Typisch Israel

jedesmal wenn man als gestandener Antiimperialist, Antizionist oder Antisemit, kurz als der „Nahostexperte“ und Kritiker der israelischen Regierung, mal wieder glaubt einen Coup gelandet zu haben, spielen die Nämlichen nicht mit und verderben mal wieder alles.

Während man im Westen das Schicksal der Palästinenser bejammert, wobei sich die Palästinenser zur Zeit nur im Gaza aufhalten dürfen, konterkarieren die Zionisten sämtliche Auslöschungsphantasien der Antiimps und vereinbaren mit den Palästinensern in der Westbank, oder auch die Spalter genannt, ein Abkommen nach dem anderen. Diesmal vereinanhmt man den Tourismus. Aharonovitch vereinbarte mit seiner Amtskollegin Khoulud Daibes dass die Zusammenarbeit im Fremdenverkehr wieder verstärkt werden und auch das Joint Committee on Terrorism Tourism wieder seine Arbeit aufnehmen soll.

Nicht nur will Israel dabei behilflich sein die palästinensische Tourismusbranche zu stärken, sondern hat im Vorfeld 35 Vertretern Einreisegenehmigungen erteilt und 42 Fremdenführer autorisiert, innerhalb Israels zu arbeiten. Weiter riefen Aharonovitch und Daibes Touristen und Pilger dazu auf, neben Israel auch die Palästinensergebiete zu besuchen.

Newsletter israelische Botschaft vom 19.10.07

Nach unbestätigten Gerüchten beklagte Helga Baumgarten das einseitige Vorgehen der beiden und soll angeblich in einem Interview mit Bettina Marx geäußert haben, „das sehe ich als Spaltung des palästinensischen Volkes an. Besonders die Bevölkerung im Gazastreifen kann auf eine sehr gute touristische Infrastruktur zurückgreifen. Es gibt auf der ganzen Welt keinen Sandstrand der so weich und zart ist wie der Strand von Gazastadt. Vor allem auch so ruhig.“ Bettina Marx ergänzte im DLF, „bei gutem Wetter glaubt man sogar Zypern zu sehen.“

Werner Pirker mutmasste einen geheimen Komplott der Bushregierung und fragte auf einer Veranstaltung in Wien, „Werden die Spalter aus der Westbank zusammen mit den zionistischen Imperialisten das verbrecherische Regime in Washington dazu benutzen Teheran in die Knie zu zwingen?“ Und betonte, „wir dürfen die Genossinnen und Genossem im Gaza nicht dem Genozid überlassen. Dieser verbrecherische Pakt erinnert an die Achse Berlin-Rom. So weit darf es nicht kommen. Auch der Gaza ist touristisch sehenswert!“

Die Junge Welt erarbeitete zeitgleich mit der AIK Wien einen Aufruf zur Demonstration gegen diese Achse. Unter dem Motto „Sandburgen in Gaza, nur für Palästinenser! Gegen die Besatzung von Fatah und zionistischer Soldateska! Freiheit für Gaza’s Strände“, möchte man im November in Wien und Berlin ein Zeichen gegen die ständige Ungleichbehandlung der Palästinenser setzen. Redner sollen unter anderem Moishe Arye Friedman -so das Wiener Insolvenzgericht einer Einreise zustimmt-, Werner Pirker und ein Mitglied des APC-Wien sein.

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