Skip to content

Einfach drauf

März 26, 2008

Von Tibet, über die Lage in Tibet hat man bisher wenig, oder gar nichts gehört, oder gelesen. Seit die Tibeter nicht nur in Tibet selber, sondern auch außerhalb Tibets nicht nur lautstark, sondern auch mit Gewalt demonstrieren und auf die Lage aufmerksam machen, bin ich persönlich überrascht wie viele sich plötzlich mit dem Thema auseinandersetzen.

Bekam man in den Zeiten ohneInternet nur spärliche Informationen über Tibet und mußte, wenn man sich wirklich dafür interessierte, entweder versuchen ein Visa für die Region zu erhalten, oder sich an Exilorganisationen wenden, weiß man Heute, zumindest in Deutschland, sogar was der Dalai Lama zum Frühstück hatte und man weiß, Internet sei Dank, was er zu wem wo gesagt hat und dass er ja eigentlich ein fieser Typ ist. Ein Grinseknochen, verkappter Nazi und fieser Drecksack. Nach dem Motto, „Haut den Lama,“ kann sich jeder äußern, egal ob er Ahnung hat, oder nicht.

Komischerweise ist es noch nicht lange her, da saßen immer eine Handvoll Leute, für die meisten wahrscheinlich religiöse Spinner, vor der chinesischen Botschaft in Bad Godesberg auf der Rigal’schen Wiese und froren sich den Ying ab. Öfters waren dann noch Mitglieder von Falun Gong dabei, so dass die Demonstrantenschar auf sage und schreibe über 20 anwuchs. Nun gehen sogar die Ostermarschierer für Tibet auf die Straße und natürlich ist das anderen nicht Recht.

Auf dem Badblog mußte sich Edward E. Nigma auch dem Thema Tibet annehmen und auch wenn ich den Blog gern lese, habe ich so einen Unsinn bisher noch nie gelesen. Aber der Reihe nach. Unter dem Titel, „Tibets Holocaust.Ein Märchen für Deutsche,“ packt er die große Kelle aus und bestätigt mich in meiner Einschätzung, dass so mancher doch besser schweigen sollte zu Themen, zu denen ihm der Bezug fehlt.

Nun kommt Tibet im deutschen Alltag überhaupt nicht vor und auch diejenigen die sich permanent und lautstark über den Nahen Osten zu Wort melden, besonders wenn sie mal wieder einen Genozid an der arabischen Bevölkerung verorten, äußern sich zu Tibet, wie auch zu anderen Konfliktherden, überhaupt nicht. Offensichtlich überschätzt der Autor das ganze.

Zum Beweis muß eine DVD herhalten, die nun stellvertretend deutsche Mentalität zeigen soll.

Frieden. Stille. Wehrloser Nachbar. Kampferprobte moderne Armee? Holocaust! So einfach lässt sich die Propaganda zusammenfassen, die auf einer Weltbild-DVD namens “Mystica, die DVD. Die großen Rätsel der Menschheit.” zum Thema Tibet verbreitet wird. Propaganda im Namen eines brutalen feudalen Systems, dass es bis ins 20. Jahrhundert hinein schaffte Zustände wie im Mittelalter in seinem Einflußgebiet aufrecht zu erhalten.

Ach ja, das Leben kann so einfach sein. Wir suggerieren mal eben „Holocaust“ und der Rest gibt sich dann schon, irgendwie. Die Armee Chinas kann man, wenn man sich die Nachbarn anschaut, durchaus als „moderne Armee“ bezeichnen. Und kampferprobt war die chinesische Armee mit Sicherheit, oder hat Mao Tse Tung China mit klugen Sprüchen für sich gewonnen und die Nationalchinesen mit guten Worten nach Taiwan verbannt? Feudale Systeme gibt es auch Heute noch, ohne dass jemand darüber ein Wort verlieren würde, warum sollte man also Tibet unbedingt angreifen, zumal dass „feudale System“ kaum zum tragen kam.

Propaganda, die gerade auch wieder ständig im Fernsehen heruntergebetet wird, weil der esoterische Klimbim der tibetischen Buddhisten das Unbehagen vieler Deutscher mit der Moderne versöhnt und gleichzeitig ihre altbackenen antikommunistische Reflexe bedient.

Wird sie das? Bisher war Tibet völlig unbekannt und auch nicht der Rede wert. Und „die Deutschen“ machen sich mehr Sorgen über die Juden und das böse Israel, oder über den großen Satan, als über die Tibeter. Genauso wie sie sich keine Gedanken über irgendwelche schwarzen Afrikaner machen.

Und dann noch dieser süße und schnukkelige Drops namens Dalai Lama. Ja, genau, “dieser Papst für Leute, die zu feige sind, wenigstens an was Richtiges zu glauben, wenn sie schon glauben, glauben zu müssen. wie es Wiglaf Droste einmal so schön formulierte…

Der Dalai Lama ist nicht der Buddhismus. Er ist auch nicht der Papst und repräsentiert, wenn überhaupt, eine kleine Glaubensrichtung. Es ist aber en Vogue dem Dalai eine auf’s Haupt zu hauen. Die Reden und Ansichten kann man eigentlich in jeder Bücherei ausleihen und man muß mit ihnen auch nicht übereinstimmen, allerdings von Zivilistionsmüden Westlern, die in den Sechziger und Siebziger Jahren auf der Sinnsuche in jeden Winkel der Welt einfielen, auf den Dalai Lama zu schließen zeugt von Unkenntnis. Mehr nicht.

Das in Tibet, seitdem die Gelugpa-Mönchsekte vor beinahe 500 Jahren die Macht übernommen haben, die Menschen in einem feudalen System erniedrigt durch Lamas lebten, die großen Klöster den Hauptanteil des Landes besaßen und das Bildungssystem sowie die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten monopolisiert waren, darf hier natürlich nicht erwähnt werden, weil dann die chinesische Besatzung nicht mehr uneingeschränkt als Unrecht angeprangert werden kann.

Nun in Europa gab es auch einen feudalen Adel der sich die Macht sowohl weltlich, als auch kirchlich sicherten. Was nun den Feudalismus in Tibet betrifft braucht man darüber nicht zu diskutieren, ich finde es aber schon recht merkwürdig, wenn man diese Zeit auskramt, um offensichtlich die Besatzungnahme durch ein anderes Land zu rechtfertigen. Im Umkehrschluss müßte man dann zum strikten Antiamerikaner mutieren und zum strikten Antieuropäer, siehe Afghanistan, Iraq, den Kossovo, oder Bosnien-Herzegowina. Ich für meinen Teil verteidige aber diese Interventionen, lehne aber trotzdem die chinesische Landnahme ab, da sie ja nicht auf die Freiheit eines Volkes ausgerichtet war, sondern eine schlichte Landnahme und Durchsetzung der eigenen Ideologie. China hat ja nicht die Tibeter zu einer demokratischen Gesellschaft machen wollen, sondern beruft sich komischerweise auf „Imperialisten“ die man während der Revolution entweder umerzogen, oder gleich erschossen hat.

Das neue Opium fürs deutsche Volk würde auch nicht jenen unwiderstehlichen esoterischen Charme wiederspiegeln, wenn öffentlich bekannt wäre, was der nationalsozialistischen Tibetforscher Ernst Schäfer aus der Stadt Phari zu berichten hatte:

Ja die paar Hanseln, die fähig sind Tibet ohne Hilfe auf der Landkarte zu finden. Da muß man dann sofort auch die Nazis aus der Kiste holen die, nach Heinz Höhne, auf fast jedem Kontinent unterwegs waren, um die Überlegenheit der arischen Rasse zu unterstreichen und auch nach dem Gral gesucht haben. Natürlich kann man jetzt auch den Nazis zum Vorwurf machen, dass sie aus Tibet den Tibet Apso und den Do Khyi nach Deutschland brachten. Ich habe eher den Eindruck der Autor hat wirklich ein Problem.

Diese Opferolle vorwärts kommt im Land der Opfer natürlich prima an. Sie entspricht nur überhaupt nicht der Realität.

Nun weiß die Mehrheit der Deutschen weder wo Tibet liegt, noch wer der Dalai Lama ist. Und die DVD ist bestimmt auch ein Verkaufserfolg.

In den Verlautbarungen der Freunde Tibets wird immer wieder behauptet, die chinesische Besatzung habe 1,2 Millionen Menschen das Leben gekostet.

Die Zahl existiert seit Anfang der Achtziger Jahre. Ok, da gab es noch kein Internet, das ist für den Autor auch anscheinend schmerzhaft.

Nur komisch daran ist, dass erst nachdem die Chinesen zwanzig Jahren lang in Tibet stationiert waren, es überhaupt die erste Volkszählung gegeben hatte.

20 Jahre?

Nach der 1. Volkszählung gab es 1953 in Tibet rund eine Million Menschen. Nach der 2. Volkszählung hatte 1964 Tibet 1,25 Millionen Einwohner, 1,209 Millionen davon (96,63% der ganzen Bevölkerung) waren Tibeter. Der 3. Volkszählung zufolge hatte Tibet im Jahr 1982 1,892 Millionen Einwohner, 1,786 Millionen davon (94,4%) waren Tibeter. Der 4. Volkszählung vom Juli 1990 zufolge gab es in Tibet 2,196 Millionen Einwohner; mit 2,096 Millionen machten die Tibeter damit 94,46% aus. Der 5. Volkszählung vom November 2000 zufolge lebten 2,6163 Millionen Menschen in Tibet.

Wohlgemerkt es die Aussage der chinesischen Regierung, die will doch niemand anzweifeln, oder?

Beim Angriff auf Lhasa im Jahre 1959, behauptet der Dalai Lama, dass siebenundachtzigtausend Menschen während der Gefechte ums Leben kamen. Er suggeriert der Öffentlichkeit dies alles wären tibetische Opfer.

Hat er nie behauptet. Mir ist auch keine Aussage bekannt, wo er dies jemals getan hätte. Und auch die Quelle die angegeben wird sagt wenig bis gar nichts darüber aus.

Doch laut Report des US Joint Publications Research Service in Washington waren indes drei von vier der insgesamt 65000 Toten Chinesen.

Na da müssen die aber vom Himmel gefallen sein. Vielleicht waren das auch alles Asiaten, man kann ja leicht durcheinander kommen und verwechselt das schon mal alles irgendwie. Japan behauptet ja auch es wären nie Chinesen in Nanking umgekommen, für einen Westler sehen die ja eh alle ähnlich.

Und was die Verharmlosung des Holocaust betrifft, so ist dieser Sport ja nun einmal in Deutschland besonders beliebt.

Ja bei den Tibetern ganz besonders.

Und trotzdem wird das Märchen eines Holocaust in Tibet von Generation zu Generation weitergestrickt. Auch unter der fleißigen Mitwirkung liberaler Menschenfreunde, die gerne einmal an Nazideutschland denken, wenn es eigentlich nur darum geht über einen Olympiaboykott zu diskutieren.

Richtig. Und demnächst gibt man die Spiele an Lybien, oder gleich in die Autonomiegebiete. So schlimm ist China doch gar nicht, kommen ja ganz tolle Sachen her und überhaupt soll man sich nicht so haben. Hauptsache man kann am Fernseher Damenfußball verfolgen, was stören einen da schon die Menschenrechte die ja nicht nur für Tibeter gelten. Er will es ja nicht zugeben, aber mit patriotischen Gefühlen wird er sich dann vom Sessel erheben, wenn die Synchronspringer eine Goldmedaille bekommen.

Doch vielleicht macht die Jungs aus Deutschland noch etwas anderes an, vielleicht stehen sie auch darauf, dass die Frauen im Buddhismus einzig und allein nur als Objekte vorkommen. Frauen gelten als nicht erleuchtungsfähig, sie sind Dienerinnen und haben zu gehorchen.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach Fresse halten. Den Buddhismus gibt es nicht, ebensowenig wie den Islam, das Christentum, den Hinduismus, oder das Judentum. Im Buddhismus gibt es verschiedene Strömungen und Richtungen. Liest man die Texte des ursprünglichen Buddhismus, dann kommen die Frauen da auch gleichberechtigt vor. In den Texten steht da auch nicht drin, dass Frauen minderwertig seien, aber da es hier um die Schulen geht gibt es durchaus, wie es das auch im Christentum gibt, Richtungen die den Frauen gegenüber ablehnend gegenüberstehen. Gibt es eigentlich weibliche Priester bei den Katholiken? Und was war mit den Hexenverfolgungen im Christentum?

Es ist kein Zufall, daß es in der Macht-Hierarchie des tibetischen Buddhismus nicht eine einzige Frau gibt. „

Sagt der Hammerschmidt und der kennt sich aus. Wo nun Nigma noch vom Buddhismus schreibt, geht der Hammerschmidt gezielt drauf ein. Es gibt zwar, ebenso wie bei den Christen, Ordensfrauen und auch Äbtissinen, aber es gibt halt keinen Papst. Damit sind wir dann bei der Religionskritik. Aber vielleicht ist es Zufall das es kaum eine Religion, außer der evangelischen, gibt, wo eine Frau Chef im Ring ist, als Bischöfin zum Beispiel. Es gibt keinen weiblichen Oberrabiner, es gibt keinen weiblichen Imam, es gibt keinen weiblichen Papst und bei der EKD keine Oberbischöfin -der wie das auch immer heißen mag- und es gibt keinen weiblichen Dalai Lama, womit bewiesen ist, der Buddhismus, oder der tibetische Buddhismus -Lamaismus- ist zutiefst Frauenfeindlich und ein Beleg dafür, dass alle Buddhisten Drecksäcke sind. Sie steinigen zwar keine Frauen und verbrennen die auch nicht, aber irgendwie sind die doch suspekt. Und wenn der Dalai Lama in einem Interview mal erklärt hat, dass es durchaus möglich ist als Frau wiedergeboren zu werden, dann geht das nicht mit rechten Dingen zu.

Für einen tibetischen Buddhisten wäre beispielsweise die Vorstellung eines weiblichen Dalai Lamas grotesk, und nicht nur deswegen, weil Chenrezig sich niemals in einer Frau reinkarnieren würde, die per se als niedere Daseinsform des Menschen angesehen wird.

Darauf hat man wenig Einfluss, man müßte sich allerdings auch ein bisschen näher mit dem Buddhismus beschäftigt haben, aber wozu sollte man das. Ein Buddhist, auch wenn es ein tibetischer ist, kann sogar als Küchenschabe inkarnieren. Wer sich ernsthaft damit auseinandergesetzt hat und die Bücher aufmerksam gelesen, weiß das eigentlich. Das Leben ist ein stetiger Prozess der erst dann endet, wenn man die absolute Weisheit erreicht hat und in das Nirvana, das absolute Nichts, die Nichtexistenz eingeht. Dazu muß man sämtliche Leben erneut durchlaufen, bis man die Fehler überwunden hat. Klingt bescheuert, ist aber grob vereinfacht die Lehre.

Die negative Haltung des tibetischen Buddhismus zu Frauen erweist sich besonders in den inneren „Mysterien“ des tantrischen/tibetischen Buddhismus, die allein auf die spirituelle Vervollkommnung des Mannes abzielen, und Frauen dafür nur als Mittel zum Zweck begreifen. Es wird nicht gerne darüber gesprochen, und der Dalai Lama empfiehlt, die Abgründe seiner Religion den Unbefangenen und Uneingeweihten nicht allzu deutlich vor Augen zu führen, aber das spirituelle Endziel des tibetischen Buddhismus – und das unterscheidet ihn von anderen Formen des Buddhismus – bedarf unabdingbar des realen sexuellen Mißbrauchs von Mädchen und jungen Frauen.

schreibt der Hammerschmidt. Mir ist zwar darüber nichts bekannt und ich habe viele Bücher gelesen und mich darüber auch mit denen unterhalten die sich mit dem Lamaismus beschäftigen, aber wahrscheinlich wußten die alle nicht Bescheid und die Tibeterinnen schon gleich gar nicht. Aber gut das es so mutige Menschen gibt.

Für den Autor scheint der Buddhismus irgendwie eine Wichsvorlage zu sein und die Wut der Tibeter ist nicht erst seit der Entdeckung des Spiegels ein Thema, aber sei’s drum, geht es um das Thema Religion, dann kann man getrost zu jeder Religion eine Kritik abfassen und 245.000 Buddhisten in Deutschland stellen in der Tat eine gefährliche Größe in Deutschland dar. Buddhisten mögen sich zwar aus Protest selber in Brand stecken, aber sie sind eine Religion, nicht mehr und nicht weniger, in verschiedenen Strömungen. Und sie sind ebenso gewalt, oder friedfertig wie jeder andere auch. Bisher haben sie aber noch nicht in Selbstmordabsichten, ok außer den Zen-Buddhisten, andere mit in den Tod gerissen. Würde es dazu kommen, dann läuft Nigma zur Höchstform auf.

Advertisements
4 Kommentare
  1. März 27, 2008 6:12 pm

    “Völkermord sollte in Shangri-Lah Einzug halten. Ein Holocaust der den Frieden und die Stille einer Welt zerstörten, die kaum den Lärm einer Maschine kannte und schon gar nicht den eines Maschinengewehrs. Ein Land das ungestört in einem zeitlosen Winkel der Geschichte in sich geruht hatte, wurde durch die Gegenwart aufgeschreckt und erwachte in einem furchtbaren Alptraum. 1949 überfällt das riesige China, das vergleichsweise kleine Tibet. Eine mit modernen Waffen ausgestattete Armee fällt kampferprobt über den wehrlosen Nachbarn her. Gebietsansprüche aus längst vergangenen Zeiten werden ins Feld geführt und die Chinesen erobern in kürzester Zeit, das was sie das Schatzhaus des Westens nennen.”

    “Noch heute ist die Vorstellung über den tibetischen Holocaust sehr ungenau. Eine ähnliche Situation wie bei den Nazis. Die Informationen über das was mit den Juden in den Todeslagern geschah, haben wir erst nach dem zweiten Weltkrieg erhalten als die Archive des Dritten Reiches geöffnet wurden, als alliierte Soldaten die Lager befreiten und die Gräber öffneten. Doch nichts dergleichen ist bisher in Tibet gemacht worden.”

    Dies sind Originalaussagen von der DVD “Mystica, die DVD. Die großen Rätsel der Menschheit.” Die letzte Aussage ist vom Pseudopolitiloge Jamyang Norbu – ebenfalls auf der DVD dokumentiert. Wenn für Sie der Skandal daraus besteht, dass jemand darauf aufmerksam macht, welch üble Propaganda und NS-Verharmlosung auf dieser DVD verbreitet wird, dann kann man dies wiederrum getrost als einen Skandal bezeichnen…

    Keine Ahnung welchen Narren Sie an dem Dalai Lama gefressen haben, aber der tibetische Buddhismus ist etwas anderes als der ursprüngliche und ist dem Zen-Buddhismus näher als man sich wünschen kann…

  2. taylor1944 permalink
    März 27, 2008 10:52 pm

    „Wenn für Sie der Skandal daraus besteht, dass jemand darauf aufmerksam macht, welch üble Propaganda und NS-Verharmlosung auf dieser DVD verbreitet wird, dann kann man dies wiederrum getrost als einen Skandal bezeichnen…“

    Anscheinend haben Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sie kommen mit einer DVD daher, nur weil Sie im allgemeinen Rummel gedacht haben mal ein bisschen über Tibet zu suchen und machen die Welle. Der Schrott von Mystica wird im allgemeinen von Leuten gekauft die auch an die Reichsflugscheiben glauben. Wollen Sie mir jetzt allen Ernstes erzählen, „alle Deutschen“ würden sich von Mystica beeinflussen lassen? Das sind ein paar Hanseln mit denen ich mich schon seit Jahren rumschlage. Würde ich darin einen Skandal sehen, dann müßte der Weltbildverlag, der wohl diese DVD vertreibt, sowie Amazaon, Bol und wie sie alle heißen die Pforten schließen. Was glauben Sie eigentlich was ein Herr van Helsing den lieben langen Tag verzapft und seine Bücher über die oben genannten vertreibt. Sie sollten vielleicht mal weniger hyperventilieren und sich beim Weltbildverlag ein Büchlein zur Meditation kaufen…könnte Ihrem Blutdruck förderlich sein.

    „Keine Ahnung welchen Narren Sie an dem Dalai Lama gefressen haben,“

    Ach habe ich das? Ich habe mich schon mit dem Land und dem Dalai Lama beschäftigt, da sind Sie noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen. Und nur weil ich nicht in das fröhliche Bashing einstimme heißt das nicht, das ich mit seinen Überzeugungen übereinstimme, allerdings gebe ich zu, er ist mir nicht unsympathisch. Von mir aus kann er glauben die Erde sei eine Scheibe, solange mir niemand mit seinen Überzeugungen auf die Nerven geht ist das seine Sache. Er ist nicht der Papst und repräsentiert auch nicht „den Buddhismus“ auch wenn das viele Leute, einschließlich Ihrer Person glauben. Er repräsentiert sein Gebiet „Tibet“ sowohl als geistiges, wie als „Exilpräsidiales“ Oberhaupt.

    „aber der tibetische Buddhismus ist etwas anderes als der ursprüngliche und ist dem Zen-Buddhismus näher als man sich wünschen kann…“

    Ich wußte es, ein Pseudointelektueller mit Halbwissen will mir den Buddhismus erklären. Toll. Aber da sind Sie nicht der Richtige. Auch damit beschäftige ich mich schon etwas länger, da glaubten Sie wahrscheinlich der niedlich lächelnde Zwerg wäre irgendwas von Walt Disney.
    Den Buddhismus gibt es nicht, haben Sie das noch nicht begriffen? Zen und tibetischer Buddhismus mögen zwar der Hauptrichtung Mahayana zuzuordnen sein, sind aber, was die Lehre betrifft, völlig unterschiedlich. Ich freue mich aber sehr, dass Sie über meinen Faux Pas -ich meinte eigentlich den Schintoismus- so schön gestolpert sind.
    Zen unterscheidet sich diametral vom tibetischen Buddhismus.
    Falls ich die Zeit finde werde ich auch für einen schlichten Zeitgenossen wie Sie über den Buddhismus schreiben.

  3. März 28, 2008 5:40 pm

    Da bin ich wohl in der Vorkriegszeit stecken geblieben:

    „Zen wurde in der Vorkriegszeit mit anderen Begriffen assoziiert, die man heute vorwiegend als ziemlich unwissenschaftliches nihonjinron, Japan-Theorie, einstuft. Hierzu gehört z. B. Bushidō, welches als Begriff ebenfalls um die Meiji-Restauration herum auftaucht, und eine weltanschauliche Grundlage für die Kamikaze-Piloten im 2. Weltkrieg bildete.“

    Mister Superschlau, Schintoismus hat mit dem Buddhismus nu wirklich nix zu tun. Aber Hauptsache mal den Starken markieren, damit der Überbringer der frohen Botschaft sich als alter schlauer Fuchs präsentieren kann, echt peinlich, Bob!

    „Der Schrott von Mystica wird im allgemeinen von Leuten gekauft die auch an die Reichsflugscheiben glauben. Wollen Sie mir jetzt allen Ernstes erzählen, “alle Deutschen” würden sich von Mystica beeinflussen lassen? Das sind ein paar Hanseln mit denen ich mich schon seit Jahren rumschlage. Würde ich darin einen Skandal sehen, dann müßte der Weltbildverlag, der wohl diese DVD vertreibt, sowie Amazaon, Bol und wie sie alle heißen die Pforten schließen.“

    Wie bitte? Sie sind der Meinung den Holocaust ins Ausland zu transferieren um ihn damit zu relativieren ist eigentlich nur halb so wild, solange nur Flugscheibenfans dies in die Hände bekommen? What? Ihnen ist schon klar, dass Tibet gerade unter esoterischen Freunden der Hit ist, und dass Amazon nix anbietet, was sich nicht verkauft? Angebot und Nachfrage, bedeutet ja nicht, dass es erst das Angebot gibt und dann die Nachfrage…

    „Er ist nicht der Papst und repräsentiert auch nicht “den Buddhismus” auch wenn das viele Leute, einschließlich Ihrer Person glauben. Er repräsentiert sein Gebiet “Tibet” sowohl als geistiges, wie als “Exilpräsidiales” Oberhaupt.“

    Ne, er repräsentiert den tibetischen Buddhismus. Wass anderes habe ich auch nicht behauptet…

    „Ich wußte es, ein Pseudointelektueller mit Halbwissen will mir den Buddhismus erklären. Toll. Aber da sind Sie nicht der Richtige. Auch damit beschäftige ich mich schon etwas länger, da glaubten Sie wahrscheinlich der niedlich lächelnde Zwerg wäre irgendwas von Walt Disney.“

    Gähn, datt ihre diggen Eier schon längst das Verfallsdatum erreicht haben, habe ich jetzt verstanden. Ist gebongt…

    „Den Buddhismus gibt es nicht, haben Sie das noch nicht begriffen? Zen und tibetischer Buddhismus mögen zwar der Hauptrichtung Mahayana zuzuordnen sein, sind aber, was die Lehre betrifft, völlig unterschiedlich. Ich freue mich aber sehr, dass Sie über meinen Faux Pas -ich meinte eigentlich den Schintoismus- so schön gestolpert sind.“

    Datt war ihr Fauxpas, denn dürfen Sie auch selbst ausbaden. Ick habe darauf ja schon meine Antwort etwas weiter oben gegeben…

    „Falls ich die Zeit finde werde ich auch für einen schlichten Zeitgenossen wie Sie über den Buddhismus schreibe“

    Ohja, lassen Sie mich an Ihrer Erleuchtung unbedingt teil haben. Biddee, biddeee großer Meister!

  4. taylor1944 permalink
    März 31, 2008 11:03 pm

    Edward,

    wenn Sie schon ohne Quellenangabe zitieren, dann sollten Sie die Quelle nicht selektiv lesen und das rauspicken, was Ihre Vorurteile unterstreichen soll und Sie sollten vielleicht auch den Sinn begreifen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zen

    „Wie bitte? Sie sind der Meinung den Holocaust ins Ausland zu transferieren um ihn damit zu relativieren ist eigentlich nur halb so wild, solange nur Flugscheibenfans dies in die Hände bekommen? What? Ihnen ist schon klar, dass Tibet gerade unter esoterischen Freunden der Hit ist, und dass Amazon nix anbietet, was sich nicht verkauft? Angebot und Nachfrage, bedeutet ja nicht, dass es erst das Angebot gibt und dann die Nachfrage…“

    Versuchen Sie nicht zu verdrehen, das gelingt Ihnen nicht. Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich die DVD nicht und das, was an Beschreibung über die DVD existiert, bildet Tibet wohl einen Teil dieser DVD. Ich gehe also davon aus, dass Sie die DVD erworben haben und nun Ihren Unmut äußern. Geben Sie einfach mal Jo Conrad, oder JvH ein, dann können Sie jeden Buchversand verbieten. Ich behaupte einfach mal, dass die meisten, die sich mit Esoterik beschäftigen von Tibet absolut keine Ahnung haben. Das es allerdings Schnittmengen zwischen Esoterikern und den braunen Horden gibt ist nichts neues und seit 1996 bekannt.

    Ihre Kommentare und Rechtfertigungsversuche gegenüber Hotel Villa de Art kenne ich vom Topas Rainer http://bb.focus.de/focus/t=Der+Gott+Koenig+Dalai+Lama+und+seine+3000+Sklaven-97734
    und vom Pirker Werner. Damit disqualifizieren Sie sich vollständig, denn Sie bewerten Menschenrechte selektiv. Den Tibetern sprechen Sie das Recht auf Selbstbestimmung ab und verweisen auf die „feudalistische“ Geschichte Tibets. Und Sie haben absolut keine Ahnung, was ja an sich nichts schlimmes wäre, wenn man sich die Mühe machen würde sich informieren, was Ihre Sache aber nicht ist. Im Grunde reihen Sie sich nahtlos in den Revisionismus ein und sind damit deutschnationaler als Sie sich wahrscheinlich wünschen.

    Was nun die Häufigkeit in den Medien betrifft ist Tibet genauso oft, oder so wenig in den Medien präsent
    http://tinyurl.com/2g3226

    Damit ist die Diskussion auch beendet

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: