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“Me Old Howth Gun”

November 10, 2010

Bekommen Iren mit dass man aus Deutschland kommt, dann schwelgen manche Iren in Erinnerungen ueber das Oktoberfest “Good Beer  and nice Women,” wie sauber Deutschland ist und wie gut deutsche Autos “Mercedes, one of the best automobiles.” So meine Erfahrungen mit irischen Taxifahrern oder in manchen Pubs.

Kommt man ueber die irische Geschichte in’s Gespraech, dann taucht meist ein Name auf, “ye Howth Gun.” Das Howth Gewehr war einer der deutschen Beitraege am Aufstand 1916. Dabei, so der irische Historiker Mick O’Farrell, war der deutsche Beitrag freundlich ausgedrueckt “lukewarm.” Die irischen Rebellen bemuehten sich seit laengerem um deutsche Hilfe zur Unabhaengigkeit , diese wurde von der deutschen Regierung aber eher halbherzig betrieben. Man wollte nicht unbedingt Gross Britannien reizen, zumal der deutsche Kaiser mit dem Koenigshaus verwandt war. Also beliess man es bei belanglosen Zusagen.

Das Interesse der deutschen Regierung aenderte sich allerdings am Vorabend des ersten Weltkriegs, als irische Rebellen vorstellig wurden und Gewehre kaufen wollten. Das Geld hatte man unter irischen Nationalisten in Irland und den USA gesammelt und war der Meinung die Zeit sei nun reif, das man in den Deutschen einen Verbuendeten fuer die irische Unabhaengigkeit gewinnen koenne.

Die Regierung willigte ein und man kaufte fuer die Haelfte der irischen Freiwilligen 1500 Gewehre inklusive Munition. Nun war es aber keineswegs so dass man dafuer auch die modernsten Waffen erhielt. Statt dessen lieferte man Gewehre aus dem Deutsch/Franzoesischen Krieg 1870/71 in Form von Mauser 1871/84. Warum die Gewehre nun “Howth Gun” genannt wurden erfaehrt man bei Mick O’Farrell in seinem Buch “50 Things you didn’t know about 1916.” O’Farrell schreibt dass die Gewehre bei Tageslicht am 26. Juli 1916 in Howth im County Dublin angeliefert wurden und vermutet das die Gewehre daher ihren Namen haben.

Allerdings, so schreibt er weiter, gab es eine weitere Lieferung am 01. August in Kilcoole im County Wicklow. Offensichtlich war man auf irischer Seite so von dem Gewehr ueberzeugt, dass man ein eigenes Lied fuer das Gewehr schrieb, damals ein Gassenhauer

There is sorrow in my heart O me old Howth gun. That late we had to part O me old Howth gun. In Ireland’s day of need, Ah you proved a friend indeed When you made the bullet speed O me old Howth gun.2. I was glad when you were near
O me old Howth gun.
For the foeman did I fear
O me old Howth gun.
When your bark and bitter bite
Put the Saxon course to flight
And they didn’t stop to fight
O me old Howth gun.

3. O how glorious was your feel O me old Howth gun. When you made the Saxon reel O me old Howth gun. When the Lancers trimmin neat Came chargin down O’Connell Street And they beat a grim retreat O me old Howth gun.4. O the parting it was sore
O me old Howth gun.
Shall I ne’er see you no more
O me old Howth gun.
I had glorious hopes that we
Could have set ole Ireland free
But now your parted far from me
O me old Howth gun.

5. O the day will surely come
O me old Howth gun.
When I’ll join the fightin’ man
O me old Howth gun.
In some brave determined band
I shall surely take my stand
For the freedom of our land
O me old Howth gun.

Warum nun die Gewehre so beliebt waren und man auf Deutschland gute Stuecke haelt erfaehrt man wenn man sich den Easterrising anschaut. Das Mauser konnte durch seinen Klang kaum geortet werden. Britische Offiziere schrieben, das, sobald das Gewehr abgefeuert wurde, man nicht genau sagen konnte wie viele Gegner es gab. Ausserdem, so O’Farrell, erzeugten mehrere Gewehre die abgefeuert wurden eine Geraeuschkulisse die an eine entfernte Artillerie erinnerten. Und es war bei Scharfschuetzen sehr beliebt, dazu allerdings musste man wohl ein geuebter Schuetze sein und mancher knockte sich mit dem Mauser selbst aus.

1916 war man in Deutschland der Meinung es waere nicht schlecht, wenn es gelaenge die englischen Truppen aus Frankreich abzuziehen und entwickelte eine “strategische Naehe” zu den irischen Freiwilligen die so aussah, dass man versuchte irische Freiwillige unter den Kriegsgefangenen anzuwerben, erklaerte ein Beschuss des Dubliner Hafens sei mit U-Booten nicht durchfuehrbar, und dann den Versuch startete mit Schiffen unter deutscher Besatzung und neutralen Flaggen an der irischen Kueste zu landen.

Tatsaechlich schafften einige Gewehre den Weg in’s Landesinnere die aus Kriegsbeute bestanden und meist russische Gewehre aelterer Bauart waren. Um es mit den Worten eines irischen Kommandanten auszudruecken, “diese Gewehre waren gut genug fuer Sinn Féiners, aber sonst zu nichts zu gebrauchen.”

Trotz dieser Tatsache habe ich Iren getroffen die wirklich glauben, der deutsche Kaiser haette den Aufstand erst moeglich gemacht. Die sind aber wirklich recht selten anzutreffen.

Zum Schluss noch das Lied ueber das “Howth Gun “ gesungen von Danny Doyle.

Ein Schiff wird kommen

September 30, 2010

Angesichts der Armada die das Mittelmeer bevoelkert und gen Gaza schippert ist der Husarenstreich der irischen Kommunisten geradezu genial.

Nicht nur schippert man auch mit einem eilig gecharterten Schiff der zionistischen Bedrohung entgegen, nein man muntert auch dazu auf Solidaritaet mit Palaestina zu zeigen und den Palaestinensern die Butter vom Brot zu kaufen.

Damit duerfte dann Katastrophe vorprogrammiert sein und die Bevoelkerung in Gaza kann sich die Taschen mit dem Geld dummer Leute,vollstopfen die allen Ernstes glauben, in Gaza verhungern die Leute wie die Fliegen.

Besonders grotesk ist ihre Boycottaktion israelischer Waren. Ich konnte mir den Haufen Verbloedeter live und aus der Naehe betrachten wie sie vor Marks & Spencer ihren Boycottaufruf starteten und damit eigentlich nur einer Gruppe in Israel schaden, naemlich den israelischen Arabern die in der Landwirtschaft taetig sind. Das allerdings schreckt die Humanisten herzlich wenig denen die eigene Bevoelkerung am Arsch vorbei geht.

Seit 2007 faehrt die irische Regierung einen rigiden Sparkurs um aus dem Dilemma rauszukommen. Leidtragende der Massnahmen sind der oeffentliche Sektor, d.h. die Garda, Angestellte im oeffentlichen Dienst und Leute die vom Sozialsystem abhaengig sind. So wurden z.B. die Gelder fuer Leute gekuerzt die sich um ihre Angehoerigen kuemmern und diese daheim pflegen. Das interessiert wenig. Auch als im Juli zwei Gardai an der Grenze zu Nordirland erschossen wurden, als sie ein verdaechtiges Fahrzeug kontrollierten ist diesen Leuten voellig schnurz. -Anmerkung: Die Garda ist hier nur mit Pfefferspray bewaffnet. Es gibt zwar bei uns die Armed Force Unit, aber im Allgemeinen wachen unbewaffnete. Und im Norden kommt es oefters vor, dass Terroristen der Real IRA in die Republik Irland kommen da sie noch Waffendepots unterhalten.  Dazu habe ich bei diesen Menschenrechtsaktivisten, die allen Ernstes glauben Israel verkauft Blutdiamanten, wenig bis gar nichts gelesen.

Auf jeden Fall duerfte das Mittelmeer bald ueberlaufen bei den ganzen Schiffen die da zusaetzlich noch im Mittelmeer unterwegs sind und auch die letzte Sardine vertreiben. Und wenn man fleissig palaestinensische Produkte kauft dann wird das noch was mit der humanitaeren Katastrophe.

Masterpiece

September 30, 2010

Armin van Buuren and Sophie Ellis Baxter”Not Giving Up On Love”

Band of Brothers

September 30, 2010
“We few, we happy few, we band of brothers;
For he to-day that sheds his blood with me
Shall be my brother; be he ne’er so vile,
This day shall gentle his condition:
And gentlemen in England now a-bed
Shall think themselves accursed they were not here,
And hold their manhoods cheap whiles any speaks
That fought with us upon Saint Crispin’s day.”

Henry V. -William Shakespeare-

Fuenfzehn Tage

September 28, 2010

In 15 Tagen sollte Korea vereinigt sein

Am 15 Maerz 1950 traf sich Nordkoreas Praesident Kim  Il Sung mit Stalin in Moskau und unterbreitete Stalin den Plan den Norden mit dem Sueden auf militaerischem Weg zu vereinigen.

Stalin, der 1949 wegen der Berlinblockade wenig begeistert bei Kims erstem Besuch war, zeigte sich nun recht zuversichtlich und bei weiteren Treffen im April und Mai gab er Kim die Marschrichtung vor und sagte ihm, dass bis August 1950 die Invasion abgeschlossen sein sollte. Um nicht in Korea verwickelt zu werden sagte er Nordkorea zwar Unterstuetzung zu, allerdings nicht in Form von Truppen, wie Kim gefordert hatte, sondern in Form von Equipment.

Weiter empfahl er Kim, dieser moege sich an Mao wenden, schliesslich haette dieser aus dem Befreiungskrieg noch 140.000 koreanische Soldaten in der Volksbefreiungsarmee. Stalin spekulierte, nach all dem Engagement und seiner Abneigung gegenueber Mao darauf, dass sich die chinesische Fuehrung eventuell in Luft aufloesen koennte. Schliesslich engagierte man sich in Indochina und Ho Tchi Minh. Stalin wollte zwar schon Verbuendete in Asien um der Ideologie zum Sieg zu verhelfen, wollte aber nicht unbedingt als Agressor dastehen. So begann am 25. Juni 1950 der “Fuenfzehntage Krieg” ohne Kriegserklaerung und dauerte statt 15 Tage drei  Jahre mit grossen Verlsuten auf beiden Seiten der koreanischen Bevoelkerung.

Rueckblende

Auf der Potsdamkonferenz wurde vereinbart, dass die Sovietunion nun in den Krieg gegen Japan einsteigen, damit Japan schneller kaptulieren wuerde und so marschierte die rote Armee im Eilmarsch in der Mandschurei ein. Bis zum zum 8ten August hatte man nicht nur vier japanische Inseln in den Kurilen erobert, sondern auch den Norsosten von Korea gleich mit und hatte damit, was Korea betrifft, fuer klare Verhaeltnisse gesorgt. Stalin hatte auch nicht die Absicht das ganze rueckgaenig zu machen, im Gegenteil trafen sich der Militaergouveneur Suedkorea, Lt. General John Reed Hodge und sein nordkoreanisches Pendant Ivan Chistiakov 1946 in Seoul, um den weiteren Ablauf, wie man sich die koreanische Sache vorstellt, zu besprechen.

Der 38te Breitengrad bildete bis dahin die vorlaeufige Grenze und beide kamen ueberein bis 1948 die Truppen von der koreanischen Insel abzuziehen und freie Wahlen abzuhalten, wobei unklar war, was man sich unter “demokratisch” vorstellte. Die Vereinten Nationen zumindest wussten auf jeden Fall wie man sich Korea vorstellt und verabschiedeten 1948 die Resolution der endgueltigen Grenze zwischen Nord- und Suedkorea.

Daraufhin hielten die Soviets, als auch die Amerikaner in ihren Teilen Wahlen ab und waehrend die UdSSR einen Bauerntoelpel namens Kim Il Sung zum Praesidenten machten, waehlten die Suedkoreaner einen Syngman Rhee. Rhee macht sich gleich daran einen Polizeistaat aufzubauen und Truman war nicht gerade begeistert ueber die Entwicklung in Suedkorea. Da er sich aber wenig Hoffnungen machte dass die USA Korea kurzfristig verlassen koennten schloss er zaehneknirschend einen Kompromiss und die USA beschraenkten sich darauf Rhees Ambitionen, Korea militaerisch zu vereinen, nach Moeglichkeit zu unterbinden. Also beliess man 408 Militaerpersonen in Suedkorea zum Aufbau der suedkoreanischen Armee die, verglichen mit der Polizei, einen Bruchteil ausmachten.

Im Norden dagegen baute man kontinuierlich die Armee aus, und bekam von der UdSSR alles was man brauchte um eine schlagkraeftige Armee zu bilden. Kurz vor Ausbruch des Krieges inspizierten Offiziere der australischen Armee im Auftrag der UNO die suedkoreanischen Streitkraefte und berichteten ueber ein kleine Armee, schlecht ausgebildet und schlecht bewaffnet. Als die Nordkoreanische Armee den Krieg begann, da schien es wirklich, als sollte der Krieg in 15 Tagen abgeschlossen sein.

Wer hat angefangen

Geht es um die Frage “wer hat angefangen,” gehen die Meinungen auseinander. Was man in Korea hatte waren zwei Systeme und zwei Machthaber, die mit allen Mitteln die Wiedervereinigung wollten. Beide Systeme betrieben nicht nur mit Duldung der UdSSR und der USA Propaganda, sondern finazierten Guerillagruppen die jeweils im anderen Land operierten. Stalin empfahl Kim, dass Nordkorea doch den Guerillakampf im Norden Suedkoreas aufgeben solle, damit Suedkorea sich in Sicherheit wiegen koenne. So war es dann auch und Suedkorea dachte, man haette seinen Etappensieg gegen den kommunistischen Feind erzielt. Um so ueberraschter war man als am Morgen den 25ten Juni nordkoreanischen Truppen in grosser Zahl den 38ten Breitengrad ueberquerten und rasch in’s Landesinnere vorstiessen.

Die UN reagiert

Auf Druck der USA reagierten die Verinten Nationen und beriefen einen Krisenstab ein. Fuer die UN war klar, dass nur eine militaerische Intervention einer Invasion Einhalt gebieten koennte -Im Jaenner 1950 war man noch der Meinung die 50er Jahre waeren der Beginn weltweiten Friedens-, allerdings konnte man sich nicht sofort einigen, da fuer England Korea ein Buergerkrieg war, der nicht die Interessen Englands betraf und, aus Sorge um Hong Kong, bedeuten wuerde, dass man eventuell, bei einem Engagement, Hong Kong an China verlieren wuerde. Frankreich hatte genuegend Sorgen in Indochina und wollte sich nicht noch ein zweites Indochina einhandeln.

Truman hatte noch die Appeasmentpolitik Frankreichs und Englands im Hinterkopf und wollte sich nicht einen zweiten Hitler einhandeln. Also entsandte die USA, im Auftrag der Vereinten Nationen, Streitkraefte nach Korea um den Nordkoreanischen Vormarsch zu stoppen. Allerdings hatten die USA nach dem zweiten Weltkrieg ihre Truppenstaerke reduziert und waren eher zu einer Friedensarmee zurueck gekehrt die wenig Erfahrung besass.

Amerikas Desaster

Die USA schickten neben Kriegsschiffen auch Bodentruppen nach Suedkorea mit dem Ziel die Invasion aus dem Norden so schnell wie moeglich zu stoppen.

Waehrend die kommandierenden Offiziere alles Veteranen des zweiten Weltkriegs waren und Erfahrungen von europaeischen und asiatischen Schauplaetzen hatten waren die einfachen G.I’s voellig unerfahren. Bis August des Jahres 1950 wurden die US-Soldaten quer durch Suedkorea gejagt, trotz Luftunterstuetzung und Beschuss gegnerischer Stellungen durch Schiffsartillerie. Erst als der Oberkommandierende der UN-Streitkraefte General Douglas MacArthur die 1st. Marines Divison im September nach Korea schickte aenderte sich die Lage. “The Old Breed” ueberwiegend mit Veteranen des Pazifikkrieges, war in der Lage den Vormarsch der Nordkoreaner an einigen Stellen zu stoppen, so dass die uebrigen Einheiten sich zusammen mit der Suedkoreanischen Armee reorganisieren konnten und die Stellungen ausbauen.

Die Marines kannten die Mentalitaet und wussten dass man, sollte man in Gefangenschaft geraten, wahrscheinlich von den Nordkoreanern erschossen wird. Es ist leider Fakt dass von den Soldaten die als Missing in Action gefuehrt werden, die meisten bei der Gefangennahme einfach erschossen wurden. Umso verbissener kaempfte man um jeden Zentimeter um diesem Schicksal zu entgehen.

Neben den Koreanern hatten die USA die hoechsten Verluste im Koreakrieg und zwang die USA zum umdenken ihrer Doktrin. Das setzen auf militaerische und atomare Abschreckung um jedem potenziellen Feind, besonders den UdSSR, zu signalisieren “wir sind bereit und gehen bis zum aeussersten.”

Krieg der Nationen

Erst nachdem die Lage langsam mehr als Ernst war schickten auch andere Nationen im Rahmen der Vereinten Nationen Truppen nach Korea. Die erste Nation vor Ort war Indien welches zwar keine Kampftruppen, aber eine mobile Sanitaetseinheit nach Suedkorea entsandte.

England und Frankreich, erst mit Kriegsschiffen vor Ort, schickten Bodentruppen, unter anderem entsandte England das in Hong Kong stationierte “Duke of Wellington’s Regiment.”

Insgesamt beteiligten sich 17 Nationen in Suedkorea: Australien, Belgien/Luxemburg, Canada, England, Ethiopien, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Neuseeland, Philippinen, Suedafrika, Tuerkei und natuerlich Suedkorea und USA. Auf der anderen Seite standen Nordkorea und China.

Ethiopische Einheit im Koreakrieg

August 1950: US-Soldaten passieren auf dem Weg in Kampfzone suedkoreanische Fluechtlinge.

Wie hoch die Verluste auf chinesischer, bzw. nordkoreanischer Seite waren laesst sich nicht mit Sicherheit sagen. Der britische Militaerhistoriker und Kriegsteilnehmer Brian Catchpole schaetzt, dass Norkorea etwa zweimal mehr Verluste zu beklagen hatte. Nimmt man die offiziellen Zahlen, dann verloren etwa 1 Millionen Suedkoreaner (Soldaten und Zivilisten ihr Leben) und somit betrugen die Verluste etwa 2 Mio auf Seiten Nordkoreas.

Wenn man ueberlegt, dass Korea ein paar Jahre vorher das Experimentierfeld japanischer Herrenmenschen war, die mit unvorstellbarer Brutalitaet gegen Koreaner vorgegangen sind, dann fragt man sich im Nachhinein wie verbloedet Kim Il Sung  gewesen sein muss.  Da China offensichtlich wenig Wert auf die eigenen Soldaten legte gehen inoffizielle Schaetzungen davon aus, dass etwa 3 Mio Soldaten auf den Schlachtfeldern Koreas ihr Leben verloren haben.

Das Jahrzehnt, welches laut der Vereinten Nationen ein sehr friedliches werden sollte war ein sehr blutiges Jahrzehnt, denn Korea war nicht das Ende, sondern der Anfang.

Die Folgen

Fuer die USA bedeutete Korea ein Fiasko. Nur mit grossen Anstrengungen war man in der Lage den Krieg so zu beenden dass die von der UN festgelegte Grenze nach 1953 Bestand hatte. Dbei trugen die USA neben Suedkorea nicht nur die Hauptlast, sondern hatten auch die meisten Verluste zu beklagen.

In den USA wurden daraufhin die Diskussionen laut ob man sich ueberhaupt auf seine Verbuendeten verlassen koenne, oder ob es nicht besser waere entweder ein stehendes Heer zu unterhalten und damit auf Wehrpflichtige zu verzichten -da Korea gezeigt hatte, dass die US-Streitkraefte zeitweise voellig ueberfordert waren-, oder sich komplett aus allen Konflikten rauszuhalten.

Eine weitere Diskussion war die Gefahr des Kommunismus. Einige Politikexperten waren der Meinung nicht die UdSSR waeren die Gefahr, sondern China. Noch vor Ausbruch des Krieges warnte das State Department, dass, sollte China anfangen seine Interessen in Asien durchzusetzen, der Kommunismus chinesischer Praegung wie ein Flaechenbrand wirken wuerde und jedes Land im asiatischen Raum ueber kurze Zeit kommunistisch regiert werden wuerde.

Auch ueberlegte man sich wie man eigentlich mit seinen Verbuendeten umgehen sollte. Das Regime in Suedkorea hatte gezeigt, dass nicht alle den amerikanischen Gedanken in sich tragen und man ueberlegen muesse, ob man sich mit rechtsgerichteten Regimen verbuendet, die einen Counterpart gegen den Kommunismus bilden -der Feind meines Feindes ist mein Freund-, oder ob man sich nicht konsequent fuer eine Demokratisierung einsetzt -Siehe Japan und Deutschland-. Vor allem hatte die Eisenhowerregierung arge Probleme mit ihrem Ziehkind Syngman Rhee. Dieser warf der amerikanischen Regierung vor, sie waeren zu weich und eine Bande von Waschlappen, weil man seinen Neigungen weiter Krieg zu fuehren um Korea zu vereinen keine Gegenliebe zukommen liess, und wahrscheinlich war man heilfroh, als Syngman ueber seine eigene Korruption stolperte und in’s hawaianische Exil musste.

Man war in den USA teilweise paralysiert und die Angst vor dem Kommunismus brachte Leute wie McCarthy an die Oberflaeche. Letztendlich war Korea der Wendepunkt amerikanischer Politik was die Ruestung betraf. Man setzte konsequent in atomare Abschreckung, koste es was es wolle und brachte mit dieser konseqenten Ruestung letztendlich die UdSSR zu Fall die bis zum Kollaps mithielt. Die USA waren der Meinung, “wenn wir schon untergehen, dann sprengen wir eben alles in die Luft damit die anderen auch untergehen.”

Korea war in Asien allerdings auch der Auftakt diverser Konflikte im asiatischen Raum. China war kein rueckstaendiges kaiserlich feudal regiertes Land mehr, sondern hatte eine Fuehrung die ueber Leichen ging um den Maoismus bis in den letzten Winkel zu tragen. China trug nicht nur ideologisch, sondern auch militaerisch den Krieg in Indochina und verhalf Ho Tschi Minh zum Sieg ueber die franzoesischen Kolonialherren in Dien Bien Phu.  Spaeter unterstuetzte man Nordvietnam, war in Laos und Kambodscha aktiv und unterstuetzte wiederum Vietnam um Pol Pot und seine Bande zu stuerzen, weil man merkte, da hatte einer den Maoismus wohl falsch verstanden. Nebenbei war China auch in Tibet aktiv und hatte fuer sein eigenes Volk wenig, bis gar nichts uebrig.

Fuer die UdSSR unter Stalin ging eine Aera zu Ende. Stalin hatte in Mao seinen Meister gefunden, wie auch seine Nachfolger von Chrustschow bis Breshnjew ihre Probleme mit China hatten.

Fuenfzehn Tage koennen auf jeden Fall eine lange Zeit sein, wenn man vom Endsieg traeumt.

Galbi

Juni 19, 2010

Happy Birthday Peter Gabriel

Februar 13, 2010

Mann mann, fast hätte ich doch den 60. Geburtstag von Peter Gabriel vergessen. Am 13.02.1950 wurde Peter in Chobham, England geboren und trat in die Weltgeschichte der Musik.

1967 gründete er mit seinen Mitschülern die Legendäre Band Genesis und prägte mit seinem avantgardistischen Stil Genesis in den Siebzigern. Nach seinem Ausstieg und mit dem Beginn seiner Solokarriere behielt Gabriel seinen Stil bei. Seine Musik ließ sich nie einer Gattung zuordnen und seine Texte waren subtil. Teilweise Sozialkritisch, teilweise beleuchtete er in seinen Liedern die Abgründe der mesnchlichen Seele. Er und seine Musik wurden dabei nie langweilig. Genesis Live von 1975 haben mich 40 Jahre begleitet und Us hat mich in Konstanz begleitet und wird von mir auch Heute noch gern gehört.  Happy Birthday Peter, vielen Dank für alles und auf die nächsten 60 Jahre.

N’kosi sikele Steven Biko

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