Palästinensische Gleichung

Ein besonderes Schmankerl wie man Märchen einsetzt bietet Palästinaonline. Entweder betreibt man dort höhere Mathematik, oder besitzt eine Logik die nicht nachzuvollziehen ist. So beschreibt man die Situation 1948

Vor dem Nahostkrieg im Jahr 1948 lebten 550 000 Menschen in Westbank und etwa 70 000 in Gaza-Streifen.

Soweit so gut, das macht 620.000 Araber aus. Im weiteren Verlauf kommt man dann auf 750.000 Flüchtlinge, woher die kommen wird nicht erklärt, denn der heutige Staat Israel mit seinen Arabern kommt nicht vor. Statt dessen geht man auf die Flüchtlinge in der Westbank mit folgenden Worten ein

Während des ersten Nahostkrieges 1948 wurden mehr als 75 000 Palästinenser aus ihren Heimatstädten und Dorfern „Wo jetzt Israel ist“ vertrieben.

Nun gehörte die Westbank von 1949 bis 1967 zu Jordanien, aber trotzdem vermehrten sich die 75.000 Flüchtlinge aus der Westbank, „Davon fanden etwa 200 000 in Westbank ihre Zuflucht.“

Na ja, das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste, die Araber in der Westbank hatten es nicht so weit und vermehrten sich auf der Durchreise von Nablus nach Betlehem. Das erklärt aber nicht die Differenz zwischen den anfänglich 75.000 auf 200.000 und zuletzt 750.000 Flüchtlingen. Vielleicht liegt aber die Antwort ganz tief in der Antike, denn möglicherweise war der Gaza ja schon vor jahrtausenden palästinensisches Gebiet

Die Entwicklung und Besiedlung des Gaza-Streifens verlief anders als die übrigen Regionen Palästinas. Schon vor Jahrtausenden war das Gebiet bewohnt, da durch den Gaza-Streifen die Verbindungsstraße zwischen Ägypten und Vorderasien führte. Der fruchtbare Boden mit ausreichend Grundwasser und die Natur hatten die Bedingungen für eine Ansiedlung geschaffen. Der Gaza-Streifen ist durch seine Zitrusfrüchte bekannt geworden.

Man hat an die Palästinenser noch gar nicht gedacht, da wurde die Zitrusfrucht im Mittelmeerraum kultiviert. Das allerdings hat Methode, denn wer sich mit dem Nahen Osten, oder der Geschichte nicht beschäftigt, gewinnt leicht den Eindruck die Palästinenser wären vor den Juden und dem damaligen Königreich Israel da gewesen.

Über das „Palästinensische Volk“ liest man

Die Palästinenser sind die Menschen aus dem Gebiet von Palästina (dem Land der Philister). Das palästinensische Volk gehört zu der arabischen Nation. In diesem Gebiet haben sich Araber mit anderen Menschen aus den biblischen Amoritern, Kanaanitern, Philistern (= Palästinenser) und auch griechischen, römischen, byzantinischen und vereinzelt auch jüdischen Volkssplittern vermischt. Später kamen auch christliche Kreuzfahrer aus Europa und schließlich auch Türken hinzu. Die Sprache der Palästinenser ist arabisch.

Das erinnert an die Rasseideologie der Nationalsozialisten. Nach dem Untergang der Philister wurde der Name „Palästina“ erst wieder durch die Römer benutzt und Israel wurde in „Syria Palästina“ umbenannt. Das kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen, oder bei Flavius Josephus. Das Volk der Palästinenser gab es also nicht. Die Gegend wurde im siebten Jahrhundert durch die Araber im Zuge der islamischen Expansion erobert und hieß zu keinem Zeitpunkt „Palästina.“ Als Palästina wurde der Landstrich erst wieder durch die Engländer bezeichnet und alle Einwohner, das heißt auch die Juden, waren Palästinenser.

Als Palästinenser bezeichnen sich die Araber erst seit dem ersten Kongress der PLO im Jahre 1964. Davor sahen sie sich entweder als Teil Syriens und damit als Syrer, oder als Jordanier. Offensichtlich versuchen die Autoren historische Tatsachen zu verdrehen. Und das nehmen die arabischen Brüder gerne und mit Freuden auf, dass die „Palästinenser“ so darauf drängen eine eigene Identität zu besitzen, dass diese nicht einmal merken, wie sie von ihren eigenen Brüdern als Fremde wahrgenommen und behandelt werden. Sie besitzen keine Identität. Sie sind kein Volk und keine Ethnie, da helfen auch alle Geschichtsklitterungen nichts. Eine Katze die in einem Fischladen zur Welt kommt ist immer noch kein Fisch. Da hilft alles nichts.

Darüber macht man sich auf der Seite aber wenig Gedanken und so werden aus den Flüchtlingen die zuletzt, aus unerfindlichen Gründen 750.000 betrugen, plötzlich 804.766. Und weil man gerade dabei ist rechnet man auf 8,2 Mio. Palästinenser hoch, wovon eine Mio. in Israel als israelische Staatsbürger leben. Da man aber Israel nicht anerkennt bezeichnet man die als Palästinenser in den besetzten Gebieten von 1948. Da kann sich so mancher Sudetendeutsche noch eine Scheibe abschneiden. Die Jungs und Mädels von Palästinaonline gehen generös über das Versagen ihrer Opas hinweg, denn wenn die für die Resolution 181 gestimmt hätten, dann hätten sie ihren Staat, ob der nun Syrien, Jordanien, oder Ciskei geheißen hätte. Statt dessen lehnten sie den Plan ab, hörten auf ihre arabischen Brüder und machen Heute den Hermann als hätten sie einen Krieg gewonnen und warten auf die Umsetzung ihrer Eroberungspläne.

Dazu passt der Artikel von Beer7 über Alibijuden und die Überschrift auf dem Bild

„Never again the Palestinian Holocaust“

Nicht nur das sich die Kosher Nostra zu Wort meldet und damit nicht nur die Opfer, sowie die Überlebenden der Shoah beleidigt, ist das der erste Genozid in der Geschichte, wo sich die Opfer nicht nur vermehren, sondern auch Probleme mit der Logik haben.

Ist aber alles nicht neu und wird gerne übernommen.

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2 Gedanken zu “Palästinensische Gleichung

  1. *Als Palästina wurde der Landstrich erst wieder durch die Engländer bezeichnet und alle Einwohner, das heißt auch die Juden, waren Palästinenser.*
    Jau, aber die Araber waren gar nicht einverstanden damit Palästinenser genannt zu werden – das waren für sie ausschließlich die Juden.

    *Da man aber Israel nicht anerkennt bezeichnet man die als Palästinenser in den besetzten Gebieten von 1948.*
    Das sagt alles über die Friedensbereitschaft dieser Widerstandstruppe.

    Das Traurigste an dieser Scharade ist aber, dass sie im Westen damit ernst genommen werden und sich dieses Bild hier immer weiter einschleicht. Fakten zählen nicht. Basta.

    Ansonsten noch zwei Link-Tipps:
    Dass die Palästinenser als Volk nicht existieren, sagten prominente Vertreter der PLO noch in den späten 1970-ern (ganz unten im Eintrag).
    Und was ‚Palästina‘ und ‚Palästinenser‘ angeht, hier ein übersetzter Beitrag von Irwin N. Graulich: Den Markennamen Palästina zurückholen

  2. Hallo Heplev,

    danke für die Links, der zweite ist wirklich gut.

    „Jau, aber die Araber waren gar nicht einverstanden damit Palästinenser genannt zu werden – das waren für sie ausschließlich die Juden.“

    Stimmt. Leider wird in Diskussionen darauf gar nicht eingegangen und der Begriff „Palästinenser“ automatisch als feststehende Bezeichnung auf die Araber in Westbank und Gaza angewendet.

    „Das sagt alles über die Friedensbereitschaft dieser Widerstandstruppe.“

    Hihi, darüber lesen viele gerne hinweg und sehen das allenfalls als „Übersetzungsfehler“ an.

    „Das Traurigste an dieser Scharade ist aber, dass sie im Westen damit ernst genommen werden und sich dieses Bild hier immer weiter einschleicht. Fakten zählen nicht. Basta.“

    Stimmt. Darauf spekuliert die Seite aber, in dem sie versucht Fakten so zu interpretieren, dass der Eindruck entsteht, Die Araber/Palästinenser hätten einen direkten Bezug zu dem Philistern und damit die älteren angestammten Rechte. Was natürlich Quatsch ist, da die Philister als Volk aufgehört hatten zu existieren (so um 800 v.Chr.) in anderen Kulturen aufgegangen ist.

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