Gejammer

Mai 13, 2008

63 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und 60 Jahre nach der israelischen Staatsgründung gedenken und feiern Europäer sowie Nordamerikaner die Staatsgründung Israels.

Die Nakba, die Vertreibung und Entrechtung eines ganzen Volkes, wird verschwiegen. Im Gegenteil, man hat kein bisschen Verständnis dafür, dass die Palästinenser sich wehren und sich mit dem an ihnen begangenen Unrecht nicht abfinden wollen. Und doch, Unrecht bleibt Unrecht, auch nach sechzig Jahren.

Meint der Fuad Hamdan. Und der kennt sich aus. Der ist nämlich ein authentischer Augenzeuge, d.h. der kann auf einen Flüchtlingslager-Hintergrund verweisen. Das ist in etwa so, wie ein Jude aus Israel mit Holocausthintergrund und einer Aversion gegen Israel. Wird immer wieder gerne genommen und man nimmt diesen Leuten jedes Wort unbesehen ab.

Leider irrt der Herr Hamdan aber und die SZ scheint sich in den heimischen Medien auch nicht so wirklich auszukennen, denn ausgerechnet in Europa ist man immer schnell bei der Hand mit Schuldzuweisungen. Während man Israel in einer Art Bewährungshelfer versucht auf die Sprünge zu helfen, misst man die Araber in den Autonomiegebieten mit völlig anderen Maßstäben. Terroranschläge werden verharmlosend als verzweifelte Aktionen bezeichnet, während gezielte Aktionen der Tzahal gegen die Terroristen zu “agressiven Maßnahmen” hochstilisiert werden, welche die Spirale der Gewalt in’s Unermessliche steigern würden. Verweigert die Hamas die Durchfahrt von Hilfsgütern in den Gaza, dann trägt daran die Regierung in Jerusalem die alleinige Schuld, denn würden die Politiker in Israel endlich beschließen die Bude zu schließen -einige glauben wirklich bei Israel handelt es sich um eine Art Industriekomplex-, dann könnte man sich in Europa endlich darüber freuen, dass Frieden herrscht auf der Welt. Schließlich gehen alle Konflikte der Welt einzig auf die Gründung des Staates Israel vor 60 Jahren zurück, praktisch die Ur-Mutter aller Konflikte seit Karl dem Großen.

Warum nun die Araber es nie auf die Reihe bekommen haben einen Staat zu gründen, schließlich hatten sie 1947 und von 1948-1967 die Gelegenheit dazu, das erklärt er nicht und das wurde bisher in Europa auch von niemandem hinterfragt. Die Araber in den Autonomiegebieten sind für die Europäer halt immer noch die “edlen Wilden” aus Karl May, oder aus dem Film “Lawrence von Arabien”. Auch schwebt so manchem die romantische Vorstellung Rodolfo Valentinos vor, wenn er an die Autonomiegebiete denkt.

Hamdan sollte lieber froh sein, denn soviel Zustimmung und Sympathie verteilen die Europäer eher selten. Da müssen die Israelis schon echt schwer dran arbeiten, um in Sachen PR den Nerv zu treffen. Da helfen weder Eis am Stiel noch Bühnenstücke, oder Filme von Ephraim Kishon. Der SZ und dem Durchschnittseuropäer genügt es aber allemal, wenn das Gejammer von der großen Katastrophe angestimmt wird. Besonders in Deutschland erinnert man sich dann gerne an die großen Vertreibungen aus Ostpreußen, Oberschlesien und den Sudeten.


Neues vom Gartennazi

Mai 12, 2008

Er ist zwar nicht die hellste Kerze im Leuchter, das hindert aber viele Pseudolinke nicht daran, den Gartennazi und notorischen Antisemiten aus Caracas wie einen Heiligen zu verehren.

Aus Anlass des EU-Lateinamerika Gipfels hat er seine wöchentliche Sendung zum Anlass genommen mal wieder den völligen Idioten zu geben, um von den Problemen im eigenen Land abzulenken. Diesmal war die deutsche Kanzlerin sein Ziel und Hugolino erklärte: “Die Bundeskanzlerin gehöre der politischen Rechten an, „der selben Rechten, die (Adolf) Hitler, die den Faschismus unterstützt hat“, sagte Chávez am Sonntag in Caracas. Chávez kommentierte damit die Aussage der Bundeskanzlerin, der venezolanische Präsident sei nicht die Stimme Lateinamerikas.”

Nun repräsentiert dieser Hinterhofdiktator wirklich keinen ganzen Kontinent und erinnert in seinem ganzen Habitus eher an eine Karikatur aus Tim und Struppi, oder Spirou et Fantasio, das hindert ihn aber nicht sich ständig aufzuspielen und als eine Art Pausenclown aufzutreten. Dabei schafft er es noch nicht einmal die Probleme in Venezuela in den Griff zu bekommen und ergeht sich im üblichen Populismus. Geschafft hat er in den ganzen Jahren nichts. Die Zustimmung unter den ärmsten der Bevölkerung hat er sich durch seine Supermercals einfach erkauft. Dort werden Lebensmittel subventioniert angeboten was den Erfolg hatte, dass viele Lebensmittelhändler ihre Läden schließen mussten, da sie mit den Preisen nicht konkurrieren konnten. Die ganze Politik erinnert ein bisschen an die NSDAP. Die Mitglieder der SA wurden aus der Parteikasse bezahlt und boten vielen Arbeitslosen der Weimarer Republik ein Einkommen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gab es verschiedene Programme um die Arbeitslosenzahl zu senken. Eine davon war der Reichsarbeitsdienst. Der Lohn lag dort bei 50 Reichspfennig die Stunde bewirkte aber, dass die Schlangen vor den Arbeitslosenzentren verschwanden und jeder glaubte die Nazis hätten das Arbeitslosenproblem gelöst.

Nichts anderes sind die Programme der Regierung Chavez. Ein paar Süßigkeiten für die Bevölkerung. Zwar nicht mit den Auswirkungen wie 1933 aber die Ansätze sind vorhanden. Das was Chavez betreibt gab es noch nicht einmal unter Castro und auch nicht nach der Oktoberrevolution. Chavez erkauft sich die Gunst einer Schicht mit Geld das ihm nicht gehört und bekommt dafür noch Unterstützung.

Er werde Merkel eventuell beim Gipfel in Lima (16./17. Mai) antworten, sagte Chávez in seiner Fernsehsendung „Aló Presidente“. „Ich weiß jetzt noch nicht, ob ich am Gipfel teilnehme. Viele wollen, dass man den Mund hält. Aber wenn ich nach Lima fliege und ich ihr plötzlich etwas sage und sie wird böse, wird sie (Merkel) dann auch aufstehen und sagen „Warum hältst du nicht den Mund?“. Warum hältst du nicht den Mund? (…) Weil es hier um Würde gibt“, meinte Chávez in Anspielung auf einen Zwischenfall mit dem spanischen König Juan Carlos vom vergangenen November in Santiago de Chile.

Besser wäre es, wenn er am Gipfel nicht teilnehmen würde. Aber Südamerika hat schon soviel Idioten kommen und gehen sehen, da darf ein Chavez nicht fehlen, vor allem sorgt er immer für einen gewissen Unterhaltunsgwert. Für Venezuela kann man aber nur hoffen das er bald verschwindet. Südamerika sollte diese ganzen Populisten wie Evo Morales, Hugo Chavez, oder Daniel Ortega zum Teufel jagen.


Little Britain

Mai 12, 2008

Über Humor läßt sich bekanntlich streiten. Ich habe es da eher mit dem tiefschwarzen Humor aus good old England, oder dem wirklich morbiden Wiener Schmäh. Matt Lucas und David Walliams besser bekannt als Little Britain finde ich trotz, oder wegen der Synchronisation bei Comedy Central immer noch sehenswert (natürlich im Original) und bin ganz froh, dass ich einen Ausschnitt aus der Sendung Comic Relief gefunden habe. Mit Peter Kay, Lou Todd und Andrew Pipkin. Ach ja und die Proclaimers waren auch anwesend -das Lied mag ich immer noch, trotz Tanzstunden bei Aigner-Szell in Brunn….by the way, ein Mag. für Tanzlehrer gibt es wohl auch nur in Österreich?-

Und wo wir schon in trauter Runde beisammen sind

Und natürlich die Fahrt durch Marseille


Europatag

Mai 9, 2008

Himmel, man kommt ja aus den Feiern gar nicht mehr raus. Gestern Israel und V-E-Day, Heute schon der Europatag. Na holladaroh.


V-E-Day 8. May 1945

Mai 8, 2008

Nicht nur Israel feiert, nein Heute ist auch V-E-Day. Am 08. Mai 1945 war der Spuk des Nationalsozialismus zu Ende, das Tausendjährige Reich zerschlagen und Europa endlich wieder frei.


Mazal Tov Israel!

Mai 7, 2008

Um Himmels Willen Israel

Mai 7, 2008

War der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss, als ich in der Jüdischen Zeitung “Stimmen zu 60 Jahre Israel” las.

Eigentlich sollten Geburtstage ja ein Tag zum Feiern sein, besonders wenn es sich um einen runden Geburtstag handelt. Am 8. Mai ist nicht nur der Gedenktag zum Kriegsende, sondern auch Israels Geburtstag. Da wünscht man dem Jubilar viel Glück, alles Gute und erinnert in einer Retrospektive an sein Leben.

Die Jüdische Zeitung nahm den bevorstehenden Jubeltag zum Anlass, bekannten Personen vier persönliche Fragen über ihr Verhältnis zum Staat Israel zu stellen und was diese persönlich Israel wünschen. Neben Gregor Gysi, Ralph Giordano, Charlotte Knobloch, oder Michael Wolfssohn, durften auch Kate P. Katzenstein-Leiterer und Rolf Verleger die folgenden Fragen beantworten

  1. Am 8. Mai wird in Israel der Jahrestag der Staatsgründung begangen. Wo werden Sie an diesem Tag sein und was werden Sie an diesem Tag tun?

  2. Was verbindet Sie ganz persönlich mit Israel?

  3. Welche Bedeutung hat Israel für Ihre eigene Identität?

  4. Was wünschen Sie sich in Zukunft für den Staat Israel?

Während selbst Gregor Gysi die Fragen vernünftig und dem Anlass angemessen beantwortet, nutzen Frau Katzenstein-Leiterer und Herr Verleger die Fragen für eine persönliche Abrechnung und scheinen offensichtlich auch Probleme mit der Geschichte zu besitzen.

“Der 8. Mai ist für mich der Tag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee der Sowjetunion und ich werde, wie jedes Jahr, an der Kundgebung in Treptow teilnehmen,” läßt sich Frau Katzenstein-Leiterer entlocken.

Nun zwingt sie niemand mit Israelfähnchen durch Berlin zu laufen, oder sich auf den Weg nach Israel zu machen. Auch war die Rote Armee nicht alleine an der Zerschlagung der Nazidiktatur beteiligt, aber geschenkt. Sie könnte die Antwort so stehen lassen, aber da sie offensichtlich persönliche Probleme mit Israel hat muß sie dieses auch ansprechen.

“Wenn ich an den 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels denke, muss ich gleichzeitig an 60 Jahre Naqba der Palästinenser denken, die von ihrem Land vertrieben wurden und immer weiter vertrieben werden.”

Natürlich tragen immer die anderen die Schuld, in diesem Fall Israel. Dass 15% der Israelis Araber sind, interessiert sie nicht. Das der Gaza seit 2005 “Judenfrei” ist, fällt für sie völlig unter den Tisch. Nun leugnet niemand in Israel dass viele Araber geflohen sind, aber man sollte sich doch die Frage stellen, warum diese Menschen nie auf die Idee kamen ihren Staat zu gründen, schließlich hatten sie 60 Jahre Zeit. Es ist ja wohl kaum die Schuld Israels, dass die arabischen Nachbarn an einer Staatsgründung keinerlei Interesse besaßen.

Statt dessen wirft sie alles durcheinander und unterschlägt, dass sich Israel in mehreren Kriegen erfolgreich den Ambitionen widersetzen konnte ausgelöscht zu werden. “Eine traurige Bilanz, da die illegale Okkupation von palästinensischem Land, die gegen jedes Völker- und Menschenrecht verstößt, auch schon 40 Jahre andauert.” Nach dem Unabhängigkeitskrieg besetzte Jordanien die Westbank, einschließlich Ostjerusalem und Ägypten den Gaza. Die Okkupation, die komischerweise von niemandem hinterfragt wird, dauerte von 1948 bis 1967. Nun stolperten nicht irgendwelche Kibbuzim zufällig beim Spaziergang in die Gebiete und dachten, “Cool, hier bleiben wir!” sondern die IDF eroberte die Gebiete in einem Verteidigungskrieg. So ist das nun mal, wer Zoff anfängt und eine auf’s Maul bekommt, der muß halt mit den Folgen leben, in diesem Fall mit dem Verlust der Gebiete.

Ich glaube nicht, dass sie am 8. Mai den Verlust Ostpreußens, Schlesiens, oder des Sudetenlandes betrauert. Während sich den Siegermächten 1945, mit Recht, diese Frage zu keinem Zeitpunkt stellte, war die Regierung Eshkol bereit die Gebiete gegen Frieden zu tauschen. Es sollte auch Frau Katzenstein-Leiterer zu Ohren gekommen sein, dass die arabische Liga dieses Ansinnen ablehnte und wenig Interesse sowohl an den Gebieten, als auch an einem Frieden zeigte. Manchmal frage ich mich ernsthaft in welchen Sphären so manche Zeitgenossen leben, wenn es um Israel geht.

Aber sie ist ja auch froh, dass es den Staat Israel gibt, auch wenn sie es irgendwie nicht so ganz nachvollziehen kann warum dort die Juden leben müssen,

“ich bin sehr froh, dass es mit dem Staat Israel ein Land für die Juden gibt, die dort leben möchten und aus verschiedenen Gründen in ihrer früheren Heimat oder auch in keinem anderen Land leben können und wollen.”

Wahrscheinlich lag es an der tollen Luft, der Aussicht auf das Mittelmeer, den Delphinen in Eilat und dem Schachspiel am Strand von Tel Aviv. Außerdem, so heißt es, eignet sich das Tote Meer prima zur Behandlung von Hauterkrankungen. Das wird wohl der Grund gewesen sein, warum die europäischen Juden in Scharen den Kontinent verließen und nicht der Antisemitismus, oder der Vernichtungswillen einer arischen Herrenrasse die industriell den Massenmord an den europäischen Juden plante und durchführte. Ich würde auch nicht unbedingt mit jemandem leben wollen, der mich ein paar Jahre vorher noch gerne vernichten wollte.

Ob Frau Katzenstein-Leiterer jemals in Israel war weiß ich nicht, aber anscheinend hat sie noch einen Atlas aus dem Aufbauverlag von Anno Schnuff auf dem Israel und seine Nachbarn pauschal als “Volksrepublik Arabien” verzeichnet sind. Anders kann man ihren Satz nicht erklären, “Aber dieses Land muß ein demokratisches Land sein, das allen anderen Ländern, besonders seinen Nachbarländern auch das Recht zur Selbstbestimmung entsprechend dem Völkerrecht läßt.” Es wäre mir neu, dass in Israel eine Partei mit 99,9% der Stimmen die Wahlen gewinnen würde. Es wäre mir auch neu, dass in Israel nicht nur das Demonstrationsrecht abgeschafft wurde und die demokratischen Strukturen nicht vorhanden wären, im Gegensatz zu seinen Nachbarn -Jordanien und Libanon mal ausgenommen-. In Ägypten steht zwar Demokratie an der Urne, findet aber kaum statt und in Syrien wird die “Demokratie” mit 99,9% innerhalb einer Familie bestimmt. In den Autonomiegebieten herrscht eine Nomenklatura die zwar gerne und viel gegenüber den westlichen Medien vom Frieden redet, auf arabisch aber sich die Auslöschung des Nachbarn auf die Fahne geschrieben hat. Ich kenne nur wenig Länder in denen Mörder verherrlicht werden und Kinder zu potenziellen Selbstmordattentätern herangezüchtet werden. Und es wäre mir auch neu, dass Israel seinen Nachbarn Jordanien, Ägypten, Syrien, oder dem Libanon das Selbstbestimmungsrecht abspricht. Ja selbst die Araber in den Autonomiegebieten haben Hamas demokratisch gewählt -Komischerweise wird das ja immer wieder betont, während hier unterstellt wird, Israel habe die Wahlen manipuliert.

Frau Katzenstein-Leiterer ist der Prototyp der Alibijüdin, oder Kosher Nostra. Fakten werden negiert, oder umgebogen und verleiten jeden Antisemiten zu wahren Jubelstürmen. Sie fühlt sich, als deutsche Jüdin natürlich verantwortlich für Israel und lehnt “die Besatzungspolitik” ab, die auch in ihrem Namen geführt wird. Nun interessiert sich wohl kaum jemand für sie und der Bürgermeister von Sderot wird wohl eher irritiert sein, wenn man ihm erklärt, dass die Frau Katzenstein-Leiterer sich von der Besatzungspolitik in ihrer Eigenschaft als deutsche Jüdin distanziert und ihn, sowie alle Israelis dazu aufruft sich doch bitte kollektiv selbst zu vernichten, damit sie nicht mehr leiden muß. Sie muß auch vom Nahen Osten keine Ahnung haben, genügt es doch zu sagen sie sei selber Jüdin und damit prädestiniert dem Antisemiten, der ja Israel nur kritisiert, Absolution zu erteilen.

Das Israel seit 1979 einen Friedensvertrag mit Ägypten besitzt und seit 1994 offiziell mit Jordanien scheint ihr entgangen zu sein -Treffen zwischen Jordanien und Israel fanden davor schon regelmäßig statt, unter anderem zwischen Shimon Perez und König Hussein unter Vermittlung König Hassan II. in Marokko-. Auch die Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten scheinen bei ihr untergegangen zu sein.

Während sie allerdings keine Ahnung hat und von Israel verlangt es soll mal ein bisschen was für den Frieden machen wird Rolf Verleger konkreter. Der sieht in Israel den einzigen Agressor der für alles verantwortlich ist,

“ich wünsche dass das Judentum und Israel vom nationalistischen Irrweg umkehren, der nur Leid und Gewalt produziert -Klar die Juden haben den Antisemitismus selbst provoziert-, hin zum Weg der Versöhnung den Südafrika und Nordirland so erfolgreich in unseren Tagen gegangen sind.”

Ob er in Südafrika, oder Nordirland war, das weiß ich nicht. Fakt ist, dass es eine Versöhnung in Südafrika nicht gab, trotz der Kommission unter Desmond Tutu. Die Kluft zwischen Weiß und Schwarz existiert dort immer noch. Es gibt zwar keine Apartheid mehr, zum Glück, aber weder ist der Rassismus überwunden, noch gab es eine vollständige Aussöhnung zwischen Weiß und Schwarz, auch wenn er es gerne hätte. Die gab es auch in Nordirland nicht und er sollte sich mal vor Ort informieren wie es in Nordirland aussieht. Katholische und Protestantische Stadtviertel sind immer noch voneinander getrennt und er kann ja mal versuchen am Marsch der Oranier teilzunehmen. Auch wenn die IRA den bewaffneten Kampf für beendet erklärt, so bedeutet es nicht, dass die Nordirischen Patrioten Nordirland der britischen Zentralregierung überlassen. Katholiken und Protestanten leben außerhalb der großen Zentren einträchtig nebeneinander, das haben sie aber auch schon vor dem Bloody Sunday.

Zurück zu Israel scheint Verleger die Tatsache auszublenden, dass sich Israel seit 60 Jahren gegen die Auslöschungsphantasien seiner Nachbarn zur Wehr setzt. Das war weder in Nordirland, noch in Südafrika der Fall. Es geht im Nahen Osten nicht um Menschen verschiedener Hautfarben in einem Land, oder um den Anschluss der 6 irischen Provinzen an die Republik Irland, sondern um die nackte Existenz eines Staates und seiner Bürger, die ständig in Frage gestellt werden.

Verleger blendet das völlig aus und begreift immer noch nicht, dass es der Hamas darum geht Israel vollständig von der Landkarte zu tilgen. Er kann ja gerne und ausgiebig mit der Hamas reden, niemand hindert ihn daran, aber er soll doch bitte aufhören von der israelischen Regierung zu verlangen, dass diese sich mit Hamas an einen Tisch setzt.

“der kleine Schritt ist, mit der Hamas als der gewählten palästinensischen Vertretung offiziell zu reden.”

Wohin die Verhandlungen mit Hitler führten kann man in jeder Gedenkstätte verfolgen. So würde es man es auch bei Verhandlungen mit der Hamas sehen können der es nicht um einen Frieden geht, sondern um die vollständige Vernichtung. Und offiziell mag die Hamas im Gazastreifen agieren. Den Vernichtungswillen bekräftigen Hamas und Aktivisten täglich.

Und auch Rolf Verleger zeigt dass ihm Israel und die Araber eigentlich Schnurz sind, “Der große Schritt (zum Frieden) ist, dass Israel und wir Juden gegenüber den Palästinensern unsere Verantwortung an der Vertreibung der Araber 1947/1948 -die Gewalt ging da eigentlich von den Arabern aus- und an der folgenden Enteignung ihres Besitzes eingestehen.”

Das ist Balsam auf die Seele. Es spricht jeden Kritiker Israels von allem frei. Schuld an allem sind die Juden, denn mit Katzenstein-Leiterer und Rolf Verleger hat man quasi zwei Kronzeugen gefunden die sich selbst bis zur Selbstaufgabe verleugnen und sich dabei auf ihre jüdische Identität berufen. Kritische Töne in Israel, ein Selbstverständnis einer Demokratie, stellen die Beiden generös in Abrede.

Natürlich hat Israel in der Vergangenheit Fehler begangen, welche Demokratie ist fehlerlos? Und man kann sich als Jude berufen fühlen Israels Existenzrecht in Frage zu stellen, was die NAI täglich macht. Das allerdings ist schon peinlich und eine Beleidigung für die Bürger und Bürgerinnen des israelischen Staates die trotz des Geburtstags immer in der Befürchtung leben, dass es wieder zu einem Krieg mit ihren Nachbarn kommen könnte die sich mit der Existenz eines jüdischen Staates nie abgefunden haben. Und das ist wohl kaum eine israelische oder jüdische Schuld.

*Der Artikel ist online nicht erhältlich, nur in der Printausgabe der Jüdischen Zeitung.


Aus der Ma’ariv

Mai 6, 2008

Gaza: Wachsender Unmut über die Hamas

Aus dem Gaza-Streifen hört man in letzter Zeit zunehmend Kritik am Vorgehen der Hamas, und dies in einer bisher nicht gekannten Schärfe. So hat nun ein Internetportal der Fatah Aussagen von Einwohnern der Stadt Bet Hanoun im nördlichen Gaza-Streifen veröffentlicht, die davon berichten, wie Hamas-Leute mit Gewalt in ihre Häuser eindringen und von dort aus Attacken gegen die israelische Armee verüben.

So weisen palästinensische Zivilisten der Terrororganisation auch die Verantwortung für den tragischen Vorfall zu, bei dem vor einigen Tagen eine palästinensische Familie bei einem Gefecht zwischen Hamas-Kämpfern und der israelischen Armee getötet wurde.

Einige der interviewten Bürger, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, berichteten, dass die Hamas ihre Häuser als „zweite Schlachtreihe“ bezeichnet. Auf Bitten palästinensischer Frauen, ihre Wohnungen zu verschonen, gingen die Terroristen nicht ein, sondern bedrohten und schlugen die Zivilisten.

Der Anwohner Abu Radj klagt: „Was für Kämpfer erobern Häuser von Zivilisten und platzieren Raketen neben Wohnhäusern? Alles nur, um eine Rakete abzuschießen, die in einem Sandhügel einschlägt oder Frauen und Kinder verletzt? Sie nehmen es in Kauf, dass weiter palästinensisches Blut vergossen wird, nur um zu beweisen, dass sie eine ‚Widerstandsorganisation’ sind.“

(Maariv, 01.05.0 8)


Pooth in Not

Mai 5, 2008

Und wieder meldet sich eine Bank die Herrn Pooth gerne und freigiebig einen Kredit in Höhe von zwei Millionen Euro gewährt hat. Die Landesbank Rheinland-Pfalz prüft nun, nachdem der Versuch eines Vergleichs gescheitert ist, rechtliche Schritte gegen Franjo Pooth. Auf rund 15 Mio. Euro sollen sich die Schulden belaufen die der “Vorzeigeunternehmer” produziert hat und damit “mehrere Hundert” Gläubiger zurückläßt, die nur hoffen können, wenigstens einen Teil ihrer Forderungen ersetzt zu bekommen. Sicher ist das allerdings nicht.

Franjo Pooth, Anhängsel von Deutschlands bekanntester Laberbacke Verona Pooth, ehemals Feldbusch, wollte wohl nicht im Schatten seiner prominenten Gattin stehen und gab sich gern als großer Geschäftsmann der, seine Frau als Aushängeschild nutzend, seine Firma als Product Placement bei verschiedenen Talkshows bewerben ließ und Umsatzzahlen zum Besten gab, die eigentlich jeden seriösen Bänker zum nachdenken hätten anregen müssen. Statt dessen wollte man sich offensichtlich auch ein bisschen im Glanz sonnen, den so ein prominentes Paar mit sich brachte. Ein Bild in der Gala, der Bild, der Bunten, oder ganz tief unten in der Yellow Press. Ob es so sinnvoll ist, in einer Zeitung abgebildet zu werden, die förmlich in den Mülltonnen der Schönen und Reichen wohnen und ihre Leserinnen mit Schlagzeilen erfreut wie, “Prinzessin Máxima: Ist ihre Ehe in der Krise?” waren offensichtlich für manche, die jedem Mittelständler alle möglichen Steine in den Weg legen, Legitimation genug den Safe zu öffnen. Jetzt ist der Katzenjammer groß.

Man fragt sich ob die wirklich so blöd waren, aber, wenn man sich die Summe anschaut, dann waren sie das. Zwei Millionen aus Rheinland-Pfalz, 1,8 Millionen von der Commerzbank, eine Million von der Sparkasse für, ja für was eigentlich?

2003 gründete Franjo Pooth die Firma Maxfield GmbH die sich dem Vertrieb von MP3 Playern -Max Tiburon-, Telekommunikation -Max Onyx Handy, Max DECT Phone-, Navigation, DVD Playern usw. verschrieben hatte. Progressiv tat man so, als würde man das Rad neu erfinden und sah sich schon als Globalplayer welcher der Firma Apple im Bereich MP3 das Wasser abgraben würde. Dabei, so die CT, waren die Geräte technisch eher Hausmannskost. Mehr als 300% Umsatzsteigerung und 2005 einen Umsatz von 30 Mio. Euro verkündete Maxfield. Das sind Zahlen die anscheinend niemand überprüft hat, auch wenn, laut Bitcom, der Umsatz in diesem Bereich 2006 bei rund 640 Mio. lag, halte ich persönlich den Umsatz für eher utopisch.

Allerdings und daran scheint sich nichts geändert zu haben, sind manche Kreditinstitute irgendwie völlig blind, wenn ihnen einer die schönsten Märchen erzählt. Vielleicht haben sie aber auch gedacht, “wenn es in die Hose geht, die Pooth verdient genügend Geld und kann die Risiken locker abfangen,” und am am Ende dreht ihnen Verona eine lange Nase, denn sie muß für die kaufmännischen Fähigkeiten ihres Gatten nicht in die persönliche Portokasse greifen. Mich erinnert die ganze Geschichte an die große New Economy Blase Anfang 2000, als so manche Firma sich aufmachte mit Hilfe der Banken die große Finanzwelt zu erklimmen.

Wer erinnert sich noch an die Firma Gigabell? Während der Liberalisierung des Telephonmarktes schossen Firmen wie Pilze aus dem Boden, um der Telekom die Kunden abzuwerben. Eine dieser Firmen war damals die Gigabell in Frankfurt. Gegründet von einem gescheiterten Schlagersänger machte das Unternehmen nicht nur Schlagzeilen, weil es der erste Grabstein der New Economy wurde, sondern zeigte auch, wie manche Bankberater völlig losgelöst mit Geldern umgehen. Daniel David/Rudolf Zawrel hatte zwar kein Konzept, aber eine ungefähre Vorstellung wie seine Firma aussehen sollte. Für die damaligen Banken war das aber alles kein so großes Problem und man gab dem dynamischen Jungunternehmer gerne Kredit. Nicht nur das, pushte man das Unternehmen und erzählte ihm, so richtig top ist man nur, wenn man als Börsennotiertes Unternehmen fungiert. Gerade in dieser Zeit sei das ganz besonders wichtig und schob Gigabell noch ein bisschen Kapital nach, schließlich, so das Kalkül, würde ein Börsengang die Kredite um ein doppeltes wieder einfahren. Es kam wie es kommen mußte. Die Gewinne blieben aus und aus dem Millionengeschäft entwickelte sich ein Millionengrab. Der “Vorstandsvorsitzende” besorgte sich noch ein bisschen Kapital, “Morgen geht es richtig los” und schickte, bevor er nach Spanien verschwand, seinen Insolvenzantrag via Fax an das Frankfurter Gericht. Damals war das Geschrei groß und der Insolvenzverwalter Dirk Pfeil fragte sich allen Ernstes wer eigentlich bei den Banken tätig ist. Sein Fazit fiel vernichtend aus

“Ich rätsele noch immer, worin die Leistung der Emissionshäuser besteht.” Die Kreditinstitute – darunter HSBC Trinkaus & Burkhardt und die DG Bank – sowie PR-Firmen und Berater hätten sich mit immensen Honoraren beim Börsengang die Taschen voll gestopft. Eine vernünftige Buchprüfung sowie eine Betreuung der Unternehmen scheine dagegen zweitrangig. Nur mit Hilfe verbliebener Vorstände, die sich im Streit von Gigabell-Chef Daniel David (bürgerlich: Rudolf Zawrel) lossagten, habe sich Pfeil einen Überblick über die Schieflage verschaffen können.”

Daniel David räumte zwar seinerzeit persönliche Fehler ein, fand es allerdings auch etwas übertrieben, denn schließlich war Gigabell ja nicht besser, oder schlechter als andere Firmen auch.

Das bringt mich auf den Leserbrief eines Mittelständlers der sich 2005 zur einem Artikel über die Schwierigkeiten des Mittelstandes äußerte. Leider kann man den Leserbrief online nicht mehr finden und ich kann also nur aus dem Gedächtnis schreiben, weil ich diesen Bericht sehr bemerkenswert fand.

Der gute Mann besaß einen Betrieb in der Metallverarbeitung. Der Betrieb lief nicht schlecht und war seit einem halben Jahrhundert Familienbetrieb. Sorgen, Nöte, oder Klagen gab es nicht und ein angesehener Betrieb halt in einer kleinen Stadt mit einer netten Bank, nebst Berater. Alles war tutti, auch wenn es einen Engpaß gab, so stand seine Bank doch Treu und Fest zu ihm. Schließlich kannte man die Firma. Irgendwann, das war so Mitte 2005 erhielt die Firma einen größeren Auftrag der nicht nur Arbeitsplätze sichern würde, sondern auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen hätte und der Firma, nach einer Flaute, auch wieder einen gesicherten Umsatz verschafft hätte. Allerdings und das war das Problem, ging es um eine Vorfinanzierung der Produktion die den finanziellen Rahmen überstieg. Also verschaffte man sich einen Termin bei seiner Bank, schließlich war man ja schon seit einer Ewigkeit Kunde, und außerdem versprach einem die Mittelstandsfinanzierung ja auch Hilfe bei solchen Dingen. “Ja, man ist ja zufrieden, dass sich der wackere Unternehmer sofort an seine Bank wendet,” ließ man andeuten, “aber er müsse ja auch bedenken, dass es sich bei dem Auftraggeber um ein ausländisches Unternehmen handele,” und darüber, so die Argumentation, habe man ja gar keine Details und außerdem,” wäre ja in den letzten Monaten ja auch nicht alles Gold im Unternehmen gewesen, da müsse er schon Verständnis dafür haben dass man so ein riskantes Unternehmen ablehnen würde. Aber als Kunde wäre er immer willkommen.” Zwei Tage später bestellte man ihn in einem persönlichen Brief ein, damit man ein paar Dinge der geschäftlichen Zusammenarbeit klären könne. Im Glauben, man hätte sich das noch einmal überlegt wurde der gute Mann bei seiner Bank vorstellig und man teilte ihm mit es wäre doch besser, er würde sich nach einer anderen Bank umsehen und kündigte ihm kurzerhand das Geschäftskonto. Ich weiß gar nicht mehr, ob er den Auftrag ausführen konnte. Bezeichnend finde ich die Kriterien die bei Kreditvergaben an Mittelständler oder Existenzgründer angelegt werden. Je hochtrabender die Pläne und je glanzvoller der Name setzen bei den Banken die Alarmsirenen völlig aus und man finanziert jede Luftblase. Nachher ist der Jammer groß und ist um Schadensbegrenzung bemüht. Vor allem ist man, wie der gefeuerte Sparkassenchef, sehr entäuscht -Wer so dämlich ist, sollte nicht entäuscht sein-.

Verona ist eher wütend, denn Ehe und Geschäft sind zwei verschiedene Dinge. Und ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt was deutsche Banken angeht. Allerdings plädiere ich, wie im Fall Schneider, Schmider, oder jetzt auch Pooth dafür, dass man die Akteure straffrei läßt. Denn wer so fahrlässig wie die Banken mit Geld umgeht und Mittelständler fast um die Existenz bringt, bei windigen G’schaftlhubern aber alle Hebel in Bewegung setzt um diese mit Finanzmitteln zu versorgen, der sollte sich vielleicht mal einem Verhaltentüv unterziehen. Aber der nächste Skandal, oder das Skandälchen dürfte nicht lange auf sich warten lassen.


Palästinensische Gleichung

April 30, 2008

Ein besonderes Schmankerl wie man Märchen einsetzt bietet Palästinaonline. Entweder betreibt man dort höhere Mathematik, oder besitzt eine Logik die nicht nachzuvollziehen ist. So beschreibt man die Situation 1948

Vor dem Nahostkrieg im Jahr 1948 lebten 550 000 Menschen in Westbank und etwa 70 000 in Gaza-Streifen.

Soweit so gut, das macht 620.000 Araber aus. Im weiteren Verlauf kommt man dann auf 750.000 Flüchtlinge, woher die kommen wird nicht erklärt, denn der heutige Staat Israel mit seinen Arabern kommt nicht vor. Statt dessen geht man auf die Flüchtlinge in der Westbank mit folgenden Worten ein

Während des ersten Nahostkrieges 1948 wurden mehr als 75 000 Palästinenser aus ihren Heimatstädten und Dorfern “Wo jetzt Israel ist” vertrieben.

Nun gehörte die Westbank von 1949 bis 1967 zu Jordanien, aber trotzdem vermehrten sich die 75.000 Flüchtlinge aus der Westbank, “Davon fanden etwa 200 000 in Westbank ihre Zuflucht.”

Na ja, das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste, die Araber in der Westbank hatten es nicht so weit und vermehrten sich auf der Durchreise von Nablus nach Betlehem. Das erklärt aber nicht die Differenz zwischen den anfänglich 75.000 auf 200.000 und zuletzt 750.000 Flüchtlingen. Vielleicht liegt aber die Antwort ganz tief in der Antike, denn möglicherweise war der Gaza ja schon vor jahrtausenden palästinensisches Gebiet

Die Entwicklung und Besiedlung des Gaza-Streifens verlief anders als die übrigen Regionen Palästinas. Schon vor Jahrtausenden war das Gebiet bewohnt, da durch den Gaza-Streifen die Verbindungsstraße zwischen Ägypten und Vorderasien führte. Der fruchtbare Boden mit ausreichend Grundwasser und die Natur hatten die Bedingungen für eine Ansiedlung geschaffen. Der Gaza-Streifen ist durch seine Zitrusfrüchte bekannt geworden.

Man hat an die Palästinenser noch gar nicht gedacht, da wurde die Zitrusfrucht im Mittelmeerraum kultiviert. Das allerdings hat Methode, denn wer sich mit dem Nahen Osten, oder der Geschichte nicht beschäftigt, gewinnt leicht den Eindruck die Palästinenser wären vor den Juden und dem damaligen Königreich Israel da gewesen.

Über das “Palästinensische Volk” liest man

Die Palästinenser sind die Menschen aus dem Gebiet von Palästina (dem Land der Philister). Das palästinensische Volk gehört zu der arabischen Nation. In diesem Gebiet haben sich Araber mit anderen Menschen aus den biblischen Amoritern, Kanaanitern, Philistern (= Palästinenser) und auch griechischen, römischen, byzantinischen und vereinzelt auch jüdischen Volkssplittern vermischt. Später kamen auch christliche Kreuzfahrer aus Europa und schließlich auch Türken hinzu. Die Sprache der Palästinenser ist arabisch.

Das erinnert an die Rasseideologie der Nationalsozialisten. Nach dem Untergang der Philister wurde der Name “Palästina” erst wieder durch die Römer benutzt und Israel wurde in “Syria Palästina” umbenannt. Das kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen, oder bei Flavius Josephus. Das Volk der Palästinenser gab es also nicht. Die Gegend wurde im siebten Jahrhundert durch die Araber im Zuge der islamischen Expansion erobert und hieß zu keinem Zeitpunkt “Palästina.” Als Palästina wurde der Landstrich erst wieder durch die Engländer bezeichnet und alle Einwohner, das heißt auch die Juden, waren Palästinenser.

Als Palästinenser bezeichnen sich die Araber erst seit dem ersten Kongress der PLO im Jahre 1964. Davor sahen sie sich entweder als Teil Syriens und damit als Syrer, oder als Jordanier. Offensichtlich versuchen die Autoren historische Tatsachen zu verdrehen. Und das nehmen die arabischen Brüder gerne und mit Freuden auf, dass die “Palästinenser” so darauf drängen eine eigene Identität zu besitzen, dass diese nicht einmal merken, wie sie von ihren eigenen Brüdern als Fremde wahrgenommen und behandelt werden. Sie besitzen keine Identität. Sie sind kein Volk und keine Ethnie, da helfen auch alle Geschichtsklitterungen nichts. Eine Katze die in einem Fischladen zur Welt kommt ist immer noch kein Fisch. Da hilft alles nichts.

Darüber macht man sich auf der Seite aber wenig Gedanken und so werden aus den Flüchtlingen die zuletzt, aus unerfindlichen Gründen 750.000 betrugen, plötzlich 804.766. Und weil man gerade dabei ist rechnet man auf 8,2 Mio. Palästinenser hoch, wovon eine Mio. in Israel als israelische Staatsbürger leben. Da man aber Israel nicht anerkennt bezeichnet man die als Palästinenser in den besetzten Gebieten von 1948. Da kann sich so mancher Sudetendeutsche noch eine Scheibe abschneiden. Die Jungs und Mädels von Palästinaonline gehen generös über das Versagen ihrer Opas hinweg, denn wenn die für die Resolution 181 gestimmt hätten, dann hätten sie ihren Staat, ob der nun Syrien, Jordanien, oder Ciskei geheißen hätte. Statt dessen lehnten sie den Plan ab, hörten auf ihre arabischen Brüder und machen Heute den Hermann als hätten sie einen Krieg gewonnen und warten auf die Umsetzung ihrer Eroberungspläne.

Dazu passt der Artikel von Beer7 über Alibijuden und die Überschrift auf dem Bild

“Never again the Palestinian Holocaust”

Nicht nur das sich die Kosher Nostra zu Wort meldet und damit nicht nur die Opfer, sowie die Überlebenden der Shoah beleidigt, ist das der erste Genozid in der Geschichte, wo sich die Opfer nicht nur vermehren, sondern auch Probleme mit der Logik haben.

Ist aber alles nicht neu und wird gerne übernommen.