Nahostexperte

Immer wieder erstaunlich wie sich manche Personen als Experten gerieren zu Themen von denen sie wenig verstehen, oder die Traffic bringen. Früher hieß es mal „Sex sells“ und es gab kaum ein Medium, in dem nicht die eine oder andere Nackte dem Betrachter entgegen sprang, damit Bekanntheit, oder Auflagenzahlen stiegen.

Das ist zwar heute immer noch der Fall, aber im politischen Bereich würde man damit keine Schnitte machen, also muß man ganz andere Themen bedienen. Die einen empfinden alle Westler als dekadent und bejubeln jeden Terrorschlag als Befreiungstheologie, die anderen sehen im Dönerbudenbesitzer einen mutmasslichen Bombenbastler, der im Keller aus einem alten Boiler und einer Gartenspritze eine Atombombe bastelt. Dann gibt es noch eine weitere Gruppe, die alles Böse der Welt in den USA verorten, oder sich als Kritiker der Israelis sehen. Sie fühlen sich da auch mit ihren Lesern moralisch im Vorteil, denn schließlich waren die Deutschen vor der Geschichte die eigentlichen Opfer. Nicht nur war man 40 Jahre geteilt, sondern mußte davor die NS-Zeit ertragen und auch noch den Bombenterror der alliierten Streitkräfte, sowie der Vertreibung aus deutschen Gebieten jenseits von Oder und Neisse.

Da fühlt man sich natürlich verpflichtet auf die Mißstände in der Welt hinzuweisen und mutiert zum Nahost- und Politikexperten. In Bezug auf die Geberkonferenz in Paris liest sich das dann so,

Wieder einmal beschließt die Völkergemeinschaft Geld für Palästina, das dort zweifelsohne dringend gebraucht wird. Dummerweise zerstört Israel gerne, die mit Mitteln der Völkergemeinschaft geschaffene Infrastruktur, um sich wegen palästinensischer Attentate zu rächen.

Die Völkergemeinschaft? 70 von 195 Staaten würde ich zwar nicht als Völkergemeinschaft sehen, aber wahrscheinlich ist meine Weltkarte zu aktuell und nicht von 1937. Mit den „Mitteln der Völkergemeinschaft“ wurde recht wenig geschaffen, außer vielleicht dem Prestigeobjekt in Form eines Flughafens. Die Infrastruktur stammt aus der Zeit, als die Israelische Armee die Westbank und Gazastreifen eroberten. Möglicherweise meint der Autor aber die terroristische Infrastruktur die mit Geldern aus dem Westen und den arabischen Bruderstaaten geschaffen wurden. Dann ist natürlich der Einwand berechtigt, dass es eine Unverschämtheit ist, wenn israelische Einheiten Waffenproduktionen unterbinden. Und überhaupt, was maßen sich die Israelis an? Wegen ein paar Attentaten so einen Aufstand zu machen? Dabei geht die Tzahal noch human gegen die „palästinensischen Attentäter“ vor. Saddam Hussein hätte das Gebiet großflächig mit Giftgas –mit freundlicher deutscher Unterstützung– eingedampft. Andere Diktatoren wären da ähnlich vorgegangen, aber hier handelt es sich um Israel und da ist es halt was anderes, wenn Einheiten gezielt gegen Terrorkommandos vorgehen, damit die deutsche Seele keinen Schaden nimmt.

Macht es wirklich Sinn Geld nach Palästina zu schicken, ohne Israel gleichzeitig daran zu erinnern, das die Infrastruktur für israelische Angriffe tabu sein muss.

Es macht eigentlich keinen Sinn Geld in ein korruptes System zu pumpen, ohne dass die Bevölkerung davon was mitbekommt. Von dem gezahlten Geld wurde nämlich keine „Infrastruktur“ aufgebaut, sondern das Geld versickerte in dubiosen Kanälen, wie Ulrich Sahm -Nahostkorrespondent des Nachrichtensenders N-TV- im letzten Jahr berichtete, „Etwa zehn Milliarden Dollar flossen seit 1993 vor allem aus der EU in die Palästinensergebiete. „Etwa 5 Milliarden Dollar verschwanden in den Gullis und wir wissen nicht wohin“, gestand Muhammad Dahlan im August 2004 im Guardian.“ Das sollte man eigentlich wissen, wenn man sich schon unbedingt über Israel auslassen muss.

Es kann doch nicht so schwer sein, den Palästinensern Kraftwerke, Stromleitungen und einen Flughafen zu lassen, die alle Völker bezahlt haben, um die Grundlage für einen Frieden zu schaffen. Wenn Israel regelmäßig diese Infrastruktur wieder zerstört und damit jedem möglichen Frieden die Grundlage raubt, muss das irgendwann Konsequenzen für Israel haben.

Das ist schon dreist, da zerstören die Israelis einfach Gebäude, die von den Israelis errichtet wurden. Da kann man ja nur wütend werden und von Konsequenzen für Israel schwafeln. Wahrscheinlich glaubt der Schreiber, „Am Anfang waren die Westbank und Gaza öd und leer, bis die Geberländer das Füllhorn über den Gebieten öffneten und siehe, Gebäude entstanden rings um Gaza-City, Ramallah, Bait Lan und Hebron.“ Nun haben „die Völker“ schon mal gar nichts bezahlt und „die Palästinenser“ haben auch nichts aufgebaut, außer einem Flughafen, der, wenn ich es noch in Erinnerung habe, vom Westen finanziert und von einer Saudiarabischen Firma gebaut wurde. Alles andere war schon vorhanden. Die Bevölkerung hat also nicht in dunklen Höhlen vor sich hin vegetiert.

Es geht dabei nicht darum für die Palästinenser oder gegen die Israelis Position zu beziehen. Beide haben recht und unrecht. Beide so ziemlich in gleichem Maßstab. Niemand hat eine wirkliche Idee wie Frieden geschaffen werden könnte. Aber er wird mit Sicherheit nicht geschaffen, wenn Israel den nächsten Vorwand nutzt, um die aus Mitteln aller Völker bezahlte Infrastruktur wieder zu zerstören.

Dafür gibt es ja den Autor, der zwar keine Ahnung vom Nahen Osten, aber ganz gewaltig was gegen Israel hat, siehe hier

Ein erneuter derartiger Angriff, sollte sofort ein totales Embargo gegen Israel zur Folge haben und gleichzeitig dazu führen das die UNO das Territorium der Palästinenser in den von der UNO anerkannten Grenzen absichert. Wir können Israel einfach nicht mehr jede Dummheit durchgehen lassen.

Welche Grenzen sollen das denn sein? Meint er die UNO-Resolution 181 vom 29. 11.1947? Und was ist eigentlich mit der Entwaffnung terroristischer Gruppen in den Autonomiegebieten, von denen der selbsternannte Nahostexperte bisher noch nichts gehört hat? Und vor allem, wer sind denn „Wir“ ? Dieser Wirrkopf und wer noch?

Das ändert nichts an der Schuld der Deutschen aus der Nazizeit, aber es ist notwendig auch Freunden und Leuten die man sehr mag, deutliche Grenzen aufzuzeigen, wenn diese selbst keine natürlichen Grenzen mehr kennen.

Wer den als Freund hat, der braucht schon keine Feinde mehr. Klartext: die Deutschen haben zwar mal Scheisse gebaut, dafür müssen sie jetzt umso exzessiver gegen den israelischen Staat vorgehen, kann ja wohl nicht sein, dass die sich auch noch gegen Terrorangriffe wehren und ihre Bevölkerung schützen. Da muß man natürlich vehement einschreiten.

Wenn wir die Investitionen der Völkergemeinschaft in Palästina nicht schützen wollen, können wir das Geld gleich verbrennen. Die Folge aber wird sein, das der Kampf der Palästinenser und der anderen Völker in diesem Gebiet, gegen Israel deutlich verschärft würde.

Da zittern mir schon die Knie, wenn sich ein Moralhüter aufschwingt. Es klingt fast so, als hätte er die 10 Mrd. aus eigener Tasche aufgebracht und erwartet jetzt von „den Palästinensern“ und „den anderen“ (wer immer das sein soll), dass diese endlich mal diese lästige Judenfrage endlösen, damit „wir“ (wer immer das sein soll) wieder ruhig schlafen können.

Wer die Situation dort seit längerem beobachtet kann nur zu einem Schluß kommen.

Er offensichtlich nicht. Seine Schlussfolgerung hat er ja schon kund getan

Weder Israel noch die Palästinenser, mit wessen Hilfe auch immer, können diesen Krieg gewinnen. Wenn ein Krieg aber nicht zu gewinnen ist, dann muss Frieden geschlossen werden.

Und die Israelis sollten sich endlich ausrotten lassen. Kenne ich schon. Und wegen der paar Attentate sollte man sich in Jerusalem nicht so anstellen. Die Israelis könnten „den Krieg“ übrigens leicht gewinnen, wenn sie sich der deutschen Tugenden bedienen würden. Aber da besteht halt der Unterschied zwischen Israel und den Eroberungsplänen der damaligen Herrenrasse. Lieber setzt man in Jerusalem auf Deeskalation, während im südlichen Gebiet die Kassamraketen einschlagen. Und man setzt in Jerusalem eher auf Verhandlung, während die Freiheitskämpfer, die von einem Palästina von Ashkelon bis Eilat träumen, lieber ihre Kinder zu Selbstmordattentätern ausbilden.

Auch wenn es unmöglich erscheint. Ein Anfang ist, dem anderen die Infrastruktur zu lassen, damit der Arbeit und Einkommen schaffen kann. Da wo es kein Einkommen gibt, kann es auch keinen Frieden geben. Einkommen und Arbeit sind aber an eine intakte Infrastruktur gebunden.

Weswegen die Palästinenser bis zur zweiten Intifada ihr Geld in Israel verdient haben und vom Ministerium für soziales ihre Beiträge zur Rentenversicherung erhielten, die aus irgendwelchen Gründen, wahrscheinlich durch die „Weltgemeinschaft,“ in den dunklen Kanälen der palästinensischen Behörden versickerten. Im übrigen hindert niemand die Palästinenser daran einer Arbeit nachzugehen und von einem Pro Kopf Einkommen in Höhe von 2302$ träumt hierzulande mancher Hartz IV Empfänger. Dafür muß er noch nicht mal den Finger krumm machen, da stellt sich also die Frage, warum basteln die Hartz IV Empfänger keine Raketen?

Wir müssen Israel ernsthaft ermahnen, diese Infrastruktur nach ihrem Wiederaufbau in Frieden zu lassen.

Vielleicht sollten „wir“ -er und wer noch?- vielleicht mal damit beginnen Hamas auf die Finger zu klopfen, aber wozu auch.

Sie werden es sich sagen lassen müssen. Wenn sie es sich nicht von ihren Freunden sagen lassen wollen, dann werden sie es mit ihrem Untergang bezahlen müssen.

Der Traum jedes Israelfreundes. Die Auslöschung und Tilgung sämtlicher persönlichen Psychosen.

Es ist absehbar, das die Amerikaner sowohl im Irak, als auch zusammen mit den doofen Deutschen in Anfghanistan verlieren werden. Die Briten hauen ja schon ab. Das gleiche gilt für den Libanon und praktisch den ganzen Nahen Osten.

Da war die Wehrmacht noch aus ganz anderem Holz geschnitzt. Die hätten denen den Schlüpfer in der Kerbe bis zum Hals hochgezogen. Bisher verlieren eher die selbsternannten Freiheitskämpfer die davon träumen endlich wieder Leute in den Stadien zu köpfen, oder an den Bäumen aufzuknüpfen. Im Westen auch liebevoll als „sympathische Wilde“ bezeichnet. Und im Libanon stehen weder „die Deutschen“ noch „die Amerikaner,“ falls aber die Hizbullah gewinnt, dann freut man sich doch. Mit Demokratie können die Araber doch sowieso nichts anfangen, ebensowenig wie so manche Nahostexperten, die zwar die Meinungsfreiheit für sich selbst nicht hoch genug bewerten, diese doch aber den von ihnen so liebvoll gehätschelten Volksgruppen vorenthalten möchten, weil es diese möglicherweise verderben könnte.

Wenn die USA dort endgültig verloren haben, gehen die komplett, zumal ihre finanzielle Lage ihnen kaum noch Auswege lässt. Dann ist Israel alleine und Europa steht durchaus nicht so uneingeschränkt auf der Seite Israels wie es die Deutschen aus ihrer Schuld heraus tun, oder wie es die Amerikaner taten.

Der feuchte Wunschtraum. Im Gegensatz zu den Europäern und zu „den Deutschen“ halten die Amerikaner ihr Wort und bisher haben sie noch nicht verloren, aber die Kassandras im Westen fühlen sich ja ständig bestätigt. Israel stand bei seinen Verteidigungskriegen eigentlich immer allein, was sie aber nicht davon abgehalten hat sich zu wehren und sogar zu siegen. Trotz der „Völkergemeinschaft“

Die israelische Atombombe ist durch die pakistanische (arabische) Atombombe blockiert. Sie kann nicht genutzt werden, ohne das Israel vernichtet würde. Damit bleibt nur ein konventioneller Krieg, der am Ende den Untergang Israels bedeuten würde. Das dauert zwar, ist aber im Ergebnis unausweichlich.

Pakistan hat im Moment eher andere Sorgen. Und die Atombombe entwickelte Pakistan, die im übrigen keine Araber sind, gegen Indien und weniger wegen Israel.

Nur wenn die Völker der Welt Palästina entwickeln, haben die Palästina etwas, für das es sich lohnt, dauerhaften Frieden zu schaffen. Wer nichts zu verlieren hat, kann weiterkämpfen bis zum letzten Mann.

Das typische Geschwätz. Wenn es Palästina gut geht, dann ist Friede, Freude, Eierkuchen in der ganzen Region. Und wenn die Israelis sich schon 1948 kollektiv im Mittelmeer ertränkt hätten, dann würde Frieden auf der ganzen Welt herrschen und dem Autor die Themen ausgehen. „Die Palästina“ hatten schon 1947 die Möglichkeit sich einen eigenen Staat zu schaffen. Da haben sie lieber auf ihre Brüder gehört, die dann den Krieg verloren haben und zum Zeichen des guten Willens die Westbank und Gaza besetzten und ihre palästinensischen Brüder in die Obhut der UNRWA gaben, damit diese sich in den Flüchtlingslagern um sie kümmern und das seit 1948, also fast 60 Jahre. Soviel Solidarität durften andere Völker nicht geniessen.

Hattip 

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