Skip to content

Sherlock Chavez

November 15, 2007

Der Westentaschendiktator Hugo Chavez, Stilikone der Antiimps, ist immer wieder für einen Brüller in Breitwand gut. Nachdem er auf dem Ibero-Amerika-Gipfel seine Rolle als Pausenclown spielte und von Juan Carlos dafür eins über den Deckel bekam, widmet er sich, neben den üblichen Wadenbeissereien, nun wichtigeren Dingen. Offensichtlich hat er in einem seiner Comics Widersprüchliches zum Tode Simon Bolivars entdeckt und fühlt sich wild entschlossen den Tod Bolivars nun umfassend aufzuklären. Des weiteren ruft er dringend Zeugen, die zum Tode des beliebten Revolutionsführers Auskunft geben könnten, auf, sich umgehend im Präsidentenpalast zu melden. Sollte Bolivar nicht an Tuberkolose gestorben sein, beabsichtigt Chavez Interpol einzuschalten, damit die Mörder ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können. „Tod oder Lebendig,“ rief er aus, „will ich diese feigen Vagabunden vor mir sehen, die unseren geliebten Nationalheiligen vom Leben zum Tode befördert haben.“

Auf den Einwand, dass dieses Ereignis schon 180 Jahre zurückliegt und es recht schwierig sein dürfte die genauen Todesumstände zu klären, sowie Zeugen zu finden und mutmaßliche Verdächtige in Haft zu nehmen, rief er erbost aus, „das ist mir egal, im Ratgeber für den kleinen Sparer der Banco Bolivar steht drin, „Hermano Simon wanderte zu Fuß, ohne Strümpf und ohne Schuh, drei Monate vor seinem Tod allein etliche Kilometer bis nach Bogota.“ Ich kann nicht mal ein paar Meter bis zu meiner Hazienda laufen. Das ist wohl der Beweis, dass da ja wohl nicht so alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Ich will die Typen leiden sehen die Hermano Simon umgebracht haben und nachher behaupteten, er hätte Tuberkulose gehabt. Tuberkulose, lächerlich, wie soll er die denn gehabt haben, wenn es die zu der Zeit noch gar nicht gab. Ich habe nachgeschaut, jawohl, die wurde nämlich erst 1839 so genannt und der Robert Koch hat viel später die Erreger gefunden.“

Um endlich den, seiner Meinung nach, größten Mordfall der südamerikanischen Geschichte aufzuklären, rief er sämtliche Wissenschaftler des Landes dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, damit die Tat gesühnt wird.

90chavez1.jpgHier erklärt er gerade den Weg, den Simon Bolivar zurückgelegt hat und zeigt wo seine Hazienda steht und welchen Weg er zurücklegen muß, der für ihn, ohne Auto, nicht zu schaffen sei. „Meine Damen und Herren, das ist der Beweis! Bolivar wurde für viele unbequem und mußte beseitigt werden.“

Advertisements
One Comment leave one →
  1. November 15, 2007 12:04 pm

    Ah! Der Herr Chavez ist also Anhänger des postmodernen Subjektivismus. Das erklärt natürlich einiges.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: