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Ansichten über die Hamas

August 3, 2008

Masab Yousef ist 30, sein Vater ist der Hamas-Führer in der Westbank, Sheikh Hassan Yousef. Durch ihn lernte er die Hamas kennen und hatte auch Einblicke in die inneren Strukturen. Den tiefsten Einblick und die Überzeugung um was es sich bei der Hamas handelt, bekam er als er 18 Jähriger von den israelischen Sicherheitskräften verhaftet wurde. Yousef hatte  genügend Gelegenheit, die Hamas von Grund auf kennen zu lernen.

Er konvertierte zum Christentum und lebt seit seiner Konvertierung im kalifornischen Exil in der Gewissheit, dass er nie wieder in die Autonomiegebiete zurückkehren kann. Würde er dies machen, wäre es sein sicherer Tod. Der Haaretz gewährte er Einblick in die Strukturen und Denkweise der Hamas, den Text, erschienen am 01.08. übersetzte die israelische Botschaft in’s deutsche und veröffentlichte den Artikel in ihrem Newsletter

Vater, Sohn und … Hamas

Masab Yousef hat eine ungewöhnliche Biographie. Als Sohn des Hamas-Führers im Westjordanland Sheikh Hassan Yousef lernte er die palästinensische Terrororganisation von innen kennen, konvertierte zum Christentum und ging ins kalifornische Exil. Im Interview mit der Haaretz erzählt der 30jährige nun von seinen jungen Jahren in der Jugendorganisation, seinem Vater und seinem Verhältnis zu Israel. Aufgrund seiner scharfen Kritik an der Hamas ist ihm eine Rückkehr in seine Heimatstadt Ramallah einstweilen unmöglich.

„Im Gymnasium lernte ich die Sharia, das islamische Recht. 1996, ich war gerade 18, wurde ich von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften verhaftet, weil ich der Vorsitzende der Islamischen Gesellschaft in meinem Gymnasium war. Es ist eine Art Jugendbewegung der Organisation. Damit begann mein Erweckungsprozess.

Bis dahin kannte ich die Hamas über meinen Vater, der ein sehr bescheidenes und liebevolles Leben führte. Zuerst bewunderte ich die Organisation, weil ich meinen Vater so sehr bewunderte. Aber während der 16 Monate, die ich im Gefängnis verbrachte, war ich dem wahren Gesicht der Hamas ausgeliefert. Es ist eine negative Organisation. Ganz einfach. Eine grundsätzlich böse Organisation. Ich saß im Gefängnis von Megiddo und verstand plötzlich, wer die wirkliche Hamas war. Ihre Führer im Gefängnis hatten bessere Bedingungen, so etwa das beste Essen und auch mehr Familienbesuche und Handtücher für die Dusche. Diese Leute haben keine Moral, keine Integrität. Aber sie sind nicht so dumm wie die Fatah, die am helllichten Tag vor jedermanns Augen stiehlt und sofort der Korruption verdächtigt wird. Die Leute von der Hamas erhalten ihr Geld auf unehrliche Weise, investieren es an geheimen Orten und legen nach außen eine einfache Lebensführung an den Tag. Früher oder später verwenden sie das Geld und legen die Leute rein.“

„Ich respektiere Israel und bewundere es als Staat. Ich bin gegen jede Politik, die Zivilisten ermordet oder sie als Mittel zum Zweck missbraucht, und ich verstehe, dass Israel das Recht dazu hat, sich selbst zu verteidigen. Wenn die Palästinenser keinen Feind zum Bekämpfen haben, bekämpfen sie sich untereinander. In etwa 20 Jahren werden Sie sich an das erinnern, was ich Ihnen sage, der Konflikt wird zwischen verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Hamas stattfinden. Sie fangen schon jetzt an, über die Kontrolle der Finanzen zu streiten.“

„Ihr Juden solltet aufpassen: Ihr werdet nie, niemals Frieden mit der Hamas haben. Der Islam als die Ideologie, die sie leitet, wird ihnen nicht erlauben, ein Friedensabkommen mit den Juden zu schließen. Sie glauben, dass die Überlieferung sagt, dass der Prophet Mohammed gegen die Juden gekämpft hat und man sie daher weiter bekämpfen muss bis zum Tod. Sie müssen Rache an jedem nehmen, der den Propheten Mohammed nicht akzeptiert hat, wie die Juden, die im Koran als Affen und Söhne von Schweinen betrachtet werden. Sie sprechen in Begriffen historischer Rechte, die ihnen genommen wurden. In den Augen der Hamas widerspricht ein Frieden mit Israel der Sharia und dem Koran, und die Juden haben kein Recht, in Palästina zu bleiben.“

„Eine gesamte Gesellschaft hält den Tod und die Selbstmordterroristen heilig. In der palästinensischen Kultur wird ein Selbstmordterrorist zum Helden, zum Märtyrer (Shahid). Die Sheikhs erzählen ihren Schülern vom ‚Heldentum der Shahids’, und das bringt die jungen Leute dazu, die Selbstmordbomber nachzuahmen, um Ruhm zu erlangen.“

„Wussten Sie, dass die Hamas die erste war, die die Waffe der Selbstmordbomber gegen zivile Ziele eingesetzt hat? Sie sind blind und ignorant. Es stimmt, es gibt überall gute und schlechte Leute, aber die Unterstützer der Hamas verstehen nicht, dass sie von einer irren und grausamen Gruppierung geführt werden, die den Kindern eine Gehirnwäsche verpasst und sie glauben macht, dass sie ins Paradies kommen, wenn sie einen Selbstmordanschlag verüben. Aber kein Selbstmordbomber wird dorthin gelangen, und keine Jungfrauen werden auf sie warten, nachdem sie einen Anschlag verübt haben. Sie müssen verstehen, das der Islam von Menschen geschaffen wurde und nicht von Gott.“

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