Vergewaltigung von Kindern

„Statt zu helfen, zwingen sie Kinder in Not, gegen Essen Sex mit ihnen zu haben. Sie vergewaltigen Mädchen, zwingen sie zur Prostitution, handeln mit ihnen.“

Bei der Überschrift geht es nicht um Sextourismus nach Thailand, Kambodscha, oder Vietnam, sondern um die UNO.

Die Kinderschutzorganisation „Save the Children“ erhob schwere Vorwürfe gegen die UNO, ihre Mitarbeiter und die Blauhelmtruppen. So sollen, laut Jasmine Whitebread, UNO-Soldaten Kinder in Haiti, der Elfenbeinküste und dem Kongo mißbraucht haben. Die zwölfjährige Elizabeth, ein Mädchen aus der Elfenbeinküste, berichtete gegenüber der Organisation, dass sie von 10 Blauhelmsoldaten entführt und vergewaltigt wurde. „They grabbed me and threw me to the ground and they forced themselves on me… I tried to escape but there were 10 of them and I could do nothing… I was terrified. „Then they just left me there bleeding…“

Nicht nur wurden Kinder vergewaltigt, sondern auch durch Zuwendungen zum Sex gezwungen. Mehrere Kinder berichteten, dass sie, um Lebensmittel zu bekommen, den Helfern haben zu Willen sein müssen. Und das nicht nur in den genannten Ländern, sondern auch im Kongo kam es zu solchen Aktionen. Hearther Kerr, Landesdirektorin „Save the Children“ Ivory Coast, erklärte, „Es wird nicht nur Sex mit Minderjährigen gegen Lebensmittel gehandelt, es gibt auch Vergewaltigungen und Kinderpornographie mit Kindern, die als Flüchtlinge, Waisen oder Strassenkinder bereits besonders schutzlose sind.“ Und einer ihrer Mitarbeiter ergänzte, Die Soldaten und Hilfswerk-Mitarbeiter führen sich auf, als ob sie unantastbar wären.“

Nun ist das Problem nicht ganz neu, sondern existiert schon länger, aber offensichtlich hielt man es bei der UNO nicht für nötig den Beschwerden umfassend nachzugehen, sondern kehrte das lieber unter den Tisch, denn wenn einer von Hundert ein Kinderficker ist, dann ist das ja nicht so schlimm. Schließlich zählt der Wille und so verwundert es nicht, wenn die stellvertretende Menschenrechtskommissarin Kang Kyung Wha vor vorschnellen Verurteilungen warnte und die tiefe Besorgung ihres Chefs Ban Ki Moon abmilderte, „Viele der aufgelisteten Fälle seien bereits bekannt.“ Allerdings hatte man nicht das tiefe Bedürfnis dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Gegenüber der BBC bekannte Nick Birnback die Fälle seien inakzeptabel und man müsse Mechanismen schaffen, dass kein Verbrechen unbemerkt und ungeahndet bleiben könne.

Warum man das bisher unterlassen hat, schließlich scheint das Problem ja wohl schon länger bekannt zu sein, erfährt man, wenn man Frau Kyung Wha hört, die anscheinend Zweifel an den Schilderungen hegt, Ein großer Teil der von Save the Children genannten Fälle basiere auf Informationen, die bereits in früheren Berichten des UN-Generalsekretärs veröffentlicht worden seien, sagte sie auf einer Pressekonferenz in Abidjan. Sexueller Missbrauch könne auf keinen Fall hingenommen werden. Doch auf der anderen Seite „müssen wir die Ehre und Integrität der UN-Mitarbeiter schützen, die auch Opfer falscher Beschuldigungen und Gerüchte sein könnten“.“ Und bevor man halt tätig wird und konkrete Ermittlungen betreibt, möchte man glaubwürdigere Hinweise und Beweise. Da kann ja mal ein jeder kommen.

Grotesk wird das Ganze, wenn man auf Save the Children weist und deren Mitarbeitern ebenfalls Kindesmissbrauch vorwirft. Das bei Save the Children nicht alles integre Personen tätig sind, dürfte klar sein, aber bei einer Organisation, die selbst eine Kinderrechtskonvention 1989 verabschiedet hat, sollten wohl andere Maßstäbe gelten als die üblichen Beschwichtigungsversuche und das übliche Blabla.

Genau das ist das Problem der UNO und die jetzt gemachten Vorwürfe sind ein weiterer Mosaikstein. Die UNO ist ein Haufen von unfähigen Schwachköpfen, die Roosevelts Traum der Vereinten Nationen, seit 1945 mit Füßen getreten haben. Ein aufgeblähter Wasserkopf mit diktatorischen Selbstdarstellern. Die meisten Mitglieder sind nicht mal in der Lage das Wort „Menschenrecht“ fehlerfrei zu buchstabieren, maßen sich aber an, über andere zu urteilen. Die Vorwürfe von Save the Children dürften mit Sicherheit dann auch schnell aufgeklärt werden, es wird ein bisschen hin- und hergeschoben, unliebsame Personen gehen in die Pension und am Ende wird, wenn nicht Ban Ki Moon, einer seiner Büttel erklären, falls die Presse nicht das Interesse verliert, man habe die Verantwortlichen der gerechten Bestrafung in ihre Heimatländer überstellt. Da werden die dann zwar die Wasserqualität irgendwo auf dem Land kontrollieren, aber die UNO hat hart durchgegriffen.

Ich persönlich halte von der UNO nicht das Geringste und hoffe, dass diese Kasperbude sich irgendwann in Luft auflöst. Aber da schmelzen wohl eher die Polkappen.

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7 Gedanken zu “Vergewaltigung von Kindern

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  2. Andrea Böhm hatte letztes Jahr auf die erste Veröffentlichung über die Vergehen der pakistanischen Blauhelmsoldaten aufmerksam gemacht. Meine Frage nun, da ich gerade nicht die Zeit habe alle Artikel zu lesen: Ist dass der selbe Vorgang, der nur erneut an die Öffentlichkeit gebracht wird oder handelt es sich um ein neueres Verbrechen? Sprich, haben eventuelle Maßnahmen, die letztes Jahr hoffentlich ergriffen wurden, mal wieder ins Leere geführt?
    http://blog.zeit.de/kongo/?p=43

  3. Hallo Oliver,

    hier handelt es sich um einen neuen Fall. Laut Save the Children wurden Kinder in der Elfenbeinküste, Haiti und im Kongo befragt. Die Ergebnisse hat dann die Vorsitzende Jasmine Whitebread veröffentlicht. Es gab aber vor einiger Zeit schon einmal einen Fall, da waren Soldaten aus Sri Lanka beteiligt. Laut dem UN-Pressesprecher wären die beteiligten Soldaten nach Sri Lanka zurückgeschickt und wurden“angeblich“ auch verurteilt.

  4. fast unglaublich:
    es ist „inakzeptabel und man müsse mechanismen schaffen, daß keine verbrechen unbemerkt und ungestraft bleiben können“…

    hallo ! wachwerden ! wozu sind die denn dort vor ort ?
    sind sich die offiziellen nicht im klarem dadrüber welchen einfluss deratige geschehnisse auf den ruf einer deratigen organistion hat ?
    erst die katholische kirche jetzt die UN ?

    und ob das nun der selbe fall ist wie schon mal berichtet oder nicht; man muß sich doch im klaren dadrüber sein, daß sowas scheinbar ohne wirkliche folgen passieren konnte und kein einzelfall war und bleiben wird.

  5. Hallo gokui,

    bewußt sind die sich schon bei der UNO, aber wie heißt es so schön, „alles was in der Familie bleibt, bringt keinen Ärger mit den Nachbarn.“
    Die sind ja auch nicht wirklich sauer darüber, dass es diese Vorfälle gab, sondern darüber, dass jemand mit der Presse geredet hat und es nun öffentlich ist.

  6. ja hallo,

    also das spricht dann ja wieder mal für eine „gute interne/ externe politik“. frage bleibt nun was ist gut und was ist schlecht ?
    das sie´s gewusst haben will ich ja nicht bestreiten, trotzdem sollte man doch gerade bei solchen thematiken vorher überlegen wie man damit umgeht. auf der einen seite ist eine mögliche negative puplicity gegen einen offensive thematischen umgang abzuwägen – grundsätzlich sozusagen.

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