Knuts Welt

Es ist immer wieder niedlich, wenn man sich so die Welt derer anschaut, die sich ja völlig links und antiimperialistisch geben, aber in Hysterie verfallen, wenn der, ihrer Meinung nach, imperialistische Klassenfeind mehr Aufmerksamkeit genießt. So ein Exemplar ist Knut Mellenthin.

Weil Henryk Broder zum Sachverständigen in Sachen Antisemitismus berufen wurde, schäumt Mellenthin vor Wut und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, schließlich hat er 15 Jahre zur deutschen Geschichte geforscht, schrieb er einen typischen Brief an Gert Weisskirchen mit der Frage, warum man einen wie Broder zum Sachverständigen erkoren hat.

Sehr geehrter Herr Weisskirchen

Können Sie mir erklären, was Herrn Henryk Broder dazu qualifiziert, im
Bundestag als – ich zitiere wörtlich – “Sachverständiger” in Sachen
Antisemitismus aufzutreten? Ich meine, außer der Tatsache, dass dieser
Mann es fertig gebracht hat, einen KZ-Überlebenden als Antisemiten zu
beschimpfen und damit auch noch vorm Oberlandesgericht Frankfurt recht
(kleingeschrieben) zu bekommen? Oder qualifiziert ihn etwa die Tatsache,
dass er Autor eines Buches ist, mit dem dümmlichste aggressive Vorurteile
gegen – ich zitiere wörtlich – “1,5 Milliarden Moslems in aller Welt, die
chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen”,
verbreitet werden, und der dabei auch noch von der deutschen
Bundesregierung, um genau zu sein von der Bundeszentrale für Politische
Bildung, unterstützt wird? Machen Sie ruhig weiter so, wenn Sie das Thema
Antisemitismus zur Lachnummer degradieren wollen. Aber, im Ernst
gesprochen, wer kann denn das eigentlich wollen?

Beste Grüße
Knut Mellenthin

Es ist schon niedlich, wenn sich Mellenthin, der keine dumme Phrase ausläßt um sich lächerlich zu machen, so aufregt. Mellenthin gehört zu Beispiel zu den präventiv getroffenen, wenn es um die Menschenrechte geht. So hat er ja sofort eine Entschuldigung aller Idioten, pardon, der unterzeichnenden deutschen Staatsbürgern am chinesischen Volk unterzeichnet und natürlich sofort in der Jungen Welt veröffentlicht, natürlich mußte er auch direkt darauf hinweisen.

Der Brief ist schon Klasse und es ist wirklich kein Wunder, wenn die Chinesen eine Handvoll von geistig Verwirrten wohlwollend erwähnen.

Leider hat mich der Offene Brief Volker Bräutigams erst spät erreicht, sodass ich ihn nicht rechtzeitig mitunterzeichen konnte. Zusammen mit vielen der Unterzeichnenden habe ich sofort nach den ersten – meist manipulierten und verfälschend kommentierten – Bildern aus Tibet zahlreiche Artikel geschrieben und im Internet veröffentlicht, um das Lügengebäude der sogenannten tibetischen Exilregierung und des Dalai Lama zu erschüttern sowie seine freundschaftlichen Kontakte zu deutschen Kriegsverbrechern publik zu machen und auf den Fakt der Befreiung des tibetischen Volkes aus der feudalistischen Sklaverei aufmerksam zu machen.

„Herr Lehrer, ich weiß was, im Keller brennt Licht, aber ich habe es ausgemacht. Bekomme ich jetzt eine 1?“ Wer so einen Schwachsinn unterschreibt, dem gehört normalerweise die Eselmütze. Die Tibeter wurden zum Beispiel nicht „befreit“ und es gibt nur eine Handvoll Tibeter, die wirklich glauben, sie seien befreit worden. Die meisten Tibeter fühlen sich einfach besetzt. Und wer es als Errungenschaft feiert, dass willkürliche Verhaftungen, Folter und Mord eine Befreiung darstellen, der ist einfach nur krank. Die sogenannte Exilregierung wird anerkannt und ist von den Exiltibetern gewählt worden. Im Gegensatz zu einer Dikatur. Der Dalai Lama hat auch keine freundschaftlichen Kontakte zu Kriegsverbrechern gepflegt. Zum einen war er, als die Nazis in Tibet weilten, Drei Jahre alt und zum anderen war Heinrich Harrer auch kein Kriegsverbrecher, selbst als Mitglied der NSDAP nicht, denn zu dem Zeitpunkt saß er im Himalya fest. Die tibetische Regierung pflegte, auch wenn es immer wieder behauptet wird, keinen freundschaftlichen Kontakt zu den deutschen Nazis, im Gegenteil beklagte der Expeditionsleiter die Ablehnung seitens der Tibeter ihnen gegenüber. So schreibt zum Beispiel Christian Ruch, Es verwundert daher kaum noch, dass einem Brief des tibetischen Regenten Reting Rinpoche an Hitler, der wenig mehr als diplomatische Floskeln enthält, eine Bedeutung zugesprochen wird, die er wohl kaum verdient (S. 130). Röttgens haben dabei offenbar jene Übersetzung ausgewählt, die „nazifiziert“ wurde, indem einiges eingefügt wurde, was im Original gar nicht erwähnt wird. Ausserdem scheint der Brief ohnehin auf Drängen des deutschen Forschers Ernst Schäfer geschrieben worden zu sein, der sich zu dieser Zeit mit einer Expedition in Tibet aufhielt und wohl etwas in Deutschland vorweisen wollte. Von einem aufrichtigen „Interesse tibetischer Kirchenfürsten (sic!) an Adolf Hitler“ (S. 131) kann also wohl kaum ernsthaft die Rede sein. Dass Hitler im übrigen die Geschenke, die er aus Tibet erhielt, „mit einer gewissen Verachtung entegegengenommen haben“ soll, wird von den Trimondis freimütig erwähnt, dass dies aber wohl nicht gerade für eine grosse Tibet-Begeisterung des „Führers“ spricht, bemerken sie offensichtlich nicht (oder vielmehr wollen sie es wahrscheinlich nicht bemerken).“ Außerdem hat die tibetische Exilregierung eine demokratische Verfassung, im Gegensatz zu der von Mellenthin und anderen hofierten chinesischen Regierung. Für Tibet war der Einmarsch der Chinesen keine Befreiung, sonst hätten sie wohl kaum einen Volksaufstand gemacht. Und Maos China war mitnichten ein Volksbefreier, im Gegenteil, aber die Pseudolinken glauben ja auch, der Islamismus mit all seinen negativen Formen wäre ein Volkbefreiungsaufstand und bejubeln es noch, wenn Frauen gesteinigt werden, oder ihnen in Stadien die Kehle durchgeschnitten wird.

Ich möchte mich auf diesem Wege den Aussagen des Offenen Briefes vollinhaltlich anschließen. Dies um so mehr, als ich befürchte, dass bestimmte Kreise sowohl die Sturmkatastrophe in Myanmar als auch das große Erdbeben in de VR China als weitere Gelegenheit der Einmischung in die inneren Angelegenheiten beider Länder zu nutzen trachten.

Richtig, Myanmar ist ja auch ein Hort der Demokratie und Menschenrechte, quasi die Wiege. Und der böse Unbekannte im Hintergrund versucht diese Länder zu destabilisieren. Wen interessieren denn schon die Menschenrechte. Die Uiguren in China können froh sein, dass sie unter so einer toleranten Regierung leben dürfen. Man stelle sich vor, dass die Uiguren möglicherweise zur Mongolei gehören möchten, weil sie es, als ethnische Minderheit besser hätten. Da kann man über die Weisheit Pekings ja nur froh sein, auch wenn es den großen Führer nicht mehr gibt. Und hat China mit den olympischen Spielen nicht bewiesen wie ernst man die Menschenrechte nimmt? Ein paar Dissidenten hat man zu ihrem eigenen Schutz unter Hausarrest gestellt. Und wie dankt es die Welt? In dem sie versucht sich in die inneren Angelegenheiten zu mischen, wie zum Beispiel Hilfslieferungen nach Myanmar. Wie hat schon Vergil gesagt? „Ich fürchte die Danäer, selbst wenn sie Geschenke bringen.“ Ja da freut sich die Pseudolinke Seele nach all dem Verlust der ruhmreichen UdSSR, den Warschauer Pakt Staaten und selbst die Neger machen was sie wollen. Nur noch der Bob in Simbawe bleibt seiner Linie treu, ebenso wie die Cubaner und die Nordkoreaner. Es ist wirklich nicht mehr so leicht Pseudokommunist zu sein.

Über die antichinesischen Pogrome in Tibet hinaus muss diesen beiden Situationen neben der wirklichen humanitären Hilfe unsere besondere Aufmerksamkeit gelten. Nicht umsonst spricht einer der führenden „Sicherheitsberater“ einer großen Weltmacht von der „Katastrophe als Chance“!

Ja da haben die chinesischen Genossen ja auch super drauf reagiert. Die Pogrome der tibetischen Minderheit waren ja auch ganz schrecklich. Da wurden arme chinesische Kapitalisten Volksgenossen von tibetischen Reaktionären angegriffen und deren Geschäfte HO-Läden geplündert. Furchtbar wirklich, dabei haben die Chinesen doch nur eine Millionen Tibeter um die Ecke gebracht. Und da macht dort direkt so einen Aufstand. Und mittendrin die westlichen Imperialisten die den Chinesen ja wirklich nichts gönnen, außer ihr Geld in China zu investieren.

Mellenthin, der diesen Brief unterzeichnet hat, sollte sich vielleicht mal um sich selber kümmern, aber das ist bei Pseudolinken Antisemiten im Programm nicht vorgesehen. Statt dessen glauben sie der Nabel der Welt zu sein und selektieren gerne. Dabei verkommt die Meinungsfreiheit bei Ihnen zur Freiheit der Meinung, nach ihrem Gusto und gern möchten sie ihre Meinung auch anderen diktieren. Da dies in einer Demokratie nicht möglich ist, nutzen sie gerne und reichthaltig die freie Meinungsäußerung in der stillen Hoffnung, dass sie irgendwann ihre „Gegner“ zur Strecke bringen können.

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Ein Gedanke zu “Knuts Welt

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