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Bonn bleibt Nazifrei! (reloaded)

Juli 13, 2008

Leider konnte ich aus persönlichen Gründen nicht an der Demo, so wie geplant, teilnehmen und mußte mich erst mal im Bekanntenkreis und aus der Zeitung informieren.

Von der Großdeutschen Fraktion haben wohl 250 stramme Kameraden den Weg nach Bonn ohne fremde Hilfe geschafft. Wahrscheinlich waren die Anderen mit einer Karte von 1937 unterwegs und irren zur Zeit hoffentlich irgendwo am Skagerag herum. Aber Spaß Beiseite. Die Gegendemonstration war ein voller Erfolg und während die Sprecherin der Antifa Bonn-Rhein/Sieg von 3000 Gegendemonstranten spricht, schreibt der Bonner Generalanzeiger von 2500 Menschen die den Nazis gezeigt haben wo der Hammer hängt. Eine Quote von 10:1 finde ich Klasse.

Leider waren auch wieder Leute vom Autonomen Block unterwegs, deren Verständnis von einer Demonstration offensichtlich darin besteht, Randale zu machen. Ohne diese gescheiterten und frustierten Existenzen geht es anscheinend nicht und es wundert mich, wenn sich jedesmal Leute finden, die die Polizei kritisieren und den roten Mob noch Schutz nehmen. Wenn Frau Schneider von erfolgreicher Bündnisarbeit spricht, die der Polizei ein Dorn im Auge sein soll, dann ärgert mich diese Aussage. Der Generalanzeiger schreibt

Mit dabei ein Block von etwa 200 – Angaben dazu schwankten – teilweise vermummten Linksradikalen, dem die Ordnungskräfte besonderes Augenmerk schenkten. Etwas Hektik kam auf, als kurz nach 11 Uhr eine militante Splittergruppe versuchte, sich in Richtung Lengsdorf abzusetzen, aber an einer Polizeikette scheiterte. Die Polizei berichtete, dass aus dieser Gruppe heraus auch Farbbeutel, Flaschen und Steine in Richtung der Beamten flogen. Mit umfangreichen Kräften wurde die Gruppe bis zum frühen Abend festgesetzt, um die Personalien der Beteiligten festzustellen.

In einem Fall waren Farbbeutel von einer Brücke in die Fahrtstrecke der Bahn gehängt worden. In einem anderen Fall war das Schotterbett unter der Bahnstrecke entfernt worden um eine Ankettaktion/Blockade durchzuführen. Der Entstördienst der DB wurde hinzugezogen und gab nach Prüfung die Strecke frei. Durch die notwendigen Sperrungen kam es zu geringfügigen Verzögerungen im Bahnverkehr auf dieser Strecke.

So einen Scheiß hat man eigentlich nicht nötig und gibt den rechten Dumpfmuffen jedesmal zusätzliche Argumente an die Hand. Über 2000 Demonstranten sind friedlich und mit Entschlossenheit den Rechten entgegengetreten, so dass diese keinen „entspannten Tag“ verleben konnten, wie dies noch so vollmundig angekündigt wurde. Darum geht es, den Rechten das Leben so unentspannt wie möglich zu machen und das ohne Gewalt und diese nicht auch noch durch völlig sinnlose Aktionen aufzuwerten.

Allerdings verstehe ich die Polizei nicht, die gegen den Lautsprecherwagen der Rechten nicht eingeschritten ist und diesen braunen Mob gewähren ließ. Es ist ja wohl ein Unding, dass der Judenstern der Nazizeit von den Rechten mißbraucht wird, weil diese sich in ihrer Meinungsfreiheit behindert sehen und den Judenstern damit verunglimpfen, in dem sie das Wort „Nazi“ reinschreiben. Normalerweise hätten sie den Wagen einfach umkippen sollen und samt Inhalt auf die Mülldeponie ziehen.

Trotzdem ist und bleibt die Politik gefragt. Gegen den braunen Mob sollte endlich mal Stellung bezogen werden und keine zusätzlichen Ausschüsse einberufen. Bisher hat das ja nicht viel gebracht. Und wenn die Frau Dieckmann zusammen mit ihren Bürgermeisterkollegen das in Berlin verklickert, dass Nazis in Deutschland unerwünscht sind, das wäre dann die Fortsetzung von Bonn.

Mehr Infos. Reaktionen, Bericht im G.A., Bilder und Bericht der Bonner Antifa.

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