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Sodbrennen

November 6, 2007

Jeder Blogger freut sich über die Erwähnung in anderen Blogs, oder die Aufnahme in den erlauchten Kreis der Blogroll, auch wenn er erst seit kurzem blogt -wie es so schön Neudeutsch heißt- und ich habe eigentlich auch kein Problem damit, wenn ich meinen Blog bei anderen erwähnt finde. Ja auch ich freue mich.

Allerdings freue ich mich weniger, wenn ich mich auf Seiten wiederfinde bei denen ich ein Magengrimmen verspüre. Besonders wenn ich in der Gesellschaft von Blogs stehe, von denen mich Lichtjahre trennen. So fand ich eine Linksetzung zu einer Seite Namens Israel-Network.de und schaute, da ich von Natur aus ein neugieriger Mensch bin, wer mich denn da verlinkt hat. Auf den ersten Blick sieht das ja alles recht nett aus, aber wenn ich in der Gesellschaft von christlichen Sektierern stehe, dann erzeugt das bei mir Sodbrennen, besonders dann, wenn die Blogbetreiber glauben eine Israelsolidarität wäre Garant dafür, dass man ungehindert eine Religion und ihre Mitglieder diffamieren kann.

Um es ganz klar zu sagen. Ich habe nichts gegen den Islam und auch nichts gegen seine Mitglieder. Die Leute lassen mich in Ruhe, ich lasse sie in Ruhe. Sie beten zu ihrem Gott und ich habe keinen. Wenn ich den Islam kritisiere, dann meine ich damit eine Minderheit -allgemein als Islamisten bezeichnet- die eine Religion für ihre Zwecke nutzen möchten und nicht nur gegen Muslime sind, sondern gegen jeden anderen auch der nicht nach ihrem Gusto ist. Und ich bekomme Bauchschmerzen, wenn ich neben Fakten & Fiktionen, PI -anscheinend der befreundete Blog-, Dhimmi-Deutsch -was bitte ist das denn?-, Akte-Islam, oder Acht der Schwerter genannt werde. Dazu finde ich dann noch das Forum „Die grüne Pest“ in Anspielung auf die islamische Farbe -das Forum ist zur Zeit nicht erreichbar-, da habe ich dann echt den Kaffee auf.

Ich lasse mich nicht gerne verlinken von religiösen Eiferern, deren christliche Vorfahren im Mittelalter ganz vorne dabei waren, als der Mob durch die Straßen von Europa zog und die europäischen Juden samt ihrerBuden abgefackelt hat, oder wie im Falle der Reconquista, den spanischen Juden die Möglichkeit gab sich zum Christentum zu bekennen, bevor man sie auf den Scheiterhaufen verbrannte. Heute geben sie sich Israelsolidarisch, zum einen weil sie ein vermeintliches Bollwerk gegen ihren Feind den Islam sehen und zum anderen in der stillen Hoffnung die jüdische Bevölkerung in Israel könnte vielleicht doch noch zum Christentum konvertieren.

Es wird in Europa keine Mehrheit der Muslime geben, auch wenn Endzeitfanatiker dies immer wieder herbeireden möchten, wobei, selbst wenn es mehr Muslime als zum jetzigen Zeitpunkt geben könnte, diese mit Sicherheit einfach nur ihre Ruhe haben wollen. Abschließend zum Thema eine Analyse von Roland Grimm, Mitarbeiter von Remid und in seiner Analyse natürlich ein ganz gemeiner Dhimmi

Judenmission

Die Feindschaft der CM richtet sich auch gegen das Judentum, tritt freilich hinter die Feindschaft zum Islam zurück. So stellt sich die CM im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf die Seite Israels. Dabei lehnt die CM übrigens jeden Kompromiss zwischen den beiden Seiten kategorisch ab, denn Friede mit den Muslimen kann es ihr zu folge einfach nicht geben.
Auf der anderen Seite wirft die CM dem Staat Israel, dem Zionismus und dem Judentum allgemein vor, die „Weltherrschaft mit der Hauptstadt Zion = Jerusalem“ zu wollen. Anders als die großen christlichen Kirchen propagiert die CM nach wie vor die Judenmission: „Das Ziel der CM ist die Bekehrung der Juden und die Eingliederung der Bekehrten in das Reich GOTTES auf Erden, die von CHRISTUS gegründete Kirche“ (Kurier 6/02).

Darum geht es nämlich letzten Endes. Die Israelsolidarität, sowie der Philosemitismus sind einfach nur vorgeschoben. Weder hat man etwas für Israel übrig, noch für die Juden. Diese sind nur solange „liebenswert“ solange sie in’s selbe Horn stoßen. Sollten sie dies unterlassen, oder, wie imFalle des ZdJ, auch Partei für Muslime ergreifen, dann können diese Gruppen sehr schnell in Ungnade fallen und das Schlagwort der „zionistischen Lobby“ findet schneller statt, als der Papst die 10 Gebote aufsagt.

Bevor jetzt jemand kommt und erklärt, die würden ja auch Muslime verlinken, oder diese zitieren. Ja, die werden solange verlinkt und gehätschelt, solange diese in ihrem Sinne sich äussern. Sobald sie den Pfad der „Rechtmäßigkeit“ verlassen ist ihnen der Zorn der wohlwollenden Kämpfer für die Freiheit gewiss.

Sollte also ein weiterer Kämpfer für das christliche Abendland auf das schmale Brett kommen und mich in seiner Linkliste aufnehmen, so würde ich es begrüssen, wenn er diese Zeilen liest, damit erspart er mir das Sodbrennen und die Migräne.

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