genau wo die Sektorengrenze verlief.

Das Gazastreifen, das größte Gefängnis der Welt, ist mit Stacheldraht umgeben und wird von Juden bewacht, die dafür sorgen, dass die vertriebenen Palästinenser nicht das jüdische Blut durch ihre Anwesenheit verseuchen.

Wo bitte ist der Gazastrip von Stacheldraht umgeben? Und wo bitte wird der Gaza „von Juden“ bewacht, außer in seiner Phantasie? Und von wo aus wurden die Araber in den Gaza vertrieben? Und weiß er eigentlich dass 15% der israelischen Bevölkerung Muslime sind? Also so verseucht sind die Israelis schon. Und ist ihm schon mal aufgegangen dass der Gaza an Ägypten grenzt? Dort sind keine „Juden“ die irgendwas bewachen. Würde er, als angeblicher Jude, Talmud und Thora kennen, dann müßte er eigentlich wissen, dass israelische Krankenhäuser ohne ansehen der Religion auch Menschen aus dem Gaza behandeln, so die Hamas diese ausreisen läßt. Er soll also nicht rumlügen.

Das vierfüßige Zeichen von Deutschland hat sich bei den israelischen Juden zum Zionstern umgewandelt. Es bekleidet ihre Panzer und Angriffsflugzeuge und sorgt dafür, dass Palästinenser nicht zwischen jüdischen Nazis und Judentum unterscheiden können.

Davidsson ist weder Jude noch hat er jemals in Israel gelebt, er ist einfach nur ein Pseudojude um seinen Antisemitismus in Worte fassen zu können. Wer jemals in Rom war kennt die Trajanssäule und auf der Säule sieht man den Davidstern, der ist schon über 2000 Jahre alt. Davidsson benutzt hier allerdings den wirklich schon alten Trick der Verschwörungstheoretiker und setzt dreist den Davidstern mit dem Hakenkreuz gleich. Das hat schon einen ganz langen Bart, wirkt aber immer wieder.

Weder Sie noch ich haben das moralische Recht, Leute, die nicht die minimalsten Menschenrechte genießen, zu kritisieren. Obwohl ich es bedauere, dass Hamas israelische Siedlungen beschießt, weil dieses Vorgehen nicht zur Befreiung von Palästina führen kann, habe ich Verständnis für die Verzweiflung der Gazaner, die ohne Hoffnung auf eine Befreiung leben müssen.

Davidsson hat eigentlich überhaupt keine Rechte, nicht mal moralisch, weil er als angeblicher Menschenrechtsaktivist nicht mal ansatzweise begreift was Menschenrechte sind und ihm die Bevölkerung dort völlig am Arsch vorbei geht. Und er hat nicht mal Ahnung über Palästina. Der Gaza ist nicht die Westbank und die Westbank ist nicht Gaza. In der Westbank herrscht die Fatah und im Gaza Hamas. Die Hamas beschneidet die Menschenrechte der Einwohner dort und Davidsson beklatscht das auch noch in seiner grenzenlosen Ahungslosigkeit. Und er setzt, ebenso wie er von christlichen, sowie jüdischen Nazis faselt, 1,5 Mio. Einwohner mit der Hamas gleich und glaubt allen Ernstes die Leute wären so richtig glücklich unter Hamas. Die Bevölkerung sind auch keine „Gazaner“ oder kreiert er jetzt einen neuen Staat?

Die Bewohner von Gaza brauchen unsere moralische und aktive Unterstützung, damit sie ihre Freiheit gewinnen. Wir können nur von freien Menschen verlangen, dass sie sich an ethische Maßstäbe halten sollen.

Dann sollte er nach Gazacity gehen und der Hamas mal vorschlagen, dass sie den Beschuss auf israelische Städte einstellen. Dazu sieht er aber keine Notwendigkeit, denn es ist ja viel angenehmer als verkanntes Genie in Deutschland zu leben und seine moralische Verkommenheit zu demonstrieren. Dazu gehört das hartnäckige Verschweigen von Menschenrechtsverletzungen überall auf der Welt, besonders wenn Muslime die Opfer sind und nicht die USA, oder Israel Schuld haben könnten. In Tschetschenien werden jeden Tag Leute umgebracht, aber das sind ja auch nur Muslime. Im Niger, in Mauretanien und in Darfur werden jeden Tag schwarze Muslime zu Sklaven gemacht, aber das sind ja auch nur Muslime. In Nigeria wurde extra die Sharia eingeführt, aber da werden ja auch nur Muslime hingerichtet und im Westen Chinas werden die Uiguren unterdrückt, aber da handelt es sich ja auch nur um Muslime. Und all diese Leute halten und hielten sich an ethische Maßstäbe, das einzige Verbrechen war: Sie sind schwarz, passen also nicht in’s arabische Schema, sie sind religiös, passen also nicht in die chinesische Doktrin, sie gehören einer Minderheit an, passen also nicht zur Mehrheit, sie sind Terroristen, werden also von Russland generell verfolgt. Versuch mal als Tschtechene in Moskau durch die Metro zu kommen.

Sie sollten sich als deutsche Bundeskanzlerin schämen, die jüdischen Nazis gegen eine arme Bevölkerung von Flüchtlingen zu unterstützen. Sind sie etwa ein getarnter Antisemit, der Juden ein goldenes Seil schenkt, damit sie sich aufhängen können?

Was mich ja immer wieder ankotzt ist dieses pathetische. Geht es nicht eine Nummer kleiner? Und vor allem gibt es niemanden der Davidsson mal ein bisschen Hirn schenkt? Dann würde er sich nicht so dumm als Trottel outen. Vielleicht liegt es aber auch an seinen mangelnden Deutschkenntnissen dass er er nicht anders kann,  sich als völlige Null zu präsentieren.

Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit Kinderblut gefüllt ist: Blut von palästinensischen Kindern, christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens.

Es leben keine Juden im Gaza, hat er das noch nicht geschnallt? Und die Zeit seinen Antijudaismus damit zu garnieren, dass die Juden das Kinderblut von Nichtjuden zu Mazze verarbeiten sind für Herrn Davidsson offensichtlich noch nicht vorbei.

Die Kinder gehen ihm doch Arsch vorbei, sonst würde er sich wohl ein Bein für 21.000 Kinder ausreißen die stündlich an Hunger sterben. Nicht im Gaza, sondern in Afrika, Lateinamerika und Asien.


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  1. Dezember 2, 2009 2:51 pm

    „Eine sei­ner Rei­sen hat Da­vids­son in die Stadt Bie­le­feld ge­trie­ben. Dort be­such­te er am ver­gan­ge­nen Wo­chen­en­de die rech­te Bur­schen­schaft „Nor­man­nia-​Nie­be­lun­gen“, um über den 11. Sep­tem­ber 2001 zu re­fe­rie­ren. Neben Da­vids­son tra­ten unter an­de­rem der ver­ur­teil­te Rechts-​Ter­ro­rist Od­fried Hepp, aber auch Micha­el Bu­back, Sohn des er­mor­de­ten Ge­ne­ral­staats­an­walt Bu­back auf. Ge­filmt wurde die Ver­an­stal­tung von Micha­el Vogt, der unter einen Film über Ru­dolf Heß pro­du­zier­te, in dem der Hit­ler-​Stell­ver­tre­ter zum „Frie­dens­flie­ger“ ver­klärt wor­den war.“

    Mehr Infos hier: http://reflexion.blogsport.de/2009/12/02/der-briefeschreiber/

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