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Antwort der UNO an Israel

Februar 22, 2008

Nachdem das israelische Außenministerium einen Protestbrief an den UN-Sicherheitsrat sandte, liegt Band of Brothers nun die Antwort vor

Sehr geehrte Frau Livni,

mit einiger Verwunderung haben wir Ihren Brief zur Kenntnis genommen, in dem Sie sich über die Äußerungen aus Teheran geäußert haben. Nach unserer Kenntnis hat sich der Iran bisher noch nie irgendeiner Verfehlung schuldig gemacht. Wir haben Ihr Schreiben aber zum Anlass genommen den iranischen UN-Vertreter in einem Lokal am Hudson zu treffen und können Ihnen versichern, das Lokal war kosher dass wir mit ihm fast eine Stunde gesprochen haben. Er hat uns nachhaltig versichert, dass die Ihnen vorligende Äußerung eine falsche Übersetzung ist. Sie wissen ja selbst wie das ist, da kommt jemand, gibt das bei Babelfish ein und dann wird alles ganz anders dargestellt. Der iranische Vertreter hat mir glaubhaft versichert, dass Israel gar nicht in den Aussagen vorkommt. Die angebliche Aussage „Israel ist ein krebsartiges Gewächs“ war ein Gartenbautip an Hassan Nasrallah. Der hatte sich darüber beklagt, dass die Iris -klingt ja auch gleich, nicht wahr? Israel und Iris- sich wie ein krebsartiges Gewächs in seinem Garten ausbreitet.

Auch die von Ihnen beanstandeten Reden aus Teheran bieten keinen Anlass zu Sorge. Wären wir von der UNO immer so in voller Panik was unsere Mitglieder alles so von sich geben, dann hätten wir ja gar keine Zeit mehr in New York zum shoppen, schließlich ist bei Tiffany in der 5th nächste Woche Ausverkauf. Sie wissen doch wie diese wilden Perser sind, die geben sich gern etwas martialisch, da sollte man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Haben wir in Bosnien, oder Ruanda ja auch nicht gemacht und? Viel ist ja nun nicht passiert. Vielleicht haben die da so ein bisschen gescherzt und dann ist halt eine Floskel rausgerutscht, die wurde dann falsch übersetzt und schon ist der Ärger da.

Wir empfehlen Ihnen ganz einfach Ruhe bewahren. Sollte der Iran sie wirklich mal angreifen, dann können Sie aber ganz sicher sein, dass wir da sofort eine scharfe und eindeutige Resolution verfassen werden. Da sollen Sie mal sehen, wie schnell da Ruhe im Karton ist. Da kennen wir nichts und sind gnadenlos. Notfalls werden wir dann auch Sanktionen gegen den Iran verhängen, da können Sie ganz beruhigt sein. Aber wir können ja nun nicht bei jedem Furz sofort in Aktionismus verfallen. Das sind doch ganz normale Nachbarschaftsstreitigkeiten wie in Ruanda, Darfur, oder halt Bosnien. Das können Sie doch prima untereinander bei einem Kaffee regeln -wir haben hier übrigens einen ganz tollen Starbucks-.

Sollten Sie aber, wie üblich, überreagieren, dann werden wir Ihr Vorgehen scharf verurteilen und Sie kennen uns, wir sind Ihnen gegenüber nicht sehr kompromissbereit, weil Sie ja ständig Ärger machen. Erst im Januar das mit den Ägyptern und dem Gaza, also lange schauen wir da Ihrem Treiben aber nicht mehr zu.

So und jetzt muß ich aber mit meiner Frau zum Broadway, die spielen heute Abend „King David“ von Andrew Lloyd Webber. Nocheinmal, hören Sie auf ständig unbescholtene Mitglieder anzuschwärzen, wir haben hier wichtigeres zu tun und rufen Sie einfach mal in Teheran an, die sind echt nett die Jungs, erst letzte Woche haben wir Karten von denen bekommen.

Hochachtungsvoll

i. V. Bakuba M’Kwalezi Sekretär vom Sekretär des Sachbearbeiters für den Nahen Osten bei der UN, eigentlich zuständig für die Registrierung von Essensanträgen.

So in etwa stelle ich mir eine Reaktion der UN vor die bei einigen Ländern immer recht schnell in ihren Reaktionen ist, aber sobald es zum Ärger kommt sich ziemlich still verhält und versucht alles zu relativieren. Von Somaliland verlangt die UNO, dass diese sich doch wieder mit den Chaoten in Rest-Somalia vereinen und verweigert dem Staat jegliche internationale Anerkennung. Die Vorkommnisse in Ruanda wurden von der UNO erst zur Kenntnis genommen, nachdem ein Teil der Bevölkerung fast ausgerottet wurde. Zur Entschuldigung sagte man, man hätte gedacht es mit einem Aufstand zu tun zu haben. Für die UNO also kein Grund zum eingreifen, trotz der Berichte. In Bosnien versagte die UNO auf ganzer Linie und hätten die USA zusammen mit der NATO nicht in den Konflikt eingegriffen, dann würde die UNO als „Selbstkritik“ sagen, dass man den Konflikt wohl leicht unterschätzt habe, wie man fast jeden Konflikt dort nicht ganz ernst nimmt. Obwohl ernst nimmt den Nahen Osten, besonders die Klagen über Israel, da läuft man am Hudson förmlich zur Höchstform auf und jedes Scharmützel verblasst zur Bedeutungslosigkeit wenn sich entweder ein israelischer Soldat die Nase kratzt -unverhältnismäßige Provokation-, oder ein israelischer Politiker in der Knesseth betont, Israel würde sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen. Dann klingeln aber die Alarmglocken.

Ich habe selten eine nutzlosere Kasperbude gesehen wie die UNO. Ein Moloch der Unsummen an Geld verschlingt und dabei so effektiv ist wie ein Kleingartenverein bei der jährlichen Vostandssitzung. Da geben sich die Despoten die Klinke in die Hand und werden von abgehalfterten Möchtegernpolitikern auch noch hofiert. Ich werde nie vergessen wie der Shadid vor der UNO seinen großen Auftritt hatte. Einige sind dem ja förmlich hinten rein gekrochen und vergaßen die Terroranschläge die ohne Arafat wohl kaum möglich waren. Aber nicht nur der wurde hofiert, auch andere Potentaten hatten vor der UNO ihren großen Auftritt und ich bin sicher, würde ein Vertreter von Al-Qaida eine Einladung erhalten, er bekäme stehende Ovationen.

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