Israelische Apartheid

Da es immer noch Leute gibt, die glauben in Israel würde es genauso funktionieren wie in Südafrika während der Apartheid, denen sei der Informationstext der israelischen Streitkräfte an das antizionistische kritische Herz gelegt.

Schwarze Hebräerin bei der Armee

Yafuna Christmas ist eine der wenigen Black Hebrews in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL). Ihr ganzes bisheriges Leben hat sie als jüngstes von zehn Kindern in ihrer Gemeinde in Dimona verbracht. Von der Außenwelt bekam sie nicht allzu viel mit – bis sie sich dazu entschied, in die Armee einzurücken.

Die Geschichte der Black Hebrew Israelites begann 1966 in Chicago, als Ben Carter, der sich später in Ben Ami Ben Israel umbenannte, eine göttliche Offenbarung über die Rückkehr ins Heilige Land verspürte. Er und 400 Anhänger immigrierten drei Jahre darauf nach Israel und ließen sich in der Wüstenstadt Dimona nieder. Heute umfasst die Gemeinde, die nach dem Rückkehrgesetzt nicht als jüdisch gilt, 2000 Mitglieder. Sie folgen dem Alten Testament, jedoch nicht den traditionellen Lehren der Rabbiner, und haben eigene Texte und Feiertage. Die schwarzen Hebräer praktizieren Polygamie, folgen einer veganen Lebensführung und trinken keinen Alkohol.

Vor vier Jahren meldete sich der erste schwarze Hebräer zur israelischen Armee. Christmas meint dazu: „Was unsere Gemeinde angeht, betrachten wir den Armeedienst als Pflicht, und von uns allen wird erwartet, der Armee beizutreten und unser Land zu verteidigen, das Land, in dem wir leben.“ Die Armee tut dabei ihr Möglichstes, um ihnen die Ausübung ihres Glaubens und ihrer Tradition zu erleichtern. „Ich darf die Basis jeden Donnerstag verlassen, um am Shabbat mit meiner Familie sein zu können. Auch während unserer Feiertage bekomme ich frei.“

Ich bin sehr glücklich hier, vor allem seit ich einige großartige Freunde gefunden habe“, sagt Christmas. „Ich wurde sogar schon von ihnen nach Hause eingeladen. Es ist interessant gewesen, an so vielen verschiedenen Orten zu sein, und es macht immer Spaß, etwas Neues zu entdecken. Ich lerne eine Menge in der Armee. Als ich einrückte, öffnete ich mich erstmals gegenüber der israelischen Gesellschaft. Meine Freunde, die Musik, das Essen: alles ist anders, als ich es gewohnt bin. Es ist wirklich wahr, wenn die Leute sagen, dass die israelische Gesellschaft aus einer reichen Vielfalt von Kulturen besteht.“

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 18.06.08 )

Nur zur Erinnerung, in Südafrika dienten zwar 3000 San als Fährtensucher in den Streitkräften des südafrikanischen Apartheidregimes, irgendwelche Rechte hatten sie allerdings nicht. Übrigens darf Yafuna Christmas zusammen mit ihren Kameradinnen Puschi machen und hat keine separate Toilette. Sie darf auch gemeinsam mit anderen im Bus fahren, es gibt nämlich kein Schild „For Blankes only!“ Ach ja und wenn sie Streß mit ihrem Raw-Samal bekommt, oder einem anderen Vorgesetzten, dann kann sie den sogar bei seinem Vorgesetzten verpetzen. In Südafrika kam ein Schwarzer nicht mal in die Nähe eines Rekrutierungsbüros, er kam höchstens mit einem Gewehrlauf in Berührung. Soviel zum Thema, „man kennt sich mit Apartheid aus und kann bestätigen, dass Israel mit den Bewohnern so umgeht, wie das Apartheidregime in Südafrika mit den Schwarzen“. Die wären wahrscheinlich liebend gerne quer durch Afrika gewandert, um in Israel Asyl zu finden.

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Ein Gedanke zu “Israelische Apartheid

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