Geschichten aus der Gruft

„Mit ihrer Absage an Atomkraft und den Bau neuer Kohlekraftwerke in Hessen gefährde die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti die „industrielle Substanz“ des Landes.“

Erst dachte ich ja Roland Koch legt nach Erziehungs-, Internierungs- und Abschiebelager jetzt im hessischen Wahlkampf noch einen drauf -schliesslich läuft jetzt der Endspurt- und wirft eine Neuauflage des Morgenthauplan in die Runde, damit auch das Seniorenstift geschlossen CDU wählt, da lese ich noch mal die Überschrift und stelle fest: „Es rappelt mal wieder im Gebälk,“ denn die markigen Worte stammen vom ehemaligen Hans Dampf in allen Gassen Wolfgang Clement. Die älteren unter uns und die von der Pisapolizei verschonten, werden sich noch an ihn erinnern. Ex-Minister und Ex-Ministerpräsident von NRW, Ex-Minister für Wirtschaft und Arbeit unter Schröder und jetzt, als Rentner, noch ziemlich umtriebig, liess an der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti kein gutes Haar und polterte in der Welt am Sonntag gegen seine hessischen Genossen und die Genossin im Besonderen, „Ypsilantis Pläne hätten eine höhere Abhängigkeit vom Ausland und Kostensteigerungen zur Folge“ und gab auch gleich, wenn auch indirekt, eine Wahlempfehlung, „Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht.“
Soll heissen, dass der Wähler nach Möglichkeit sein Kreuz nicht bei der Hessen-SPD machen sollte.

Das sein Verhältnis zu den GenossInnen nach der Wahlniederlage 2005 zunehmend abkühlte und der „Superminister“ immer mehr auf Distanz ging, da er argwöhnte, die Linken in der SPD könnten das Ruder übernehmen und sich mit der SED, der Linken einlassen, äusserte immer offen und drohte im Dezember gar mit Austritt. Dass aber ausgerechnet ein Sozialdemokrat sich gegen seine Partei stellt und vor deren Wahl warnt, ist schon ungewohnt und dürfte der SPD mit Sicherheit ziemlichen Schaden zufügen.

Die Querelen innerhalb der Partei ist der Bürger ja schon gewohnt und man wundert sich schon nicht mehr, wenn nach aussen hin ein Bild der Harmonie abgegeben wird, während im Hintergrund schon die Messer gewetzt werden. Ein Hauch von Glanz tauchte ja über der arg gebeutelten Truppe auf, als ein anderer Politrentner auf das Podium kletterte und ein neues Wunder von Goslar beschwor, da kommt jetzt Clement und haut dazwischen. Zumindest der arg gebeutelte Roland Koch dürfte sich über die unerwartete Schützenhilfe freuen und der eine oder andere Wähler in Hessen wird wahrscheinlich darüber nachdenken ob er seine Stimme einer Partei gibt, deren Mitglieder sich öffentlich zerfleischen.

*Markige Sprüche von Clement über „Parasiten“

* Vorrang für die Anständigen

*HartzIV Kritk

*Factcheck 

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