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Peta bekämpft den Klimawandel

März 27, 2008

Bestimmt halten mich jetzt einige für völlig bescheuert, aber ich mag Baseball. Ja, ich bin sogar ein großer Fan von diesem Spiel, dessen Regeln dermassen konfus sind, dass man schon in den USA geboren sein muß, um dieses Spiel zu begreifen. Das macht mir aber nichts und meine Lieblingsteams der MLB sind die Tigers aus Detroit -auch wenn das Team seit Jahren dahin dümpelt- und die Boston Red Sox. Wenn ich die Gelegenheit habe, dann schaue ich mir die Matches gerne an.

Zu einem zünftigen Baseballspiel gehört natürlich der Hot Dog, ohne den geht gar nichts. Früher hatten die Spieler zwar noch Kautabak in den Backen, aber als Zuschauer ohne Hot Dog kein Baseball, so die schlichte Erkenntnis. Irgendwann hielt eine ökologische Denkweise auch in den Baseballstadien Einzug. Vom Wrigley Field in Chicago bis zum Yankeestadium hielt der „Tofu Dog“ Einzug. Ok, Babe Ruth, Joe DiMaggio und Mickey Mantle würden im Grabe rotieren, aber die Dinger verkaufen sich wie geschnitten Brot, wenn man den Betreibern glauben darf. Mich schüttelt es schon bei dem Gedanken.

In Japan ist Baseball Nationalsport und die Stadien sind regelmäßig ausverkauft. Die Spieler der japanischen Ligen genießen Kultstatus und werden, außerhalb des Spielfeldes, wie Götter behandelt. Baseball besitzt in Japan eine Vorbildfunktion und in dieser Eigenschaft haben sich die Verantwortlichen überlegt, dass man auch mal was gegen den Klimawandel machen müsse, schließlich liegt Kyoto ja nicht irgendwo, auch wenn die keine Baseballmannschaft haben, also muß man ein Zeichen setzen.

Da schoss Peta plötzlich wie Kai aus der Kiste und erklärte wie man die globale Erwärmung stoppen kann. Keine Hot Dogs, keine globale Erwärmung so ihre simple Aussage, denn Hot Dogs gehören auch in Japan zu einem zünftigen Baseballmatch, wie Sushi und Kirinbeer zu Japan -unter anderem-. Zielsicher erklärte man

Die Organisation People for Ethical Treatment of Animals (PETA) forderte mit Hinweis auf den hohen Energieaufwand durch die Viehzucht die Liga auf, den Fans nur noch vegetarische Kost zu servieren. Dies sei bereits in vielen Baseball-Stadien in den USA der Fall, wo Soja-Burger verkauft würden.

Na wenn das keine Lösung ist. Weg mit Fastfood aus den Stadien. In Regionalligaspielen in den neuen Bundesländern will man, so wird gemunkelt, demnächst bei den Fußballmatsches auch nur noch Liebesperlen anbieten. Das fördert dann nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Fans, entlastet den Staat mit seinen Einsatzkräften und hilft die globale Erwärmung zu stoppen. Na das sind doch mal freudige Aussichten.

Liebeserklärung von John Fogerty, Centerfield.

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2 Kommentare leave one →
  1. März 28, 2008 8:06 am

    Okay, vielleicht habe ich einen Witz nicht verstanden, aber Wrigley Field ist in Chicago. Die BoSox spielen im Fenway Park. Beide Stadien sind aber urig und immer eine Reise wert.

    Ansonsten ist die Kombination Tigers/Sox gar nicht mal so ungewöhnlich:

    http://felineanarchy.blogspot.com/

  2. taylor1944 permalink
    März 28, 2008 7:44 pm

    Upps, mein Fehler. Danke für den Hinweis, im Eifer des Schreibens habe ich das altehrwürdige Stadion nach Boston versetzt. Asche auf mein Haupt.

    Nun ja, wie mir mal ein Arbeitskollege sagte, „Boston und Detroit??? Das geht doch gar nicht.“ Waren aber die ersten Teams, die ich gesehen habe und war total begeistert, so ist es dabei geblieben.

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