Skip to content

Willis Weihnachtsgeschichte

Dezember 16, 2007

Aus dem offenen Brief des AIK Wien zum bevorstehenden Weihnachtsfest. Wilhelm Langthaler schreibt darin, wie sich die Geschichte um Jesu‘ Geburt aus Sicht der Antiimperialisten abgespielt hat.

Humanitäre Katastrophe in Palästina

Es begab sich zu der Zeit, als das imperialistische Rom und seine zionistischen Vasallen, in Gestalt von Herodes Antipas -eigentlich hieß er Ehud Ben Olmert-, die Araber im Nahen Osten besetzt hatten. Das Besatzungsregime erstreckte sich im Osten von Syrien, über Arabien bis zum Mittelmeer. Ganz besonders hatte die vorislamischen Palästinenser unter dem zionistischen Vasallen zu leiden. Tägliche Hungersnöte und Repressalien in den besetzten Gebieten zwischen Eilat und Sidon paralysierten die Menschen vor 2000 Jahren und so wuchs der Wunsch nach einem Anführer, der die Volksmassen zu einer Intifada führen würde. -Palästina reichte damals von Sidon bis Eilat, es ist eine Lüge wenn zionistische Revanchisten und ihre Lakaien behaupten damals hieß dieses Land Israel-

I n der größten Not der palästinensischen Brüder kam der Befehl des römischen Faschisten Augustus, das ein jeder in seine Stadt ziehe und sich schätzen ließe. Dies hieß nicht anderes als der Versuch des Regimes die Bevölkerung in den besetzten Gebieten durch gezielte Massaker auszurotten, nachdem sich das heldenhafte Volk der Palästinenser erfolgreich gegen willkürliche Hausdurchsuchungen und Nahrungsentzug zur Wehr gesetzt hatte. Kurz zuvor liess das zionistische Regime alle Erstgeborenen grausam ermorden. Trotzdem machten sich Yussuf und Maryam auf, um sich in ihrer Geburtsstadt Bait Lahm registrieren zu lassen. Yussuf, der gezwungen war als Tagelöhner in Ghazza seine Frau und die 12 Kinder durchzubringen, schaffte es von seinem Cousin Ahmad einen altersschwachen Esel zu erhalten, -denn seine Frau war mit dem 13. Kind, von dem es in der Kirchenpropaganda heißt, er wäre nicht der Vater gewesen-, damit er, Maryam und die Kinder sich auf die lange und beschwerliche Reise machen konnten, die begleitet war durch die restriktiven Massnahmen der imperialistisch römischen Besatzungsmacht.

In Bait Lahm angekommen stellten sie fest, dass durch eine regionale Intifada nicht nur der gesamte Verkehr zum erliegen kam, sondern die Herbergsbesitzer, eingeschüchtert durch die Besatzungsmacht sich weigerten, Personen aus Ghazza eine Unterkunft zu gewähren. -Heute wissen wir, dass ein Kollaborateur für diesen Erlass und seine Durchführung zuständig war. Die gerechte Strafe bekam er am Ende der ganzen Geschichte- Zum Glück waren nicht alle eingeschüchtert und korrumpiert, so dass Yussuf mit seiner Familie bei einem entfernten Cousin vierten Grades in dessem Stall in Bait Dschala unterkam, weil auf Geheiß des faschistischen Regimes in Rom sämtliche Tiere als Attraktion in den Circus Maximus geschafft wurden. So auch der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn, die als Bait Dschala Combo die Massen im römischen Reich in ihren Bann zogen und von der gnadenlosen Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung berichten konnten. Daraufhin organisierten sich in Petronell, Augusta Treverorum, Aqua Grani, Augusta Vindelicorum und anderen Provinzen verschiedene Solidaritätsgruppen. Die größten Kundgebungen gab es in Vindobona, Lutetia und Claudia Ara Agrippinensis. Allein in Rom und Vindobona sollen rund 2000 Menschen eine Solidaritätskundgebung mit dem unterdrückten palästinensischen Volk veranstaltet haben.

In Palästina wußte man zu diesem Zeitpunkt nichts und die Hirten Mahmoud, Ahmad und Yassir hüteten auf einem Feld außerhalb von Bait Dschala die Ziegen und Schafe des zionistischen Großkapitalisten Yossi Shulef. Dabei verspeisten sie ihr Fladenbrot, spielten eine Partie Latrunculli und spielten auf der Hirtenflöte, um die Schafe zu unterhalten, als plötzlich ein helles Licht auf die Erde traf und der Engel Hassan unter sie trat. „Siehe, ich verkündige Euch große Freud. Euch ist heute der Mahdi geboren der da heißen soll Hugo. Er wird die Intifada verkünden, die Besatzer aus dem Land jagen und einen eigenen Staat Palästina von Sidon bis Eilat und vom Jordan bis zum Mittelmeer gründen. Er wird eine Moschee in Jerusalem bauen, die unterdrückten Massen befreien und auch als Redner eine gute Figur machen.“ Die 3 bekamen große Angst, denn man war nirgendwo sicher und sprachen, „Herr, wir wissen nicht wer Du bist und möchten uns zwar dem großen Djihad anschließen, aber wir befürchten nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unser Leben zu verlieren, wenn wir Dir Unterkunft gewähren.“ Darauf sprach Hassan,“Fürchtet Euch nicht, ich bin gesandt vom großen Ismail und bringe Euch nicht nur frohe Kunde sondern auch Sprengstoffgürtel, Kassam und Kalashnikov. Geht nach Bait Dschala und freut Euch über den Mahdi.“ Daraufhin beschlossen die 3 ihre Arbeit niederzulegen, denn sie wollten nicht mehr länger dem Zionisten Shulef dienen, sondern sich dem Widerstand anschließen und zogen in Richtung Bait Dschala.

Unterwegs trafen sie auf Reisende aus dem Morgenland, die sich als Mahmoud, Osama und Abdul vorstellten. Die Drei waren Schriftgelehrte aus Ninive und fanden in ihren Schriften die Weissagung, dass ein großer Führer kommen würde, der noch größer als Yassir Arafat sei und den arabischen Völkern die Selbstbestimmung bringen würde. Als Gaben brachten sie Streitaxt, Speer und eine Million Golddinar mit, um den Widerstand der Palästinenser zu unterstützen. In Bait Dschala angekommen herrschte ein reges Treiben rund um die Stadt, denn es war den Besatzern nicht entgangen, dass sich etwas großes anbahnte. Heimtükisch ermordeten Söldner aus Syrien den 93 jährigen Kriegsveteran Ahmad S. als er aus seinem Haus Richtung Markt ging, um von seiner kargen Rente, die erst nach sechs Monaten bezahlt wurde, Falafel zu kaufen. Damit war der erste Märtyrer geschaffen. Forschen Schrittes betraten Mahmoud, Ahmad und Yassir den Stall in Bait Dschala und fanden in einer Krippe einen Knaben in einer Kufiya gehüllt im Kreise seiner Familie.

Im Jahre 70 n Chr. begann die erste Intifada und das palästinensische Volk mußte vor den Imperialisten und seinen Vasallen in die arabische Wüste fliehen. Erst unter den Osmanen gelang es ihnen wieder in Palästina heimisch zu werden, bis die Zionisten wieder in das Land einfielen und behaupteten Palästina wäre Israel, was eine glatte Propagandalüge ist.

Heute wie vor 2000 Jahren geschieht eine humanitäre Katastrophe in Palästina und das AIK Wien ruft alle dazu auf, am 24.12 eine Kerze in der Wiener Innenstadt zu entzünden, damit der römischen Besatzung in Palästina ein Ende gesetzt wird. Wir Antiimperialisten dürfen nicht schweigen.

Advertisements
3 Kommentare leave one →
  1. Dodo permalink
    Dezember 16, 2007 10:59 am

    Marx meets Mufti

    oder Dialog in der Hölle zwischen dem vermurksten Karl und Haj Amin al-Husseini

    Köstlich! Das ist sowas von schräg, so herzlich gelacht habe ich schon lange nicht mehr!
    Mir schwebte schon geraume Zeit eine Parodie vor, aber so gut hätte ich das nie hingebracht.

  2. taylor1944 permalink
    Dezember 16, 2007 9:53 pm

    Vielen Dank für das Kompliment.
    Leider lesen sich die offenen Briefe und Aufrufe des AIK wie Satire pur. Aber die meinen das völlig ernst, so dass man nicht viel verändern musste.

Trackbacks

  1. | Fenster nach draußen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: