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Demokratiebewahrer

September 25, 2008

Was mir am meisten auf die Nerven geht, das sind Typen die auch für den rechten Bodensatz eine Legitimation fordern.

Ich weiß zwar nicht wer der Herr Wilhelm Entenmann ist, ist mir auch völlig Latte, aber wenn man schon den Untergang der deutschen Demokratie am Horizont aufziehen sieht, nur weil ein Pächter keine Lust auf rechte Spinner hat, dann sollte man das eher als freie Marktwirtschaft bezeichnen. Das mag für ihn jetzt nicht ganz nachvollziehbar sein, aber als Betreiber darf ich mir meine Klientel schon selber aussuchen.

Und wenn irgendwelche rechten Spinner, die offensichtlich ein  Problem mit anderen Religionen haben und ihren Ausländerhass unter dem Deckmäntelchen der Religionskritik -hier am Islam- verdecken möchten ausgeschlossen werden, dann ist das kein Angriff auf die Demokratie, sondern einfach ein normaler Vorgang.

Außerdem brauchen wir In Bonn diese Grenzdebilen Spinner nicht und wir brauchen auch keine Selbsternannten Demokratiebewahrer aus dem Ausland, die uns erklären möchten, wie Demokratie zu funktionieren hat. Er kann ja dort, wo er wohnt, seine Pro-Irgendwas Gruppe in’s Leben rufen. Dazu wünsche ich ihm aus der Hauptstadt der „Gegenbewegung“ viel Spaß.

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4 Kommentare leave one →
  1. September 26, 2008 12:57 am

    Der Punkt dabei ist nicht, ob „ein Pächter keinen Bock auf rechte Spinner hat“, sondern aus welchen Gründen dies geschieht. Als der besonders zivil couragierte Wirt des Yachtclubs in Köln-Porz die „rechten Spinner“ (Pro Köln und Gäste, inkl. meiner Person) hinauswarf, geschah dies nicht aus Gründen persönlicher Überzeugung. Der Wirt hatte zuvor geradezu den Jackpot gezogen – völlig unerwartet hatte er einen Saal voll bekommen und er erweckte nicht den Eindruck, als würde er sich diese Verdienstmöglichkeit entgehen lassen wollen. Trotz der ausliegenden Flyer, die keinerlei Interpretationsspielraum bezüglich der Natur seiner Gäste zuließen, wurden bereits großzügig Getränke serviert. Erst als sich zwei Spiegel-Reporter mit laufender Kamera vor ihm aufbauten und ihn vor die Wahl stellten, entweder als ewiger „Nazi“ oder als couragierter Mitbürger in der morgigen Zeitung zu erscheinen, hängte er sein Fähnlein in den Wind und machte von seinem Hausrecht Gebrauch. Die „Nazis“ mussten gehen. Soviel zur „freien Marktwirtschaft“.

  2. taylor1944 permalink
    September 26, 2008 6:28 pm

    Nun ist es hier aber was anderes. In Bonn gibt es das Netzwerk Pro-Bonn. Pro-Bonn ist ein Zusammenschluß wirtschaftlicher Interessen für die Region Bonn/Rhein-Sieg und dementsprechend auch bekannt.
    Der Veranstaltung wurde aber schon im Vorfeld nicht zugestimmt, da der Pachtvertrag dies ausschließt und die Stadt Bonn ist die Eigentümerin der Stadthalle Bad Godesberg. Wo also ist das Problem?
    Im Übrigen – und das steht ja auch im Artikel, ist ja Pro-Bonn quasi als Unterorganisation der Bürgerbewegung pro NRW aktiv.

    Ps.: Mal so am Rande, von wem werden Sie eigentlich islamisiert?

  3. wombat permalink
    September 29, 2008 6:24 pm

    Welches Gremium legt eigentlich fest, wer so alles zum „rechten Bodensatz“ zählt? Findet die Auswahl öffentlich und demokratisch statt, können und dürfen sich die Beschuldigten zum Vorwurf äußern?

    Jedenfalls gibt mir zu denken, wer im Rahmen des „Kampf um Köln“ so alles zu braunem Abschaum erklärt wurde… jedenfalls keineswegs nur bekennende Rassisten und Antisemiten. Selbst Herr Giordano wird ja inzwischen von einigen „Antifaschisten“ als Nazi eingestuft. Sieht so eine demokratische Auseinandersetzung aus?

  4. taylor1944 permalink
    September 29, 2008 7:03 pm

    Wombat,

    wer lesen kann ist taktisch klar im Vorteil, wenn er das zuvor Gelesene auch verarbeiten kann.
    Es geht hier um die Partei „Pro-Bonn“ nicht um den Kongress der Volldeppen von „Pro-Köln.“

    „Die Beschuldigten“ äußern sich ja permanent sonst wäre Pro-Köln ja nicht in den Rat der Stadt eingezogen und man muß sich nur die Biographien der Leute durchlesen und weiß woher der Wind weht. Was also soll dieses „Opfergewäsch?“

    Giordano hat sich von Pro-Köln auf das Schärfste distanziert, wieso Sie diesen jetzt wieder damit in Verbindung bringen möchten ist mir ein Rätsel.
    Und damit eines ganz klar ist: Solange auf friedlichem Weg Protest geübt wird ist das für mich ein demokratischer Vorgang, auch wenn es für Sie nicht in Ordnung ist. Wer allerdings meint, sein Mütchen an der Polizei kühlen zu müssen, oder Mülltonnen in Brand steckt gehört in den Häfen. Das sind einfach Chaoten, die sich gerne als „Linke“ romantisieren.

    Was nun diese „Islamisierungsgegner“ angeht. Das ist einfach nur gequirltes Pseudogewäsch und erinnert mich an die Wahlplakate der NPD in den 70ern. Es geht hier einfach nur darum seiner Fremdenfeindlichkeit ein Mäntelchen überzustülpen, sonst nichts. Natürlich kann und muß man Religionskritik üben. Natürlich muß man hinter kritischen Muslimen, oder Ex-Muslimen stehen und diesen den Rücken stärken. Es geht Pro-Köln und anderen aber nicht um kritische Muslime, die sind für sie nur Mittel zum Zweck. Ebenso wie für PI und Konsorten USA- und Israelsolidarität nur ein Alibi bieten soll. „Sehr her, wir haben ja nichts gegen „anständige Muslime“ schließlich sind wir ja für Israel, die USA und haben sogar Ayan Hirsi Ali verlinkt.“ Vor 30 Jahren waren es die Gastarbeiter allgemein mit denen man Ängste schüren wollte und heute sind es die Muslime. That’s it.

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