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Geburtstagsfeier in Ghaza

Dezember 17, 2007

Anlässlich der Geburtstagsfeier in Ghaza las Ismail Hanija aus seinem neuen Buch „Der große Djihad“ vor, dessen Auszüge Band of Brother vorliegen und aus denen wir nun zitieren.

„Am Anfang stand das Wort und das Wort war bei Scheich Jassin und Scheich Jassin war das Wort. Am ersten Tag schuf der Scheich Palästina und den Rest der Welt. Allerdings war Palästina wüst und leer, ein Chaos und Jassin schwebte in seinem Rollstuhl über dem Wasser. Jassin sprach es werde Licht und entzündete ein paar Molotwcocktails um die Szenerie zu erhellen. In der Folgezeit stellte er fest, dass der Ort ziemlich leer war und so schuf er Olivenbäume, Esel, Schafe und Ziegen. Um den Tag von der Nacht zu trennen baute er einen Halbmond und setzte einen 1000 Watt Strahler am Firmament ein. Dann schuf er Yassir und sprach zu ihm, „Siehe Yassir, ich habe Dir ein Land gegeben auf dass Du Dich als Landbesitzer mehren und ernähren kannst.“ Yassir aber fühlte sich einsam zwischen Eseln, Ziegen, Schafen und Olivenbäumen und jammerte, „Scheich, was soll das? Ich bin ein Mann und nicht dafür geschaffen Olivenbäume zu beschneiden, Schafe zu scheeren, Ziegen zu hüten und aus Holz karren zu bauen. Und mit wem soll ich mich mehren?“ Der Scheich dachte lange nach und als Yassir vor lauter Langeweile einschlief entnahm er Yassir eine Rippe und aus dieser Rippe erschuf er Hanifah und sprach zu ihr,“ Weib, Du sollst Yassir Untertan sein, einen Schleier tragen und ihm zur Hand gehen, auf das eines Tages viele kleine Mudjahedin den Ruhm begründen können.“ Und Hanifah fügte sich. Tagsüber presste sie Olivenöl, klöppelte aus der Schafswolle Pullover und aus der Ziegenmilch machte sie Käse. Die Esel trugen die Ware von einem Ort zum anderen, während sich Yassir in seiner Rolle langweilte und sich nicht unbedingt um seine Schar von Kindern kümmern wollte. Als Mann lehnte er diese Erniedrigung ab und es dürstete ihn nach mehr.

So also sprach er, „Scheich mein Leben ist ja ganz nett, aber ich bin ja nun kein Kindergärtner. Außerdem haben wir nicht mal Kunden denen wir unsere Produkte verkaufen könnten und mir hängen gefüllte Fladen mit Ziegenkäse gebacken in Olivenöl langsam zum Halse raus. Mich dürstet nach mehr.“ Yassin war über seine Worte sehr bestürzt und begann darüber nachzudenken, wie er die Laune seines Lieblingskindes heben könne, denn in der Tat war es für einen Mann undenkbar sich um 10 Kinder zu kümmern, während die Frau der Muße nachhing. Also erschuf Yassin die USA und Europa. Nun klagte Yassir über die Ablehnung aus den USA und die Unentschlossenheit der Europäer. Außerdem, so klagte er weiter gäbe es Europäer die ganz wild auf natives Olivenöl aus Gazza wären, aber nicht jeder Europäer auch Ziegenkäse mochte, oder unbedingt einen Esel „Made in Palestine“ benötigen würde. „Im übrigen,“ so schloss er, „ist mein Leben fad öde und langweilig. Hanifah wird immer dicker und die Kinder wissen nicht was sie machen sollten ohne Spielkameraden.“ Yassins Laune verfinsterte sich, aber da ein palästinensischer Mann immer Recht hat, schuf er Syrien, Jordanien, Ägypten und den Libanon. Nun konnte Hanifah auf den Märkten von Alexandria, al Aqaba, Sidon und Aleppo verkaufen, während Yassir daheim im Gazza sass, auf die Kinder aufpasste und sich mit seiner Schwiegermutter stritt, die ihm Scheich Yassin zur Seite stellte. Yassir hatte die Nase nun endgültig voll und war gerade dabei in eines der Flüchtlingslager zu ziehen, die Yassin geschaffen hatte, als der Scheich Yassir stoppte und den Iran, den Iraq und andere Länder zum Wohlgefallen Yassirs schuf. Und während Hanifah unermüdlich die Pflichten eines Eheweibes erfüllte, saß Yassir daheim auf einem Kissen gefüllt mit Dinare, weil Yassin die Völker anwies monatliche Hilfsgelder zu überweisen.

Mittlerweile waren die Palästinenser zahlreich geworden, denn aus den anderen Ländern strömten die Menschen in den Gazastreifen, wo Yassir saß und sich langweilte, oder sich mit seiner Schwiegermutter stritt. Zorn stieg in Yassin auf und so schuf er die Zionisten. Die Urfeinde Yassirs sollten von Ägypten kommen und Yassir und die Seinen herausfordern. So geschah es, dass die Zionisten mit ihrem Anführer Moishe Theodor Herzl aus Ägypten gen Palästina zogen, Yassir links liegen liessen und ihren Staat Israel gründeten. Yassir war mit den Jahren alt geworden und sprach zu Yassin, „Scheich, ich bin alt, meine Kinder sind dumm, wie sollen wir uns gegen die Zionisten denn wehren? Wir haben nichts ausser der Zuwendung aus dem Ausland und meinen Dinaren im Keller versteckt.“ Yassin aber war weise und sprach, „Yassir ich habe Heute die Hamas geschaffen. Sie werden die Zionisten mit Hilfe des Westens vertreiben.“ Und so begann die Geburt der Hamas. Mit Hilfe der westlichen Staaten gelang es uns die Zionisten zu vertreiben und in alle Winde zu verstreuen. Natürlich klagten die Zionisten den westlichen Staaten ihr Leid, aber wir hatten Scheich Yassin. Als die Kreuzritter sich 1099 nach Palästina aufmachten, da konnten wir aller Welt zeigen, wie die Zionisten Brunnen in und um Jaffo vergifteten. Niemand fragte damals nach einem Beweis, denn hatten die Zionisten nicht Jussuf verurteilt und damit einen Märtyrer geschaffen? Die Rechtfertigung aus Jerusalem wollte doch niemand hören.

Heute haben wir die gleichen Möglichkeiten wie damals. Niemand glaubt den Zionisten, wenn sie erklären, sie würden von Kassamraketen beschossen werden. Unsere leidvolle Geschichte begann vor 2000 Jahren, als der Bruder Jalut aus Gath heimtückisch von diesem David mit einer modernen Waffe aus dem Hinterhalt ermordet wurde. Jalut war der erste Schahid in der Geschichte der Hamas und in dieser Tradition stehen wir. Niemals werden wir Israel anerkennen und werden unser letztes Kind opfern um die Verräter der Fatah und den zionistischen Staat von der Landkarte zu tilgen. Dabei werden uns die Linken und Rechten in Europa tatkräftig unterstützen, denn sie werden auch weiterhin den Zionisten vorwerfen das Völkerrecht zu verletzen, wenn in Ghaza ein Verkersunfall passiert. Wir müssen nur weiter daran arbeiten.

France2, BBC und die Junge Welt werden uns dabei unterstützen.

*Anmerkung von uns. Die restlichen Worte gingen in einem Schwall von Kugeln, abgefeuert aus Kalashnikovs, unter, denn auch wenn täglich die Hungersnot im Gazastreifen herrscht, so konnten doch bequem 150.000 Palästinenser mit dem Wagen und mit Eselkarren zur Kundgebung anreisen und auch für ein zünftiges Feuerwerk auf Sderot stand genügend Geld zur Verfügung. Ein paar Würstchen mit Brot wären besser, aber nicht so effekiv gewesen.

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