Würden Sie eine öffentliche Hinrichtung schauen?

Was für eine bescheuerte Frage werden Sie jetzt sagen und mir wahrscheinlich einen Vogel zeigen. Völlig mit Recht. Den Biophysiker Gregory Stock beschäftigte bei dieser Frage eher die Antwort der Menschen und so machte er sich auf und schrieb bereits 1987 das Buch „The Book of Questions“ mit völlig abgdrehten Fragen wie zum Beispiel, „würden Sie ein Jahr lang jede Nacht Alpträume ertragen, wenn Sie danach ein riesiges Vermögen bekämen?

Miriam Walker hat das Buch neu entdeckt und liefert nicht nur eine Beschreibung, sondern hat auch 20 Fragen aus dem Buch veröffentlicht. Bei manchen Fragen kommt man wirklich in’s Grübeln, aber eine Hinrichtung würde ich mir trotzdem nicht anschauen. Ich bin der Meinung Hinrichtungen sollten endlich abgeschafft werden. Kein Staat hat das Recht einen Menschen vom Leben zum Tode zu befördern.

Viel Spaß beim Nachdenken.

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3 Gedanken zu “Würden Sie eine öffentliche Hinrichtung schauen?

  1. Ich bin gegen die Todesstrafe als Mittel der gewöhnlichen Strafjustiz, halte sie aber in historischen Ausnahmesituationen für vertretbar (Nürnberg, der Mengele-Prozess, Saddam Hussein), um Völkermörder und/oder Schwerst-Kriegsverbrecher nicht nur zu bestrafen, sondern auch den Anhängern gestürzter faschistischer Regime klarzumachen, dass ihre Zeit endgültig vorbei ist.

  2. Ich bin mir da, ehrlich gesagt, nicht ganz sicher. Die Todesstrafe an sich lehne ich rundheraus ab.
    Und bei den historischen Vergleichen, Hussein mal ausgenommen, stehe ich eher auf dem Standpunkt der Rache.
    Die Kriegsverbrecher im Nürnberger Prozess hätte ich alles erleben lassen, was die Menschen im KZ erleben mußten. Ich hätte denen jeden Tag ihren eigenen Rassenwahn vor Augen geführt und Göring nach seinem Ableben zu einer Lampe verarbeitet. Mengele, die alte Drecksau, hat man ja leider nie erwischt. Aber wenn, dann hätte ich seine Versuche an ihm durchführen lassen. Den Eichmann hätte ich den kompletten Negev umgraben lassen und Hussein hätte sich in Halabja wie zu Hause gefühlt.
    Die Anhänger dieser Regime lassen sich durch Todesstrafen nicht abschrecken, im Gegenteil wurden allein schon durch die Prozesse Legenden aufgebaut, die sich bis Heute gehalten haben. Allein die Anhänger Mussolinis heulen ja wie die Schloßhunde jedes Jahr den Tiber voll.

    Diesen Leuten, mein lieber Lindwurm, führen auch keine Todesurteile vor Augen, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Im Gegenteil versinken sie in ihren Verschwörungstheorien. Ob man einen wie Hess lebenslang in den Häfen sperrt, oder einen wie Ribbentrop aufknüpft, die Legendenbilder hat man immer. Und selbst ein Massenmörder wie Ted Bundy, oder Charles Manson haben in den USA ihre Anhänger.

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