Triefendes Selbstmitleid

Ja ja, so ist das. Erst haut man auf die Empörungsdrüse und nachher hat man ja alles ganz anders gemeint. Und im übrigen trägt man ja auch keine Schuld, wie so oft in dieser Welt.

Ach ja, wie schön ist es sich damit rauszureden alles wäre ja nur ein Missverständnis. So zumindest glaubt sich der islamophobe Mitblogger des Watchblogs Islamophobie aus der Affäre ziehen zu können.

Es ist schon granatenstark, dass man mir vorwirft, ich wolle den Holocaust mit 6Mio ermordeten Juden verharmlosen, nur weil ich mich dafür einsetze, dass sowas nie wieder passiert, nur eben mit einer anderen unbeliebten Gruppe.

Welche Gruppe das sein soll? Na klar, die Muslime werden selbstverständlich in Deutschland und Europa diskriminiert. Nicht nur das ein allgemeines Berufsverbot gegen Muslime läuft werden diese systematisch aus dem öffentlichen Leben entfernt. Und nur weil man sich selbst zum „Juden“ der Moderne erklärt, ist es ja wirklich ein Ding, wenn man einem Verharmlosung unterstellt wird. Dabei hat man doch nur angemerkt, dass der Stern ja nicht gleich Stern ist und die Karikaturen ja viel schlimmer waren.

Diejenigen, die in ihren Blogs und Foren am lautesten krähen, wie antisemitisch das Watchblog sei, sind genau diejenigen, die fordern, man solle Atombomben und Mekka und Medina werfen, womit man in kürzerer Zeit noch mehr Menschen treffen würde, mal abgesehen von den Spätfolgen aufgrund der radioaktiven Verseuchung. Fragt mal die Leute in Hiroshima oder Nagasaki….

Wer die Spinner von PI mit Blogs bezeichnet, sollte vielleicht mal ganz tief in sich gehen. Niemand hat den Vorwurf des Antisemitismus erhoben, ausser in der Wahnwelt des Watchblog-Autors. Was Hiroshima und Nagasaki betrifft sollte der Autor mal die Menschen in Nanjing und anderen Städten fragen. Er sollte mal fragen was aus den Gefangenen geworden ist, die die zweifelhafte Ehre hatten Gäste der Unit 731 zu sein. Und er sollte mal fragen wer den Krieg begonnen hat. Ob der Abwurf notwendig war darüber kann man diskutieren, aber niemand hat die Absicht, ausser in der paranoiden Wahnwelt des Autors, Mekka zu bombardieren, ausser andere paranoide Spinner, die ja schon in einem muslimischen Moscheenbesucher einer dunkle Bedrohung sehen.

Übrigens, wer uns nicht glauben mag, dem empfehle ich das Buch „Unbelehrbar? Antijüdische Agitation mit entstellten Talmudzizaten“ von Hannelore Noack. Und nach Lektüre dieses Buches sollte man sich mal auf gewissen Internetseiten (von uns schon erwähnt) umschauen…

Na na, nicht ablenken. Wer sieht sich denn als Jude der Moderne und versucht krampfhaft Parallelen zu ziehen, wo keine Parallelen sind? Übrigens kenne ich auch islamistische Webseiten die mit gefälschten Talmudzitaten arbeiten. Islamradio ist eine davon.

Ich frage mich nur, warum Juden so eine große Lobby haben dürfen und z.B. Muslime nicht?

Da ist sie wieder die „große Verschwörung.“ Komischerweise ist die „Lobby der Juden“ so stark, dass der Antisemitismus in Deutschland bei konstant 29% liegt und eine Mehrheit der befragten Deutschen in Israel eine Bedrohung für den Weltfrieden verortet. Das schaffen nicht mal die Selbstmordattentäter. Und warum sollen denn „die Muslime“ -er und seine Mitstreiter- keine Lobby haben? Die haben sie doch schon, oder sitzen muslimische Verbände nicht bei Dialogrunden mit im Boot. Keine Religion wird stärker hofiert. Eberhard Seidel schreibt über die angebliche Islamophobie in Deutschland, „In keinem westeuropäischen Land wurden nach dem 11. September weniger antiislamische Übergriffe registriert als in Deutschland. Und anders als die Synagogen und jüdischen Einrichtungen brauchen Moscheen und muslimische Zentren bis heute glücklicherweise keinen gesonderten Polizeischutz.“

Müssen erst wieder unschuldige Menschen sterben? Warum kann man nicht präventiv handeln, wozu warten, bis es wieder mal zu spät ist? Es entsetzt mich, wie jemand die Augen dermaßen vor der Realität verschließen kann.

Das ist ja schon unerträglich dieses grenzenlose Selbstmitleid. Im Falle der Karikaturen mussten ja schon unschuldige Gebäude und Fahnen leiden, weil ein völlig entfesselter Mob in einem grenzenlosen Hass aus alles westliche nicht nur auf die Strasse ging, sondern auch den Tod von harmlosen Zeichnern forderte und von den Westlern gleich mit, weil diese angeblich eine Religion verächtlich gemacht hätten. Im Falle der unsäglichen T-Shirts hat man präventiv auf völlig unaufgeregte Weise gehandelt, was dem Autor unverständlich ist. Schliesslich kann man ja nur mit Phanatsie mutmassen, dass der gelbe Raucher-Stern auch auf die Juden in den 30er und 40er bezogen werden kann.

Und es ist mir unbegreiflich, warum einem der Mund verboten werden soll, wenn man die leiseste Kritik an Juden oder der Politik Israels übt. Und dann heisst es, mit Muslimen könne man keinen Dialog führen.

Das übliche Geblubber. Dafür das angeblich der Mund verboten wird, äussern sich die üblichen Deppen aber ziemlich häufig über den Staat Israel, der ein Apartheidsstaat ist, einen Genozid verüben soll -der einzige Genozid wo sich die angeblich dezimierten auf wundersame Weise vermehren- usw. usf. Mit den Muslimen wird eigentlich ständig ein Dialog geführt, ja man versucht sogar mit völligen Idioten einen Dialog zu führen, wie mit den Taliban, oder dem Mullahregime im Iran. Und jedesmal frage ich mich, warum muss man eigentlich Kritik an Israel, oder den Juden üben? Und warum brennen in muslimischen Ländern Fahnen, wenn einer eine Zeichnung anfertigt, oder sich kritisch über den Islam äußert? Kritik ist eigentlich eine Sache, Dummheit eine andere und ich habe noch keinen intelligenten Israelkritiker getroffen, dafür aber schon dumme Islamkritiker und noch dümmere Beleidigte.

Dialog heisst dann immer für Muslime: auf sämtliche Rechte verzichten, auch wenn sie einem per Grundgesetz zustehen, und Klappe halten. Und bloß keine Emotionen zeigen.

Oh, scusi. Ich wußte gar nicht das eine Fatwa eine Emotionsbekundung ist. Das ist aber auch blöd jetzt. Na ja, dann sollte man doch Selbstmordattentäter und Kopfabschneider als emotionale Menschen begreifen.  Jetzt mal im Klartext. Es gibt 1,6 Mrd. Muslime auf der Welt. Die meisten davon interessieren sich einen Scheissdreck für die Befindlichkeiten eines einsam beleidigten in Deutschland. Ebenso die gut 3,6 Mio Muslime in Deutschland von denen 80-90% einfach so hier leben. Die nehmen ihre Rechte wahr, beteiligen sich am öffentlichen Leben, zahlen, wie es für einen guten Bürger Usus ist, ihre Steuern und haben auch sonst keine Probleme. Die haben auch gar keine Zeit sich mit den Befindlichkeiten eines Bloggers zu beschäftigen. Aber es gibt halt die selbsternannten Sprachrohre die glauben, sie wären von der Vorsehung auserwählt.

Ich soll mich nach 70 Jahren immer noch schuldig fühlen, auch wenn ich damals noch gar nicht gelebt habe, aber mich einschalten, wenn sich sowas wieder anbahnt, darf ich nicht; das ist für mich zweierlei Maß. Und dagegen wehre ich mich.

Wer von der Geschichte keine Ahnung hat sollte einfach mal die Backen halten. Das übliche Gejammer ist immer wieder, „man dürfe ja nichts sagen“. Und damit er es auch begreift. Bei den Mohamedkarikaturen gingen die meisten Medien auf Distanz und es hat auch niemand etwas dagegen gehabt, dass sich muslimische Verbände eingeschaltet haben und Kritik übten. Es ist aber etwas anderes, wenn Muslime auf die Straße gehen und „Tod dem Westen“ skandieren, wie in London geschehen. Das hat mit einmischen nichts zu tun. Juden sind auch nicht 1933 auf die Straße gegangen und haben „Nieder mit der NSDAP“ skandiert. Dazu hätten sie auch keine Möglichkeit erhalten. Aber dazu müsste man auch Geschichtskenntnisse haben, oder etwas Intelligenz mitbringen.

Und zum Abschluss

Dieses Abzeichen hatte man für Muslime vorgesehen. Würden diese sich darüber beschweren, dann ginge es natürlich wieder nur um ne Extrawurst für Muslime. Warum wird immer mit zweierlei Maß gemessen?

Der Autor vergisst natürlich zu erwähnen -warum soll man das auch machen-, dass es sich um den Vorschlag irgendeiner Wurst handelte der wahrscheinlich glaubt, der Obsthändler an der Ecke wäre ein Al Quaida Mitglied. Das ist natürlich in der Tat vergleichbar mit den Nürnberger Gesetzen und dem Zwang einen gelben Stern zu tragen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den besetzten Gebieten.

Die islamophoben Watchblogger sollten sich mal selber fragen, ob sie sich weiter gerne zum Trottel machen. Bisher waren sie ja recht amüsant und mit ihrem Initiator, der sich gerne die Palme schüttelt und darüber noch Bücher schreibt, oder sich gerne mal die Nudel traktieren lässt für einen Brüller in Breitwand gut. Auch dass er sich als vermeintlich starkes Geschlecht sieht ist schon als Realsatire zu werten -Karl Eduard von Schnitzler dürfte glücklich sein- aber die Story vom Herrn K. ist einfach nur vor Selbstmitleid triefend, dabei kann er sich doch auf Reisen in den Iran, Pakistan, Somalia oder den Jemen noch als ganzes Individuum fühlen. Die freuen sich auch über Kritiker, solange es nicht die Umma, oder den Propheten betrifft.

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2 Gedanken zu “Triefendes Selbstmitleid

  1. Gute Frage. Medina war mal Anfang des 20ten Jhr. ein Automodell. Das wurde aber nie atomar betrieben und weit geworfen wurde es nur von seinen Besitzern.
    Vielleicht meint der Autor aber auch „man,“ wer immer das sein soll, will die Städte bombardieren. Da kann er dann aber lange drauf warten. New York, Madrid, London, Djerba, Bali und andere Städte hat man als emotionale Selbstverwirklichung aufgefasst.

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