Freislers Erben

Roland Freisler, Andrei Wyschinski, oder Hilde Benjamin hätten ihre helle Freude gehabt. Besonders Freisler dürfte es sehr gefreut haben, dass ausgerechnet die Pseudolinken -besser rotlackierte Nationalsozialisten- ein Volkstribunal gegen die Juden abhalten würden. Das hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Mittlerweile kann man sich aber so ziemlich alles vorstellen- besonders wenn es um den Staat Israel und seine Bürger geht, werden einige nicht müde, ständig und permanent gegen diesen Staat zu hetzen und dies dann als „Israelkritik“ zu etikettieren. Was die Nationalsozialisten damals nicht erreichen konnten, versuchen die Pseudolinken Spinner und ihre Helfer vom rechten Rand und islamistischen Gruppen nun unter dem Prädikat „Antiimperialisten“ umzusetzen und hetzen, wo immer es geht, gegen Juden. Natürlich machen sie das nicht offen, sondern nehmen als Zielobjekt den israelischen Staat und seine Bürger und erklären das ganze zum Antizionismus, oder Israelkritik, was unter dem Strich auf das Gleiche rausläuft. Man zündelt ein bisschen und wenn es knallt spielt man die Unschuld, denn ein Linker kann ja kein Antisemit sein. Nur läuft dieses Spiel schon längst nicht mehr und was passt einem da besser in’s Konzept als der Überlebenskampf des israelischen Staates.

Vor gut zwei Monaten traf man sich dann in der Haupstadt der Deppen -Brüssel-, deren Stadtväter offensichtlich ein Herz für jeden dahergelaufenen Idioten haben und diesem nicht nur einen Raum, sondern auch ein Podium geben, damit dieser gegen alle und jeden hetzen kann, also gegen die USA, die NATO, oder Israel, was eigentlich das Gleiche ist, denn hinter allen Schweinereien stecken nach Ansicht dieser Idioten die Juden und wenn nicht die, dann George W. Bush -der bestimmt wenigstens einen jüdischen Schwippschwager hat, die vom Mossad kontrollierte NATO, oder die Aliens von Ceta Reticuli. Und statt eines Pamphletes hielt man diesmal ein Volkstribunal ab. „Volkstribunal“ das klingt für mich immer so, das sich ein paar Spinner treffen die von der „Gnade der späten Geburt“ getroffen wurden und RAF, 68, oder linke Kollektive verpasst haben. Romatisiert von den ganzen Geschichten möchten sie auch mal anders als die anderen sein und Krawalltage sind nicht so ihr Ding, weil man ja eventuell von einem Schlagstock getroffen werden könnte, oder sich bei einem Sitzstreik gegen AKW’s den Arsch abfriert. Dann lieber Volkstribunal und was passt da besser als der Einmarsch der Tsahal in den Libanon 2006.

Urteil

Verfahren gegen die israelischen Autoritäten wegen den durch sie vollbrachten Handlungen und den durch sie verursachten Schäden der libanesischen Nation; eingeleitet von den Opfern des Krieges vom 12. Juli bis 24. August 2006 mit Unterstützung der libanesischen Zivilgesellschaft

So lautet das Urteil dieser Selbstgerechten Vollidioten. Normalerweise wurde kurz danach immer ein armes Würstchen an die Wand gestellt und erschossen. Das hätte man zwar gerne gehabt, ging aber nicht, weil der von den selbsternannten Volksmassen angeklagte nicht zugegen war und Uri Avneri keine Zeit hatte. Sind aber auch nur Nebensächlickeiten denn was zählt ist, dass man es dem verhaßten Judenstaat mal wieder so richtig zeigen konnte. Da hat man dann auch richtige Hauptankläger zusammen bekommen, wie zum Beispiel Claudio Moffa als Protokollführer. Moffa, Professor für asiatische und afrikanische Geschichte an der Universität Teramo ist für solche Dinge prädestiniert, denn er hat nicht nur Jura studiert, sondern trifft sich auch gerne mit Holocaustleugnern, selbst wenn er, natürlich nicht, mit den Überzeugungen nicht übereinstimmt. Nachdem sein Arbeitgeber sein Ansinnen ablehnte einen Holocaustleugner einzuladen
, brauchte es halt ein Ventil und was eignet sich da besser als so ein Affentanz.

Aber auch die anderen „Ankläger“ scheinen das Recht nur selektiv wahrzunehmen. Lilia Solano, die sich als Präsidentin präsentierte, scheint wohl vergessen zu haben, dass sie in Kolumbien nicht gerade ein entspanntes Leben führt, was sie aber nicht daran hindert einem demokratischen Staat, in dem sie so ziemlich jeden Unsinn verbreiten kann, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorzuwerfen. Dann war da noch der Kubaner Adolfo Abascal und der Inder Rajindar Sachar. Alles in allem eine wirklich illustre Ansamlung. Gern hätte man noch Hisham Bastawisi aus Ägypten dabei gehabt, aber der durfte nicht ausreisen, weil Ägypten, was die Menschenrechte betrifft, eine andere Auffassung besitzt und Kritiker gerne einsperrt.

Für das „Tribunal“ sind das aber alles keine Probleme und so konnte man sich dann auch auf ein Urteil stützen und Israel in drei Anklagepunkten schuldig sprechen

1. Kriegsverbrechen
2. Verbrechen gegen die Menschlichkeit
3. Völkermord

Das ist schon lustig. 1100 Tote, davon eine unbestimmte Zahl von Hisbollahmilizionären, stellt schon einen Völkermord dar. Kriegsverbrecher ist man, wenn man sich wehrt und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn man einen Amokläufer stoppt. Und das Israel so einen Blödsinn nicht ernst nimmt beweist halt wie schuldig die Juden doch sind.

Demnächst plant man eine Neuauflage der Nürnberger Prozesse. Kronzeuge unter anderem Robert Faurisson. Das Gericht will dann beweisen.

  • Hitler war kein Antisemit und hatte nichts gegen Juden.
  • Die Vernichtung der europäischen Juden war ein reiner Verteidigungskrieg, denn Hitler hatte nichts gegen die Juden, aber die Juden gegen Hitler und haben diesem und dem deutschen Reich 1933 den Krieg erklärt.
  • Den Überfall auf Polen hat es so nicht gegeben, da die Polen schon vor dem September 1939 Kriegsvorbereitungen betrieben haben und Deutschland überfallen wollten, dem kam aber, zum Glück, die Wehrmacht zuvor.
  • Die Franzosen und Engländer sind die Hauptschuldigen am Zweiten Weltkrieg.
  • Die USA haben Hitler zum Krieg gegen Amerika gedrängt, indem sie Pearl Harbour inszenierten und Toshiro Mifune zu Propagandazwecken mißbrauchten.
  • Stalin hatte 100 Mio. Mann gegen die Deutschen in Stellung gebracht, dazu fast zwei Millionen Panzer, Flugzeuge und fast 5 Mio Stachelschweine mit angespitzten Stacheln die als Vorhut die Stellungen der Wehrmacht überrennen und durch ihre Stacheln kampfunfähig machen sollten. Das hat der Adolf schon im Vorfeld erkannt.
  • Die Franzosen waren selber schuld am Einmarsch der Wehrmacht, weil die Maginotlinie gegen geltendes Menschenrecht verstoßen hat.
  • Österreich wurde heimtückisch überfallen und das Bundesheer in einem gnadenlosen Kampf niedergemetzelt. Das aber auch nur aus lauter Verzweiflung Adolf Hitlers, der seiner Heimat beraubt wurde.

Danach plant man noch eine Wiederaufnahme und Rehabilitierung des Duce, um in einem neuen Verfahren des Volkstribunals nachweisen zu können, „an der ganzen Geschichte sind nur die Juden schuld. “ Und wenn nicht die, dann die Zionisten.

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Ein Gedanke zu “Freislers Erben

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