Reden über Israel

Nach dem Artikel von Henryk M. Broder über Frau Hecht-Galinsky, habe ich mir den Link zur Sendung, „Hallo Ü-Wagen,“ rausgesucht und mir die Sendung angehört. Zunächst die gute Nachricht, die befragten Zuschauer hatten, bis auf ein paar religiöse Aussetzer, eine dezidierte Meinung über Israel und widersprachen einem Antisemitischen und Antizionistischen Bild. Vielleicht sind die Bürger/innen in Hilden aber auch ein bisschen besser informiert als der Durchschnittsmichel, sowie Evelyn Hecht-Galinsky und Udo Steinbach.

Man kann sich ja jetzt darüber streiten, ob Frau Hecht-Galinsky eine „Publizistin“ ist, worüber man sich aber nicht streiten kann ist die Tatsache, dass die Frau absolut keine Ahnung hat worüber sie spricht. Offensichtlich hat sie eher ein psychisches Problem und glaubt die Öffentlichkeit müsse als Therapieersatz herhalten. Gern versteckt sie sich hinter irgendwelchen Zitaten, die sie mal gelesen hat und verweist auf „israelische Historiker“ die ihre Sichtweise bestätigen als wäre dies ein Qualitätssiegel. Nimmt man ihre Logik auf, dann kann man auch deutsche Historiker nehmen, die zwar den Deutschen eine gewisse Mitschuld am zweiten Weltkrieg zubilligen, aber -natürlich nach Quellenstudium-, die Hauptschuld eher bei den Polen, oder der UdSSR verorten. Oder gerne den Kriegsbeginn zwei Tage nach hinten verlegen.

Aber auch Udo Steinbach scheint sich irgendwie nicht wirklich im Nahen Osten auszukennen. Ich habe selten so einen blöden Schwachsinn gehört und wundere mich, wie man als ausgewiesener Akademiker, völlig jenseits der Realität leben kann.

Das was die Beiden so geredet haben war ein Misch aus Verschwörungstheorie, quasi die Weisen von Zion, über Revisionismus, bis hin zur völligen Faktenresistenz. Und dann noch die Betonung, „ich bin eine Jüdin,“ war ein echtes Highlight.

Frau Piel hat also in ihrer Antwort völlig Recht wenn sie schreibt, „Die Redaktion hat Evelyn Hecht-Galinski in ihrer Eigenschaft als kritische Stimme zur israelischen Regierungspolitik eingeladen. Sie wurde als Publizistin vorgestellt, da sie Vorträge zu dem Thema hält und sich mehrfach als Interviewpartnerin dazu öffentlich in seriösen Medien geäußert hat.
Als Jüdin vertritt sie Positionen, die aus Sicht der Redaktion keineswegs von vornherein als unsinnig zu bezeichnen sind.“
Wer als Sender einem Verschwörungstheoretiker wie Gerhard Wisnewski ein Forum geboten hat, der muß offensichtlich an diese Traditionen anknüpfen und einen „authentischen Juden“ einladen.

Und demnächst möchte man in Hallo Ü-Wagen über George W. Bush und seine Rolle bei den „Skulls and Bones“ sprechen, denn schließlich stehen die Wahlen in Amerika vor der Tür.

Und da will die Moderatorin Julitta Münch nicht wieder so „Wischi Waschi“ Zuschauer die sich positiv zu Israel, oder den USA äußern könnten, „das will ich jetzt von Ihnen gar nicht wissen, sondern die Frage war „Ganz schön kompliziert: Reden über Israel.“

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2 Gedanken zu “Reden über Israel

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream - heplev

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