Goebbels Erben

Wäre Goebbels am leben, er hätte seine helle Freude an der Hamas und der Berichterstattung über den Gazastreifen. Besonders dürfte ihn gefreut haben, dass nicht nur die UNO und ihre Hilfsbüttel mitspielen, sondern auch der Westen, sowie seine Medien, gerne und bereitwillig die Märchen aus dem Gaza übernehmen und breit treten.

Am Donnerstag ließ der Sprecher der UNRWA mal wieder das Märchen der nahenden Kathastrophe verkünden, sollte Israel nicht für Treibstoff sorgen, damit die LKW’s der persönlichen Kindergärtner betankt werden können, dann würde spätestens am Wochenden die Lage gefährlich werden. Und er legte auch direkt nach und verkündete

infolge des Kraftstoffmangels seien rund 650.000 Flüchtlinge betroffen. Auch den Transport von Schülern und Studenten habe die UNRWA einstellen müssen, sagte der UNRWA-Sprecher. Israel habe zwar 100.000 Liter Diesel und 20.000 Liter Benzin zugesichert, der Treibstoff sei aber noch nicht da. Zudem sei der für solche Lieferungen genutzte Kontrollpunkt Nahal Os geschlossen. Israel hatte nach einem palästinensischen Angriff auf den Übergang am 9. April, bei dem zwei israelische Sicherheitskräfte getötet wurden, Nahal Os geschlossen und die Treibstofflieferungen gestoppt. Das Elektrizitätswerk in Gaza erhielt jedoch am Mittwoch nach einwöchiger Lieferpause wieder Treibstoff über den Grenzübergang.

Warum der Treibstoff noch nicht da ist, das verschweigt der gute Mann, denn nicht nur lagern in Nahal Oz eine Millionen Liter Treibstoff in ausschließlich für den Gaza vorgesehen Tanks, blockierten Demonstranten die Hauptzufahrt und hinderten die Tanklaster daran das Lager zu befahren.

In Übereinstimmung mit dem Transferabkommen kam am Donnerstagnachmittag der erste Tanklastzug aus dem Gaza-Streifen, um Treibstoff für die UNRWA zu beziehen. Zehntausende Palästinenser blockierten jedoch die Hauptzufahrtswege zu dem Depot, verhinderten die Zufahrt des Tankwagens und somit die Treibstoffversorgung.

Das sind Dinge, die sollte man wissen, wenn man nicht mit zweierlei Maß messen würde, wie man es bei der UNO gerne macht. Jeder Möchtegerndiktator hat mehr Publicity und Zuspruch bei dieser obskuren Gesellschaft als demokratische Staaten.

Aber zurück zum Gaza. Seit 1951 kümmert sich die UNRWA um die arabischen Flüchtlinge die nicht nur im Gaza in „Flüchtlingslagern“ leben -dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Wellblechütten die man aus afrikanischen Katastrophengebieten kennt-, sondern auch in anderen arabischen Staaten. Laut UNO leben 461.000 Personen in 8 Lagern und 961.000 besitzen einen Flüchtlingsstatus. Man könnte zynisch fragen, warum leben diese Leute in Lagern, wenn der Gaza seit 2005 von den palästinensischen Autonomiebehörden verwaltet wird? So einen Aufwand betreibt die UNO in anderen Regionen der Welt nicht mal ansatzweise. und bei den Flüchtlingen in anderen Regionen handelt es sich nicht um Menschen die aus einer Stadt in eine andere geflohen sind, sondern um Menschen die tausende von Kilometern zurückgelegt haben, um in einem anderen Land ihr Dasein zu fristen. Davon kann im Gaza keine Rede sein. Warum also muß die UNRWA diese versorgen und wo sind die restlichen Flüchtlinge, wenn die UNRWA von 550.000 spricht?

Weiter unterschlägt die UNRWA, dass Israel in die Vorgänge im Gaza-Streifen, den Verkehr auf den Straßen oder die Zufahrt zum Depot nicht involviert ist oder Verantwortung dafür trägt. Um es zu verdeutlichen. Das Lager in Nahal Oz untersteht der Verwaltung der Palästinenser, nicht der UNO, nicht Israel und nicht Burkina Faso. Das heißt, die Palästinenser können sich soviel Treibstoff nehmen wie sie benötigen, was sie aber nicht machen und gerne von den Israelis als Hauptschuldigen sprechen.

Hinterfragt wird das alles nicht. Jeder Controller der zu blöd ist, sein Controlling zu beherrschen, steht schneller auf der Straße als er Piep sagen kann. In diesem Fall allerdings übernimmt man jedes Märchen und macht sich auch gar nicht die Mühe dieses zu überprüfen. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, wenn man sich die Listen des israelischen Außenministeriums besorgt hätte, die allein für den 23. April folgendes auflistet

Approximately 76 trucks of humanitarian aid and supplies were transferred into the Gaza Strip today via Sufa crossing. In addition, 1,000,000 liters of fuel were transferred via Nahal-Oz. The assistance was organized with the Coordinator of Government Activities in the Territories.

The following is a list of supplies transferred through Sufa crossing: oil, paper, meat, nylon bags used for greenhouses, rice, fruit, juice, sugar, milk, dairy products, flour, washing powder, salt, cleaning products, medical equipment, fish, fuel, disposable dishes, pasta, conserves, vegetables and humus.

Es ist schon recht seltsam, wenn sich die UNO und ihre Helfer von der UNRWA zu Handlangern der Propaganda machen und bewußt die Unwahrheit erzählen. Aber um die Legitimation zu behalten, verbreitet man bewußt die vorgekauten Märchen, denn hier geht es um viel Geld.

Im Gaza und  in Amman arbeiten 500 Personen. 28.800 Personen im Dienste der UNRWA sind Palästinenser. Allein das reguläre Budget belief sich 2006 auf 500 Mio. $, hinzu kamen 446 Mio. $ für Projekte. Kein Projekt der UNO wird besser budgetiert und ist lohnender als die Autonomiegebiete. Nicht nur leben ganze Generationen auf Kosten der Weltgemeinschaft wird mit Israel ein Popanz geschaffen, den man ständig für alle Widrigkeiten verantwortlich machen kann.

Die UNO könnte, wenn sie es denn wollte, den Gaza auch von Ägypten aus beliefern, denn daran grenzt der Gaza ja auch. Außerdem besitzt die UNO und auch die UNRWA ein Büro in Kairo, so dass es ein einfaches wäre, Lieferungen von dort aus in den Gaza durchzuführen. Dies ist aber weder geplant, noch wäre es gewollt, würde es doch zeigen, dass der Gaza nicht durch eine Mauer von Israel getrennt ist und ansonsten in’s nichts führt. Und es würde einen völlig unfähigen, aufgeblähten Verwaltungsapparat zeigen, dem man dann, völlig zu Recht, Mißmanagement, Korruption, einseitige Parteiennahme und Vetternwirtschaft vorwerfen könnte.

Da läßt es sich mit der Hamaspropaganda prima leben, die im übrigen von westlichen „Nahostexperten“ gerne und ausgiebig übernommen wird. Goebbels Erben haben die nationalsozialistische Propaganda bestens verinnerlicht und setzen diese effizient und wirksam ein. Der Westen übernimmt das ohne Probleme, bei den arabischen Brüdern pflegt man gerne die Solidarität, solange man die Brüder aus dem Gaza und der Westbank nicht in der Nachbarschaft hat und die UNO ist eh ein völlig überflüssiger Kropf. Die UNO kann man nicht reformieren, sondern sollte die komplett abschaffen.

Dauern wird es nicht, bis die nächste Runde läuft und auch die Heute Nachrichten gerne die Version der Hamas übernehmen und Statements der israelischen Regierung als übliche Aussage abkanzeln.

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Ein Gedanke zu “Goebbels Erben

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